Bleibet hier und wachet mit mir (Taizé)
Nr. 585 •
EG-Regionalteil Rheinland-Westfalen-Lippe
Nr. 27 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
- EG-Regionalteil Kurhessen-Waldeck /
- Kinderkirchenlieder "Immer und überall" (ELKB) /
- EG-Regionalteil Hessen-Nassau
Grundlage des Gesangs ist die biblische Erzählung von Jesus im Garten Gethsemane. Eindringlich werden die Jünger und damit auch wir zum gemeinsamen Gebet an Jesu Seite und zur Wachsamkeit aufgerufen. Spannungsvoll verstärkt die Tongebung den Liedtext, welcher in 15 Sprachen singbar ist.
Text:
Taizé nach Matthäus 26,38
Melodie:
Satz:
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Wissenswertes zu "Bleibet hier und wachet mit mir (Taizé)"
„Bleibet hier“ ist einer der älteren Gesänge aus Taizé. Wahrscheinlich Ende der 1970er Jahre entstanden, erschien das Lied wohl erstmalig in „Gesänge aus Taizé“ (Textheft zur MC), Taizé 1981. Seitdem findet es sich durchgehend in allen Taizé-Liederbüchern und zahlreichen Gesangbüchern.
Grundlage der Verse ist die Geschichte von Jesus in Gethsemane (Mt 26, 36-46, auch Mk 14, 32-42). Berthier verbindet dabei zwei Worte und Gedanken Jesu: Die Bitte an die Jünger, an seiner Seite zu bleiben und zu wachen, sowie die nochmalige Aufforderung, zu wachen und zu beten. Der stärkste Imperativ gilt dem Beten, auf dass die Jünger nicht in Versuchung fallen (vgl. das „Vater unser“), d.h. im Glauben an Gott stark bleiben. Der Liedruf ist in 15 Sprachen singbar: Englisch (Stay with me), portugiesisch (Permanece junto de Mim), spanisch (Velaré contigo Señor), polnisch (Zostan tu), slowenisch (Bodi tu), tschechisch (Zůstaňte a bděte), litauisch (Likite), estnisch (Siia jää), kroatisch (Ostani tu i uza), albanisch (Rriniktu e prisni me mu), russisch, ukrainisch, Suaheli (Kaa hapa pamoja) und italienisch (Resa qui).
Die Melodie mit dem dazugehörigen Satz ist für die Gesänge aus Taizé charakteristisch. Sie verbreitet in einer vierstimmigen Aussetzung Ruhe, ist auch für ungeübte Sängerinnen leicht erlernbar und kann gut mit oder ohne begleitendes Instrumentarium gesungen werden. Im Vier-Viertel-Takt komponiert, verläuft sie in drei ruhigen Bögen. Für den ersten Bogen werden nur zwei benachbarte Töne verwendet: Der 3. und der 2. Ton der zugrunde liegenden Molltonleiter, wobei die Terz der wichtigere ist und damit den wehmütigen Charakter unterstreicht. Im zweiten Bogen dehnt sich die Melodie rhythmisch und weicht in die parallele Durtonart aus, bevor – mit denselben Worten unterlegt – im dritten Bogen die Dominanttonart erreicht wird und damit der Gesang in der Schwebe gehalten wird, auf dass sich eine Wiederholung anbietet. Wesentlich für den Ausdruck des Textes wie der Musik sind die in den Ausgaben fast immer beigefügten dynamischen Bezeichnungen, d.h. die Lautstärke, die von Berthier beabsichtigt ist: Am Anfang leise, dann ein Crescendo bis zum lauten, ersten „betet“ und schließlich ein Decrescendo bis zum zweiten „betet“.
Das Taizé-Lied bietet sich in besonderer Weise für den Gründonnerstag an, ist aber beliebt bei allen Zusammenkünften zu einem (Taizé-)Gebet und in (Standard-)Gottesdiensten als gliedernder Gesang zum Fürbittengebet. Für das mehrstimmige Singen genügen schon weniger als vier Stimmen, zwei oder drei Stimmen sind ausreichend. Mit instrumentaler Begleitung durch Gitarre oder Flöte oder Streichinstrumente wird den Gesängen aus Taizé eine besondere Aura zuteil, auch eine angepasste Orgelbegleitung eignet sich. Soloverse können auf dem gehaltenen Schlussakkord improvisiert werden. „Bleibet hier und wachet mit mir“ ist in 15 Sprachen singbar.
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