Lied vermitteln

Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr

Nr. 382 • Evangelisches Gesangbuch

  • freiTöne
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Idee 9/9

Singanlässe – Singorte

Anmerkungen

Aus der Einordnung in die Rubriken unterschiedlicher Gesangbücher lassen sich zahlreiche Verwendungsbereiche ablesen: Leben aus dem Glauben, Vertrauen und Trost, Angst und Vertrauen, Vertrauen und Bitte, Anrufung, Schuldbekenntnis und Vergebung, Gnade und Umkehr, Bitte und Fürbitte, Tod und Sterben. Die Strophen 1–2 können als Bußgebet vor dem Kyrie, die Strophe 3 als Gnadenzusage in vielfältigen Gottesdiensten sinnvoll eingesetzt werden.

 

Idee: Christian Finke

Idee 8/9

„Komm du mir entgegen" – ein leichtes Ostinato zum Lied

Mit einem leichten zweistimmigen Ostinato-Gesang (siehe Anlage) wird das Lied begleitet. Die Melodie beginnt auf dem zweiten Schlag des ersten Taktes. Wenn Männerstimmen anwesend sind, sollten von diesen auch welche die Ostinato-Stimmen singen (mindestens die tiefe). Der Schluss kann „offen“ klingend stehenbleiben. Wer eine stärkere Schlusswirkung bevorzugt, lässt die Ostinato-Stimmen noch einmal „Komm“ singen (und aushalten).

 

Idee: Ulf Pankoke

Idee 7/9

Choralandacht

aus der Reihe des WDR 3

Darf ein Lied Gott auch Zweifel und Klage entgegenhalten? Die Choralandacht zeigt, wie die sanfte Melodie den heftigen Fragen nach Leid, Tod und Gottes Nähe Raum gibt. Sie lädt ein, das Lied als Gebet zu entdecken, das zugleich nach Trost und Frieden sucht.

 

Zum Beitrag

 

Die Choralandachten auf WDR 3 sind kurze, geistlich gestaltete Radiobeiträge, die in der Mediathek des Senders auffindbar sind. In diesen etwa zehnminütigen Sendungen erklingt zunächst ein Choral – ein klassisches Kirchenlied – gefolgt von einem besinnlichen Impuls aus Kirche und Glaube.

Idee: Titus Reinmuth,  Christian Casdorff

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Idee 6/9

Eine Liedpredigt

Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“

Michael Heymel folgt dem Bild der Hände durch alle drei Strophen. Angesichts von Verlust und Tod steht ein Mensch mit leeren Händen vor Gott, fragt und zweifelt. Dem stellt das Lied das Bild von Gottes Hand gegenüber, in die der Mensch eingeschrieben ist. Die Predigt führt so vom Rufen nach Trost zu einem Vertrauen, das im letzten Satz des Liedes Ausdruck findet: Gott gibt Atem zum Leben und Beten. Die Strophen werden zwischen den Predigtteilen gesungen und können gemeinsam als Gebet erlebt werden.

 

Zur Liedpredigt

Idee: Michael Heymel

Idee 5/9

Im Mittelpunkt dieses Liedes stehen Fragen – Eine Liedeinführung

Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“

Der Liedtext eröffnet mit einem eindrücklichen Bild: leerstehende Hände vor Gott – ein Symbol menschlicher Ohnmacht, Verwundbarkeit und zugleich Hoffnung. Ilsabe Seibt und Martin Evang zeigen, wie das Lied Zweifel, die Erfahrung des Todes und die Fremdheit Gottes offen ausspricht. Es bietet keine schnellen Antworten, sondern führt vom Fragen zum Ruf nach Gottes Nähe. Am Ende steht eine vorsichtige Gewissheit: Auch wer mit leeren Händen kommt, kann im Gebet Halt finden. Eine Liedeinführung, die dazu einlädt, Glauben und Zweifel gemeinsam zur Sprache zu bringen.

 

Zur Liedeinführung

Idee: Martin Evang,  Ilsabe Seibt

Idee 4/9

Zur Entstehung seines Liedes - Persönlicher Einblick von Lothar Zenetti in die Entstehung der deutschen Textfassung

Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“

Lothar Zenetti erzählt, wie ihn die Texte von Huub Oosterhuis in den frühen 1970er-Jahren faszinierten. Für seine Gemeinde und besonders für Jugendgottesdienste begann er, einige der niederländischen Lieder zu übertragen. Seine kurze Erinnerung führt auch nach Amsterdam, zu Gottesdiensten, die ihm mit diesem Lied verbunden blieben. Ein persönlicher Einblick in die Entstehung der deutschen Textfassung.

 

Zur Liedeinführung

 

Könnte dieser Impuls ein interessanter Auftakt für eine Liedvorstellung oder ein Gespräch über das Lied werden? 

Idee: Lothar Zenetti

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Idee 3/9

Meine leeren Hände

Ein Gebet

Guter Gott,
Du sagst mir zu: In Deiner Hand bin ich geborgen. Und ich spüre, dass ich Dir meine Hand reichen darf. Doch wenn ich komme, habe ich oft das Gefühl: „Ich steh ich vor dir mit leeren Händen“.

 

Wenn ich auf mein Leben blicke, dann sehe ich vieles, was unzureichend ist, zerbrochen. Ich spüre meine Fehler, mein Unvermögen. Die Zerbrechlichkeit des Lebens, meine geringe Kraft. Ich spüre die vielen Zweifel, die mich umtreiben. Meine Sorgen und Fragen um das Morgen, um die ungewisse Zukunft.

 

Ich steh vor Dir mit leeren Händen, Gott.
Mein Leben fühlt sich klein an.
Dies Wunder, dass Du dennoch da bist,
ansprechbar, nahbar für mich.

 

Meine leeren Hände,
ich halte sie Dir entgegen, Gott.
Meine Sehnsucht nach Leben.
Meine Fragen nach Zukunft.
Mein Hoffen auf Dein Wort.

 

Ich bitte dich, lass mich spüren,
dass Du es bist, der meine Hände füllt.
Jeden Tag neu will ich Dir wiederbringen,
was ich empfangen habe.

 

Aus: „500 Jahre Evangelisches Gesangbuch“. Hrsg. vom Verband Evangelische Kirchenmusik in Württemberg. München: Strube Verlag, 2023/24.

Idee: Kristina Sänger

Idee 2/9

Das Wochenlied im evangelischen Gottesdienst

Liturgischer Kalender

Dieses Lied ist als Wochenlied für den ersten Sonntag nach Trinitatis vorgesehen.

Das Wochenlied – früher auch Graduallied genannt – ist ein zentraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Es gehört neben dem Psalm, dem Wochenspruch und den Lesungstexten zum Proprium des jeweiligen Sonn- oder Feiertages, also zu den wechselnden Stücken eines Gottesdienstes.

Das Wochenlied steht in engem inhaltlichen Zusammenhang mit den biblischen Lesungen und dem theologischen Schwerpunkt des jeweiligen Tages. Es vertieft und deutet die Botschaft des Sonntags auf musikalische Weise.

In der Regel werden zwei Lieder als Auswahl vorgeschlagen.

Mehr erfahren zur Prägung des jeweiligen Sonn- bzw. Feiertages und zum Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wochenlied?

 

Zum Liturgischen Kalender

Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de | Herausgeber: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)

Idee: Martina Hergt

Idee 1/9

Theologie trifft Musik: Lieder im Gespräch

Ein Beitrag aus der Reihe "Der Wochenliederpodcast"

Bin ich nur ein Gott der nahe ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott, der ferne ist? (siehe Jeremia 23,23). So heißt es in der alttestamentlichen Lesung für den ersten Sonntag nach Trinitatis. Und das könnte auch die Überschrift zum Wochenlied "Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr" sein. Es geht sehr existentiell zu in diesem Lied. Statt vollmundiger Bekenntnisse gibt es Fragen und zögernde Annäherungen. Das gefällt uns gut.

 

Im Wochenliederpodcast der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens nehmen sich eine Kirchenmusikerin und eine Theologin in jeder Folge eines der evangelischen Wochenlieder vor. Sie sprechen über Geschichte, Melodie und Text des Liedes und geben Anregungen, wie es im Gottesdienst eingesetzt werden kann. Gesprächspartnerinnen sind Martina Hergt von der Arbeitsstelle für Kirchenmusik in Sachsen und Kathrin Mette von der Sächsischen Ehrenamtsakademie. Gelegentlich begrüßen sie auch Gäste im Wochenliederpodcast.

Idee: Martina Hergt,  Kathrin Mette,  Magdalena Herbst

Landkarte der Liedschöpfer*innen

Zur Landkarte
Idee 1/1

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