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Hallelu', hallelu', hallelu', halleluja

Nr. 17 • Kommt atmet auf
Nr. 208 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

  • Durch Hohes und Tiefes /
  • EGplus /
  • Kinderkirchenlieder "Immer und überall" (ELKB)

Dieses Lied lädt zu einer kleinen Weltreise ein – ein fröhlicher, belebender Halleluja-Gesang, der sich für fast jede Gelegenheit zum gemeinsamen Singen eignet.

Text:

überliefert, vor 1968

Melodie:

überliefert, vor 1968

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Wissenswertes zu "Hallelu', hallelu', hallelu', halleluja"

Die vermutlich erste Veröffentlichung findet sich im Liederbuch „Mundorgel“ (Ausgabe 1968). Dieses handliche Taschenliederbuch für Zeltlagerfreizeiten wurde vom Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) erstmals 1953 herausgegeben. Die preisgünstige Ausgabe erreichte eine enorme Verbreitung: Ende der 1970er-Jahre besaßen bereits viele Millionen Jugendliche ein Exemplar und das Buch setzte sich auch im schulischen Musikunterricht durch. Dies dürfte die Verbreitung von „Hallelu-, hallelu“ wesentlich begünstigt haben, sodass es seit den 1970er-Jahren in Kinder- und Familiengottesdiensten, auch im ökumenischen Bereich, weit verbreitet ist.

Der Liedtext ist minimalistisch: „Halleluja, preiset den Herrn.“ Dabei ist „Preiset den Herrn“ lediglich die deutsche Übersetzung des hebräischen Lobrufs „Halleluja“. Die spielerische Wiederholung und Verkürzung des Rufes zu „Hallelu-, hallelu-, hallelu-, halleluja“ war für die Entstehungszeit neuartig. Bereits in der mutmaßlich ersten Veröffentlichung in der „Mundorgel“ erscheint die Übersetzung von „Halleluja“ in zahlreichen, auch außereuropäischen Sprachen, sodass aus dem kurzen Text quasi ein Strophenlied in verschiedenen Sprachen werden kann. Auch ohne besondere Fremdsprachenkenntnisse der Singenden lässt sich das Lied problemlos um weitere vorgeschlagene Sprachen erweitern.

Das gesungene Halleluja hat einen festen Platz im Gottesdienst und ist in allen christlichen Kirchen als Jubelruf und Freudengesang liturgisch verankert. Die Melodie besteht aus vier Teilen zu je vier Takten (Schema: a a b b′). Der von unten ansetzende Auftakt verleiht Schwung, die Punktierungen lassen das Lied schwingen und pulsieren. Harmonisch ist es schlicht gebaut und lässt sich hervorragend mit den drei Grundakkorden begleiten, was seine große Verbreitung begünstigt haben dürfte.

Aufgrund seiner vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten ist das Lied besonders in Gottesdiensten und Unterrichtsformen mit Kindern und Familien weit verbreitet. Bewährt hat sich die Idee, die beiden Textzeilen mit unterschiedlichen Aktionen zu verbinden. Am verbreitetsten ist bis heute – auch nach über 50 Jahren – die Praxis, dass jeweils eine Gruppe beim entsprechenden Textteil („Halleluja“/„Preiset den Herrn“) aufsteht. So wird das Lied ganzheitlich erlebt.