Laudate omnes gentes (Taizé)
Nr. 181.6 •
Evangelisches Gesangbuch
Nr. 184 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
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Die schlichte Melodie in Verbindung mit einer fein nuancierten Harmonik hat diesen Psalmspruch zu einem der prägendsten Taizé-Gesänge werden lassen. Seine Wirkung als meditativer Klangraum entfaltet sich jedoch nur, wenn er ruhig, nicht zu schnell und über einen längeren Zeitraum wiederholt gesungen wird.
Text:
Psalm 117,1
Melodie:
Satz:
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Wissenswertes zu "Laudate omnes gentes (Taizé)"
„Laudate omnes gentes“ wurde 1978 auf Bitten von Frère Roger Schutz komponiert. Der Psalm- und Singspruch erschien erstmals in der Sammlung „Canons, litanies et répons de Taizé 3. Chanter l’esprit“, Taizé 1978. Seitdem findet er sich durchgehend in allen Taizé-Liederbüchern sowie in zahlreichen Gesangbüchern wieder.
Der lateinische Text (nach der Vulgata) fußt auf dem ersten Vers des 117. Psalms, wobei die erste Zeile leicht verändert wurde. Auch in der deutschen, singbaren Übertragung ist der zweite Teil dieses Verses in abgewandelter Form wiedergegeben. Der 117. Psalm gehört zu den sechs Hallel-Psalmen (Lobliedern), die im Judentum beim Pessachfest – insbesondere während der Schlachtung der Passahlämmer – gesungen wurden und an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten erinnern.
Der Taizé-Gesang ist formal sehr klar und eingängig gestaltet. Er besteht aus zweimal vier Takten, die sich jeweils in zwei Zweitaktgruppen gliedern. Die Melodik entfaltet sich aus der Harmonik der Grund- und Nebenstufen. Der Tonumfang der Melodie bleibt innerhalb einer Quinte und wirkt durch die wiederholte Abfolge der Abschnitte besonders meditativ.
Der Gesang eignet sich besonders gut als Antwortgesang nach einer Schriftlesung. Seine Einordnung im Evangelischen Gesangbuch unter den liturgischen Gesängen in der Rubrik „Lobruf“ sowie seine Nähe zum „Halleluja“ unterstreichen diese Funktion. Im eigentlichen Sinn ist er jedoch weniger ein triumphierender Lobgesang als vielmehr eine Meditations- und Gebetsübung.
Als „stilles“ Lob, als sich wiederholende Übung zur Gottseligkeit (praxis pietatis), will der Gesang verinnerlicht werden. Diese Wirkung kann er nur entfalten, wenn er nicht zu schnell gesungen wird. Das Lied lässt sich zudem durch instrumentale Begleitung unterstützen und durch Sologesang erweitern.
Aufnahmen von "Laudate omnes gentes (Taizé)"
Laudate omnes gentes
mit Chor und Klavierbegleitung
Rundfunkchor Berlin, Leitung: Simon Halsey
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