Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
Nr. 382 • Evangelisches Gesangbuch
- freiTöne
Singanlässe – Singorte
Anmerkungen
Aus der Einordnung in die Rubriken unterschiedlicher Gesangbücher lassen sich zahlreiche Verwendungsbereiche ablesen: Leben aus dem Glauben, Vertrauen und Trost, Angst und Vertrauen, Vertrauen und Bitte, Anrufung, Schuldbekenntnis und Vergebung, Gnade und Umkehr, Bitte und Fürbitte, Tod und Sterben. Die Strophen 1–2 können als Bußgebet vor dem Kyrie, die Strophe 3 als Gnadenzusage in vielfältigen Gottesdiensten sinnvoll eingesetzt werden.
Idee:
„Komm du mir entgegen" – ein leichtes Ostinato zum Lied
Mit einem leichten zweistimmigen Ostinato-Gesang (siehe Anlage) wird das Lied begleitet.
Die Melodie beginnt auf dem zweiten Schlag des ersten Taktes.
Wenn Männerstimmen anwesend sind, sollten von diesen auch welche die Ostinato-Stimmen singen (mindestens die tiefe).
Der Schluss kann „offen“ klingend stehenbleiben.
Wer eine stärkere Schlusswirkung bevorzugt, lässt die Ostinato-Stimmen noch einmal „Komm“ singen (und aushalten).
Quelle: Eingesendet von Ulf Pankoke
Idee:
Im Mittelpunkt dieses Liedes stehen Fragen – Eine Liedeinführung
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“
Der Liedtext eröffnet mit einem eindrücklichen Bild: leerstehende Hände vor Gott – ein Symbol menschlicher Ohnmacht, Verwundbarkeit und zugleich Hoffnung. In drei Strophen werden Fragen nach Zukunft, Sinn und Gottes Nähe gestellt. Das vorliegende Impuls bietet eine kompakte Einführung mit theologischer Kommentierung und Liedanalyse – ideal zur Vorbereitung von Gottesdiensten, Gemeindearbeit oder zur persönlichen Beschäftigung mit dem Lied.
Idee: , 
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Liedeinführung des Liedautors
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“
Der Liedtexter Lothar Zenetti erzählt persönlich von der Entstehung seines Liedes und seiner Intention.
Könnte dieser Impuls ein interessanter Auftakt für eine Liedvorstellung oder -vertiefung werden?
Idee:
Choralandacht
aus der Reihe des WDR 3
Mit seiner behutsamen Annäherung an das Lied lädt uns der Autor dieser Choralandacht ein, innezuhalten und Text, Melodie sowie die Entstehungsgeschichte dieses besonderen Werkes nachzuspüren.
Lass Dich von dieser Anregung inspirieren – vielleicht entsteht daraus Deine eigene Liedandacht.
Die Choralandachten auf WDR 3 sind kurze, geistlich gestaltete Radiobeiträge, die in der Mediathek des Senders auffindbar sind. In diesen etwa zehnminütigen Sendungen erklingt zunächst ein Choral – ein klassisches Kirchenlied – gefolgt von einem besinnlichen Impuls aus Kirche und Glaube.
Quelle: www.kirche-im-wdr.de
Idee:
Meine leeren Hände
Ein Gebet
Guter Gott,
Du sagst mir zu: In Deiner Hand bin ich geborgen. Und ich spüre, dass ich Dir meine Hand reichen darf. Doch wenn ich komme, habe ich oft das Gefühl: „Ich steh ich vor dir mit leeren Händen“.
Wenn ich auf mein Leben blicke, dann sehe ich vieles, was unzureichend ist, zerbrochen. Ich spüre meine Fehler, mein Unvermögen. Die Zerbrechlichkeit des Lebens, meine geringe Kraft. Ich spüre die vielen Zweifel, die mich umtreiben. Meine Sorgen und Fragen um das Morgen, um die ungewisse Zukunft.
Ich steh vor Dir mit leeren Händen, Gott.
Mein Leben fühlt sich klein an.
Dies Wunder, dass Du dennoch da bist,
ansprechbar, nahbar für mich.
Meine leeren Hände,
ich halte sie Dir entgegen, Gott.
Meine Sehnsucht nach Leben.
Meine Fragen nach Zukunft.
Mein Hoffen auf Dein Wort.
Ich bitte dich, lass mich spüren,
dass Du es bist, der meine Hände füllt.
Jeden Tag neu will ich Dir wiederbringen,
was ich empfangen habe.
Aus: „500 Jahre Evangelisches Gesangbuch“. Hrsg. vom Verband Evangelische Kirchenmusik in Württemberg. München: Strube Verlag, 2023/24.
Idee:
Du möchtest mehr über dieses Lied erfahren?
Lied entdeckenDas Wochenlied im evangelischen Gottesdienst
Liturgischer Kalender
Dieses Lied ist als Wochenlied für den ersten Sonntag nach Trinitatis vorgesehen.
Das Wochenlied – früher auch Graduallied genannt – ist ein zentraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Es gehört neben dem Psalm, dem Wochenspruch und den Lesungstexten zum Proprium des jeweiligen Sonn- oder Feiertages, also zu den wechselnden Stücken eines Gottesdienstes.
Das Wochenlied steht in engem inhaltlichem Zusammenhang mit den biblischen Lesungen und dem theologischen Schwerpunkt des jeweiligen Tages. Es vertieft und deutet die Botschaft des Sonntags auf musikalische Weise.
In der Regel werden zwei Lieder als Auswahl vorgeschlagen.
Mehr erfahren zur Prägung des jeweiligen Sonn- bzw. Feiertages und zum Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wochenlied?

Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de | Herausgeber: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)
Idee:
Theologie trifft Musik: Lieder im Gespräch
Ein Beitrag aus der Reihe "Der Wochenliederpodcast"
Bin ich nur ein Gott der nahe ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott der ferne ist? (Jeremia 23,23). So heißt es in der alttestamentlichen Lesung für den ersten Sonntag nach Trinitatis. Und das könnte auch die Überschrift zum Wochenlied "Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr" sein. Es geht sehr existentiell zu in diesem Lied. Statt vollmundiger Bekenntnisse gibt es Fragen und zögernde Annäherungen. Das gefällt uns gut.
Im Wochenliederpodcast der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens nehmen sich eine Kirchenmusikerin und eine Theologin in jeder Folge eines der evangelischen Wochenlieder vor. Sie sprechen über Geschichte, Melodie und Text des Liedes und geben Anregungen, wie es im Gottesdienst eingesetzt werden kann. Gesprächspartnerinnen sind Martina Hergt von der Arbeitsstelle für Kirchenmusik in Sachsen und Kathrin Mette von der Sächsischen Ehrenamtsakademie. Gelegentlich begrüßen sie auch Gäste im Wochenliederpodcast.
Idee: ,  , 
Eine Liedpredigt
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“
Dr. Michael Heymel schreibt: " … Der Niederländer Huub Oosterhuis, einer der bedeutendsten dichter geistlicher Lieder unserer Zeit, hat 1969 ein Lied geschrieben, das anfängt mit den Worten: „Ik sta voor U in tegte en gemis.“ Eine deutsche Nachdichtung von Lothar Zenetti steht in unserem Gesangbuch und wurde auch ins neue katholische „Gotteslob“ übernommen: „Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr“. Dieses Lied gibt der Sehnsucht nach Gott Ausdruck, es spricht aus dem Geist der Bibel in unserer Sprache zu uns. Oosterhuis nimmt die Suchenden wahr und verleiht ihrer Sehnsucht Sprache. Sein Lied beschriebt die Situation eines gläubig suchenden Menschen: „Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen!“. Ein Praxisbeitrag für Gottesdienst oder Andacht.
Idee:
