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Der Lärm verebbt

Nr. 19 • freiTöne
Nr. 13 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

  • Durch Hohes und Tiefes /
  • Himmel, Erde, Luft und Meer /
  • Gotteslob /
  • Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder /
  • EG-Regionalteil Baden-Pfalz-Elsass-Lothr. /
  • EG-Regionalteil Nordelbien /
  • EG-Regionalteil Pfalz /
  • Singt Jubilate

Wie ein sanft wiegender Fluss trägt die melancholische Melodie dieses schwedischen Abendliedes den Singenden zu Ruhe, Einkehr und Gebet. Dabei steht die Bitte um Frieden und Gerechtigkeit, gerade auch für alle Menschen, die schwere Lasten zu tragen haben, im Mittelpunkt.

Text:

Jürgen Henkys (*1929–†2015)

nach dem schwedischen "Nu sjunker bullret" von Lars Thunberg 1973

Melodie:

schwedische Volksweise

Satz:

Beate Besser (*1963), 2016

nach einem Klaviersatz von Harald Göransson

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Wissenswertes zu "Der Lärm verebbt"

Die schwedische Erstveröffentlichung des Liedes erfolgte im „svenska psalmboken“ von 1986. Die erste Veröffentlichung des Liedes mit einer Textübertragung von Jürgen Henkys erfolgte darauf im Gesangbuch-Regionalteil von Baden/Elsass/Lothringen (1995). Seit dem Erscheinen im Kirchentagsliederheft des ersten Ökumenischen Kirchentags 2003 in Berlin „gemeinsam unterwegs“, wurde das Lied in zahlreiche Liederbücher und -sammlungen aufgenommen.

Die Textsprache der deutschen Übertragung nimmt in ganz natürlicher Art und Weise die Betonungsmuster der Melodie auf. Schlicht und ergreifend singen die beiden Strophen dieses Abendliedes die Ruhe nach einem langen Tag herbei. Über Innerlichkeit und persönliche Einkehr hinaus wird in der zweiten Strophe proklamiert, dass die Last für alle leichter wird. In der Ruhe des Abends erbittet das Lied den Frieden für die Welt und ruft dazu auf, dass sich Menschen dort einsetzen, wo es der Frieden schwer hat.

Ein langsamer Dreiertakt und eine eher melancholische Melodie in G-Moll sorgen in wiegendem Auf und Ab für ein abendliches Flair. Mit einem Quartsprung beginnend, wird der Klangraumraum bis zur Oktave erweitert, um für den Ausklang zum Grundton zurückzukehren. Der melodische Höhepunkt liegt in der Mitte der Strophe (1. Strophe: „Gott segne alle“). In einigen Ausgaben ist ein vierstimmiger Satz abgedruckt. Hierbei kann die Begleitung auch gesummt oder auf Tonsilben gesungen werden und so den fließenden Melodiegang ruhig untermalen.

Ein typischer Einsatzort für das Lied ist eine Abendandacht oder ein Abendgebet. Denkbar wäre auch, die beiden Strophen als Begleiter durch den Tag zu singen. Denn sie lassen wissen, dass am Ende des Tages zwar nicht alles getan sein wird, aber die Hoffnung besteht, dass die Nacht Kraft für den neuen Tag schenkt.

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Impulse aus der Reihe KIRCHE IM SWR

“Wenn der Tag morgens startet, dann geht es für manche Menschen oft nur darum, die nächsten Stunden zu überstehen. Weil ich einsam bin, weil ich unter Druck stehe, weil ich viele Aufgaben erledigen muss, weil ich traurig bin. Schon am Morgen hoffe ich auf den Abend. Hoffe, dass der Lärm des Tages verebbt, dass ich zur Ruhe komme, dass ich alles erledigt habe, dass ich Besuch hatte oder gute Gespräche führen konnte. Das Abendlied Der Lärm verebbt erzählt von dieser Ruhe nach einem langen Tag.” So beginnt die Liedandacht von Thomas Weißer aus Budenheim. Weiterlesen oder Anhören?

 

 

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Quelle: www.kirche-im-swr.de