Schweige und höre (Kanon)
Nr. 148 • Singt Jubilate
- freiTöne /
- Durch Hohes und Tiefes /
- Himmel, Erde, Luft und Meer /
- Kommt atmet auf /
- EG-Regionalteil Nordelbien /
- EGplus /
- Kinderkirchenlieder "Immer und überall" (ELKB)
Aus der Stille oder aus dem Schweigen kann Neues entstehen. Das wusste schon Benedikt von Nursia, auf dessen Ordensregel der knappe Text des Kanons zurückgeht.
Text:
Melodie:
nach einer Melodie von Terrye Coelho Strom (1979)
Landkarte der Liedschöpfer:innen
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Wissenswertes zu "Schweige und höre (Kanon)"
Die Verse wurden von Pater Michael Hermes 1979 aus Worten der Benediktinerregel gebildet. Die Melodie
gestaltete er nach dem kleinen, englischsprachigen Loblied „Father, I adore You“ von Terrye Coelho Strom.
1972 waren Terrye Coelho Strom und ihre Schwester Cathy auf dem Weg nach Newport Beach, um sich die Zeit zu vertreiben; Terrye improvisierte dabei den Song. Er wurde kurz darauf in der Calvary Chapel, Costa Mesa (Kalifornien), zum ersten Mal gesungen.
gesungen. Er verbreitete sich schnell an anderen Orten und wurde in einer Vielzahl von Gesangbüchern
veröffentlicht. Der englische Tune-Name ist „Maranatha“.
Der Text nimmt direkt Bezug auf Worte aus Psalm 34,15 und auf die Ordensregel des Benedikt von Nursia (um
480–547): Schweigen und hören (Kapitel 6, Satz 6), Neige das Ohr deines Herzens (Prolog, Satz 1), Suche den
Frieden (Prolog, Satz 17). Zur Melodie des Kanons gibt es einen weiteren Text „Ich will dir danken“ von Franz-Reinhard Daffner, 1984. Dieser stellt biblische Bezüge zu 2. Mose 33,17 her.
Der Kanon in einem dreizeiligen reimlosen Formschema aa’b, mit 5.7.5 Silben und einem Tonumfang von 7 Tönen ist schlicht gebaut. Die Melodie entfaltet sich ruhig und in ihrer Abfolge vorhersehbar. Sie hat eine zuversichtliche Ausstrahlung in einem harmonisch einfachen Dur-Gewand.
„Dass Stille und Schweigen im Gottesdienst wichtig sind, ist in neuerer Zeit wieder vermehrt entdeckt worden. Der sehr einfach zu singende Kanon kann eine solche Phase einleiten oder eine Feier eröffnen, die der Stille Raum gibt“ (Andreas Marti) . 1 Die beiden Textunterlegungen eröffnen einen vielseitigen Gebrauch im liturgischen Kontext z.B. als Kanon, Gebetsruf, als meditativer Gesang oder zu den Themenfeldern Loben und Danken, Angst, Vertrauen und Geborgenheit, Friede und Gerechtigkeit. Der Kanon ist für das generationenübergreifende Singen bestens geeignet und bietet auch für das Singen in einer Kindergruppe viele Entfaltungsmöglichkeiten an.
Aufnahmen von "Schweige und höre (Kanon)"
Schweige und höre (Kanon)
mit Gesang und Gitarrenbegleitung
Sabina Schmid-Ruhstaller & Dominik Meier
aus: CD "Im Samen der Baum"
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Impulse aus der Reihe KIRCHE IM SWR
Thomas Weißer lädt ein, die Kraft der Stille neu zu entdecken. Er beginnt mit einem Blick auf die Schöpfung: Am Anfang waren Stille, Leere, Dunkel – und dann war da eine Stimme, die sprach: „Es werde“ – und alles nahm seinen Lauf. Gerade diese Stille ist es, die das Lied „Schweige und höre, neige deines Herzens Ohr, suche den Frieden“ in den Mittelpunkt stellt.
Quelle: www.kirche-im-swr.de
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