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Tragt in die Welt nun ein Licht

Nr. 588 • EG-Regionalteil Hessen-Nassau
Nr. 83 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

  • Durch Hohes und Tiefes /
  • Himmel, Erde, Luft und Meer /
  • Kommt atmet auf /
  • EG-Regionalteil Nordelbien /
  • EGplus /
  • Singt von Hoffnung /
  • Kinderkirchenlieder "Immer und überall" (ELKB)

Wie kann die biblische Botschaft so weitererzählt oder gesungen werden, dass sie bereits von den Kleinsten erfasst und verstanden werden kann? Dieser Aufgabe stellt sich 1978 der Religionspädagoge Wolfgang Longardt und schafft ein qualitätsvolles Lied, das sich schnell verbreitet und bis heute sehr beliebt ist.

Schon die Kleinsten können die schlichte Sprache verstehen und – dem Impuls des Autors folgend – eigene weitere Strophen hinzudichten und sich so das Lied und seinen Inhalt zu eigen machen.

Text:

Wolfgang Longardt (*1930–†2021), 1972

Melodie:

Wolfgang Longardt (*1930–†2021), 1972

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Wissenswertes zu "Tragt in die Welt nun ein Licht"

Das Lied entstand in einer Zeit, in der in Kindertagesstätte, Schule und Kirche verstärkt auf die Bedürfnisse und die kreativen Fähigkeiten kleiner Kinder eingegangen wurde. So wurde im Advent 1972 ein Lied geschaffen, das konkret eine Lichterprozession in einem adventlichen Familiengottesdienst im Umfeld des Evangelischen Zentrums Rissen in Hamburg begleiten sollte. Schon die Kleinsten können die schlichte Sprache verstehen und – dem Impuls des Autors folgend – eigene weitere Strophen hinzudichten und sich so das Lied und seinen Inhalt zu eigen machen.

Wolfgang Longardt verdichtet in seinem Lied eine zentrale christliche Aussage: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5,14), das Jesuswort aus der Bergpredigt. Den mit dieser Aussage verbundenen Auftrag formuliert der Autor so schlicht und verständlich, dass ihn bereits die Kleinsten erfassen können: Das Licht des Kommens Jesu scheint in alle Formen von Traurigkeit und Dunkelheit hinein. Einsame, Kranke und Menschen am Rand der Gesellschaft sollen durch uns erfahren, dass Gottes Liebe spürbar wird. Wir selbst sind aufgerufen, die Boten des Lichtes Jesu zu sein.

Wolfgang Longardt wollte bewusst eine einfache, eingängige Melodie schreiben. Rhythmisch gliedert er das Lied in vier Phrasen von jeweils zwei Takten Länge; der Rhythmus bleibt in allen Phrasen nahezu gleichmäßig, sodass er den Text optimal trägt. Es ist daher kein Zufall, dass Longardts Lied besonders häufig mit kleinen Kindern gesungen wird: Es ist im besten Sinne einfach, ohne dabei banal zu sein. Dazu passt auch die melodische Gestaltung. Die Tonstufen der ersten Phrasen erinnern an das Lied „Leise rieselt der Schnee“. Am Ende steht ein prägnantes Signal, das den Aufforderungscharakter des Textes – „Seht auf des Lichtes Schein!“ – wirkungsvoll unterstreicht.

In Gottesdiensten und kirchlichen Adventsfeiern mit Kindern hat das Lied „Tragt in die Welt nun ein Licht“ einen festen Platz. Dass es schlicht und ohne anbiedernd zu wirken gestaltet ist, erweist sich als besondere Stärke und zeugt von einer Qualität, die auch über die Zeit hinaus Bestand hat. Tatsächlich lässt sich das Lied mit seiner Lichtthematik jedoch ebenso gut bei Taufen, zu Ostern oder am Epiphaniasfest einsetzen.

Aufnahmen von "Tragt in die Welt nun ein Licht"

Tragt in die Welt nun ein Licht
mit Gesang und Gitarrenbegleitung

von: "taub + katholisch“ Katholische Seelsorge in Deutscher Gebärdensprache