Freue dich, Welt
Nr. 129 •
Kommt atmet auf
Nr. 52 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
Dieses Lied verbreitet festliche Weihnachtsstimmung und verbindet Menschen weltweit. Seine Melodie geht auf eine ältere Weise zurück, die von einem bedeutenden englischen Hymnendichter bearbeitet wurde. Motive daraus griff auch Georg Friedrich Händel auf und verarbeitete sie musikalisch weiter.
Text:
Melodie:
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Wissenswertes zu "Freue dich, Welt"
Der englische Text stammt von Isaac Watts, der mehr als 750 Kirchenlieder verfasste. In Verbindung mit der älteren Melodie und der Fassung von Lowell Mason wurde daraus eines der weltweit populärsten Weihnachtslieder. Die deutsche Übersetzung stammt von Annette Sommer (1985). Über das bayerische Beiheft zum Evangelischen Gesangbuch „Kommt, atmet auf“ fand es Eingang in das neue Evangelische Gesangbuch.
In „Joy to the World“ und seiner dem Original folgenden deutschen Übertragung „Freue dich, Welt“ klingt der Heroldsruf des himmlischen Boten über Bethlehems Feldern fort, der in der Weihnachtsbotschaft der christlichen Kirchen unzählige Male erneuert und entfaltet worden ist: „Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird …“ (Lk 2,10). In den Lobgesang über das Erscheinen des Messias, einst von der „Menge der himmlischen Heerscharen“ (Vers 13) und den heimkehrenden Hirten gesungen (Vers 20; Strophe 1), stimmen Menschen und ihre geschöpfliche Mitwelt ein (Strophe 2). Den über der gefallenen Welt liegenden Fluch verdrängt der Segen (Strophe 3), den der mit Wahrheit und Gnade, Gerechtigkeit und Liebe regierende Herrscher schenkt (Strophe 4).
Attribute wie „fröhlich“ und „festlich“, aber auch „würdevoll“ oder „glänzend“ beschreiben die Wirkung dieser Melodie. Besonders beliebt ist ihr Vortrag durch Posaunenchöre oder im festlich registrierten Orgel-Tutti. Am Anfang steht eine den Oktavraum abwärts durchmessende, rhythmische Fanfare mit einer aufsteigenden Beantwortung von der Quinte zur Oktave – eine akustische Manifestation des vom Himmel her auf Erden erscheinenden Messias und seines feierlichen Empfangs. Alles Weitere entfaltet sich innerhalb dieses Klangraums: zunächst in einer weitgehend linearen Abwärtsbewegung von der Oktave zur Terz, dann in einem Motiv mit vier Tonwiederholungen, das stufenweise von der Terz zum Grundton führt, von dort zur Oktave springt und schließlich in Einzelschritten zum Grundton zurückkehrt. Die zugrunde liegende ältere Melodie wurde von Lowell Mason bearbeitet; ihre Motive wurden mehrfach von Georg Friedrich Händel aufgegriffen und weiterverarbeitet.
Das Lied eignet sich besonders für Weihnachtsgottesdienste, in denen die Geburtsgeschichte Jesu gelesen wird, ebenso für Gemeindefeiern in der Weihnachtszeit – zumal, wenn internationale Gäste anwesend sind.
Aufnahmen von "Freue dich, Welt"
Freue dich, Welt
mit Frauenchor und Orgelbegleitung
Vocalensemble Cantica an St. Johannis Würzburg, Musikalische Leitung und Orgel: Hae-Kyung Jung
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