Ein König voller Pracht | The splendor of the King
Nr. 210 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
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Dieses Lied gehört zu den meistgesungenen Worship-Songs weltweit und ist auch in Deutschland eines der meistgesungenen modernen Lobpreislieder, insbesondere im freikirchlichen Kontext.
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Wissenswertes zu "Ein König voller Pracht | The splendor of the King"
Das Lied entstand im Umfeld der sogenannten Passion Conferences („Passions-Bewegung“ ) in den USA, die sich insbesondere an junge Erwachsene und Studierende richtete. Chris Tomlin schrieb den Song während einer Probenphase, in der er sich mit Psalm 104 und dem Thema der Größe Gottes beschäftigte. Jesse Reeves war Co-Autor.Ed Cash wirkte als Produzent mit und brachte zusätzliche musikalische Ideen ein.
Das Lied zählt zu den bekanntesten Songs der internationalen Worship-Szene und erreichte in zahlreichen Worship-Charts weltweit Spitzenplätze. Es erhielt 2006 und 2008 jeweils Dove Awards als Song of the Year bzw. Worship Song of the Year. Über mehrere Jahre belegte es Platz 1 der CCLI-Charts (größte Lizenzagentur für christliche Lieder weltweit) und wurde in nahezu alle wichtigen internationalen Worship-Songbooks aufgenommen. Laut CCLI gehörte es 2012 zu den meistgesungenen Worship-Songs weltweit.
Auch in Deutschland gilt sowohl die englische als auch die deutschsprachige Fassung als eines der meistgesungenen modernen Lobpreislieder, insbesondere im freikirchlichen Kontext. Es ist in gängigen Liederbüchern erschienen, darunter in der Feiert-Jesus!-Reihe, bei Adonia sowie in In Love With Jesus. Nach CCLI-Auswertungen zählt das Lied auch in Deutschland seit Mitte der 2000er-Jahre kontinuierlich zu den meistgenutzten Worship-Songs.
Das Lied besteht sowohl in der englischen als auch in der deutschen Fassung aus Strophe, Refrain und Bridge. Der englische Text beschreibt in den Strophen Gottes majestätische Herrlichkeit, die im Refrain durch eine zentrale Bekräftigung mit der dreimaligen Wiederholung der Hauptaussage „How great is our God“ verdichtet wird. In der Bridge – dem Zwischengesang zwischen Strophe und Refrain – wird dieses Motiv durch ein erneutes Bekenntnis zur Größe und Überlegenheit Gottes weitergeführt und abgerundet.
Dabei greift das Lied drei zentrale Gedanken auf: Im kosmischen Lobpreis „Let all the earth rejoice“ wird die gesamte Schöpfung in die Anbetung einbezogen. Der eschatologische Gedanke „and all will see“ entwirft eine Vision der zukünftigen Offenbarung Gottes. Die christologische Hoheitsaussage wird schließlich mit „Name above all names“ in Anlehnung an Philipper 2,9 formuliert.
Die deutsche Fassung hält sich inhaltlich eng an das englische Original und betont ebenfalls Lob, Ehre und Größe Gottes. Wie im Original lassen sich drei Hauptgedanken erkennen. Die Majestät und Gegenwart Gottes werden mit „Der König voller Pracht“ in einem etwas traditionelleren Bild ausgedrückt. Ein stärker gemeinschaftlicher Fokus wird durch die Formulierung „ihn preisen wir“ gesetzt, die im Unterschied zu „and all will see“ die gegenwärtige Anbetung der Gemeinde betont. Abschließend wird die bleibende Hoheit Gottes mit „Sein Name sei erhöht“ als Aufforderung zum Lob in eher liturgischer Sprache formuliert. Die deutsche Fassung ist damit eine sinngemäße Übertragung, die an Sprachmelodie und Singbarkeit angepasst ist, zugleich jedoch die zentrale Botschaft des englischen Originals bewahrt: Gottes Größe – Lobpreis – Herrschaft. Der eschatologische Aspekt tritt in der deutschen Version allerdings weniger deutlich hervor.
Beiden Fassungen gemeinsam ist die positive Gotteserfahrung, die in einer einfachen, wiederholenden Form zum Ausdruck kommt und sich dadurch besonders für den gemeinschaftlichen Gesang eignet.
Die gewählte Tonart G-Dur wird gerne im mehr Gitarre betonten Umfeld eingesetzt. Der Tonumfang und die mittlere Stimmlage sind gut geeignet für den Gemeindegesang. In der Strophe bewegt sich die Melodie in Schrittbewegungen mit wenigen Terzsprüngen und vielen Sekunden einfach und leicht mitsingbar. So ergibt sich ein ruhig erzählender Charakter, der durch lange Töne und wenige Synkopen den natürlichen Sprachrhythmus nachempfindet. Der Refrain hat im Gegensatz dazu eine eher repetitive Struktur auf kleine Intervalle. Der höchste Ton liegt bei der Wortgruppe „our God“. Mit synkopischen Achtel- und Viertelkombination wird eine leichte Spannung erzeugt, die Wiederholung bringt meditativen Charakter. In der Bridge wird mit dem höchsten Ton der emotionale Höhepunkt des Liedes erreicht. Die Melodie verwendet hauptsächlich Töne der G-Dur-Pentatonik (G, A, B, D, E) und ist vor allem durch das Weglassen komplexer Intervalle und der ruhigen und gleichmäßig fließenden Melodie mit wenigen Akzentverschiebungen leicht singbar.
Das Lied ist ein Bekenntnis- und Anbetungslied. Es beschreibt Gottes Herrlichkeit und ruft uns in einer Welt mit ganz unterschiedlichen Stimmen dazu auf, als singende Gemeinde gemeinsam seinen Namen zu erheben und Gottes Größe anzubeten. Überall dort, wo Anbetung und Lobpreis im gottesdienstlichen Kontext musikalisch gelebt werden soll, kann es eingesetzt werden.
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