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Hevenu schalom alejchem | Wir wünschen Frieden euch allen

Nr. 433 • Evangelisches Gesangbuch

  • Kinderkirchenlieder "Immer und überall" (ELKB)

Mit seiner schwungvollen Melodie lädt dieses jüdische Lied zum Mitsingen und Mittanzen ein. Die wenigen hebräischen Worte sind schnell gelernt und verbinden die Singenden in einem Friedenswunsch, der in der deutschen Fassung die ganze Welt einschließt. Zugleich erinnert das Lied an die Verbundenheit des christlichen Glaubens mit dem Judentum.

Text:

Traditional aus Israel

Melodie:

Traditional aus Israel

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Wissenswertes zu „Hevenu schalom alejchem | Wir wünschen Frieden euch allen“

Das aus Israel stammende Friedenslied ist ein chassidisches Tanzlied. Der Chassidismus ist eine religiöse Bewegung im Judentum, die im 18. Jahrhundert in Osteuropa entstand. Sie betont die Nähe zu Gott im Alltag sowie Freude, Gebet und Gemeinschaft. Musik und Tanz spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie können Ausdruck des Glaubens und der Verbundenheit mit Gott sein.

Verfasser und Entstehungszeit dieses Liedes sind unbekannt. Es wurde 1942 in Song of Zion in New York erstmals abgedruckt und mit deutscher Übersetzung veröffentlichte 1962 in Godesberg in der Liedersammlung Der Turm. Sechster Teil veröffentlicht.

Der Kernbegriff des Liedes ist das Wort „Schalom“ oder „Friede“. In alttestamentlichen Zusammenhängen wird es oft gebraucht, etwa im Aaronitischen Segen (Num 6,26) oder bei Jes 9,6. Auch im Neuen Testament verwendet der Rabbiner Jesus diesen Begriff als jüdischen Gruß: „Friede sei mit euch“ (Lk 24,36; Joh 14,27; Lk 2,14 u. a.). Die deutsche Fassung weitet den Friedenswunsch von „euch allen“ auf „alle Welt“ aus, während der hebräische Text durchgehend bei „alejchem“ bleibt. Damit erinnert die Übertragung auch an das altkirchliche „Da pacem“ (siehe auch EG 421: „Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten …“).

 

Das Lied eignet sich als Friedensgruß zum Abschluss des Gottesdienstes und bringt zugleich die Hoffnung auf weltweiten Frieden zum Ausdruck. Damit hat es auch eine politische Dimension. „So formuliert ist das Lied ein Segenswunsch für andere, im Wissen darum, dass die Menschen nicht ohne Gottes Hilfe Frieden zu anderen bringen können“ (Karl Christian Thust: Die Lieder des Evangelischen Gesangbuchs. Bärenreiter, S. 333.)

Vier Phrasen von jeweils zwei Takten gliedern die Melodie übersichtlich. Jede Phrase beginnt mit einem Auftakt aus drei Achtelnoten, der dem Lied einen schwungvollen Charakter verleiht. Die aufsteigenden Dreiklangsbrechungen laden zur Bewegung ein. Die Melodie ist eingängig und von einer lebendigen, tänzerischen Rhythmik geprägt. In der Schlusszeile verdichtet die dreimalige Wiederholung des Wortes „Schalom“ den Friedenswunsch und führt die Melodie zu einem entschiedenen Abschluss. Harmonisch bewegt sich das Lied in den Grunddreiklängen einer einfachen Molltonalität.

Mit seinem schwungvollen Charakter lädt das Lied unmittelbar zum Mitsingen ein. Text und Melodie sind leicht einzuprägen und lassen sich gut auswendig singen. So können sich die Singenden einander zuwenden und Gemeinschaft erleben.

 

Die klare musikalische Struktur bietet Raum für einfache Tanzschritte und gemeinsame Bewegungen. Das spricht Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen an und macht das Lied besonders für generationenübergreifende Gruppen geeignet.

 

Seine jüdische Herkunft bietet zudem einen Anlass, die Verbundenheit des christlichen Glaubens mit dem Judentum ins Bewusstsein zu rufen.

Liedrecherche: Ute Springer und Martina Hergt

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Groß und Klein, ihr seid herzlich eingeladen, einfach mitzusingen! Das Lied „Hevenu schalom“ ist leicht zu lernen. Hört zunächst kurz zu und stimmt dann gemeinsam ein – ganz gleich, ob leise oder laut. Es kommt nicht darauf an, jeden Ton richtig zu treffen. Entscheidend ist die Freude am gemeinsamen Singen! 

 

Weitere Animationen zum Wimmelbild „Wo man singt …“ und Singideen zu den Liedern des AchtKINDERliederbuchs laden zum Mitmachen ein. Hier kann man mehr erfahren: Acht­KINDER­lieder­buch – Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. (CEK)

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