Lied vermitteln

Wir stehen im Morgen

Nr. 47 • Durch Hohes und Tiefes

  • freiTöne /
  • Kommt, atmet auf /
  • Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder /
  • Singt Jubilate /
  • EGplus
Lied entdecken
Idee 4/4

Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen

Mit einem Bildimpuls ins Gespräch über ein Lied kommen

Diese Skizze der Künstlerin Barbara Flick trägt den Titel „Tanz“. Sie entstand aus unmittelbar vorausgehenden, von Musik begleiteten Körperbewegungen, deren Schwung sich sichtbar auf die Leinwand überträgt. Das Bild kann für sich genommen – etwa in einer Bildbetrachtung – ein Impuls sein, um über Tanz und Lied, über Tanz und Singen ins Gespräch zu kommen. Die schwungvollen Linien wirken wie Bewegung, Tanz oder Aufbruch. Vielleicht erinnert die Figur an einen Menschen, der sich erhebt, leicht wird oder zu tanzen beginnt. Was seht ihr in der Zeichnung?

 

Betrachtet das Bild anschließend zusammen mit der ersten Strophe des Liedes „Wir stehen im Morgen“. Passt die Darstellung zum Lied? Welche Gefühle weckt das Bild in Verbindung mit dem Liedtext? Wo entdeckt ihr Hoffnung, Befreiung oder neues Leben? Mögliche Vertiefungen: Sprecht oder schreibt den Satz weiter „Wenn ein Tanz einsetzt, dann verändert sich …“ | Stellt die Bewegung der Figur mit eurem Körper nach. | Welche Tanzbewegungen erscheinen euch passend oder stimmig zu dem Lied? 

 

Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet. Psalm 30,12

 

Klicke auf die Bildkachel und schau, was passiert.

Quelle: Barbara Flick, 1949 in Dillingen a.d. Donau geboren, aufgewachsen bei Künstlern, bei Orgelbauern und bei echten Bauern, schöpferisch tätig seit ihrer Kinderzeit, gefördert von ihrer Patin Prof. Hilda Sandtner, Lehrstuhlinhaberin für Kunsterziehung in Augsburg und Stifterin des Textilmuseums Mindelheim. Von ihr inspiriert wurde sie zur begeisterten Textilfachfrau und -designerin. Es entstanden Bildteppiche, Textildrucke, Batiken und Malereien. Ein 15- jähriger Umweg über Optik- und Brillendesign führte sie direkt an die Freie Kunstschule in Nürtingen zur Bildhauerei. Auf diesem Wege wurde sie zur Dipl. Kunsttherapeutin und freien Malerin. Wertvolle Impulse bekam sie aus Psycho- und Bibliodrama, Theater, Musik und Lyrik. Sie ist eine sensible, temperamentvolle Künstlerin, Lebenskünstlerin und Überlebenskünstlerin, ein Mensch, der anderen Menschen ohne Vorurteile, mit erwartungsvoller Neugier und erfrischendem Humor begegnet. Das hat für alle, die mit ihr zu tun haben, etwas Befreiendes.

Idee: Martina HergtHans-Peter Braun

Idee 3/4

Gebet zum Lied

Textimpuls aus 500 JAHRE EVANGELISCHES GESANGBUCH

Gott,
unendlich beschenkt stehe ich am Anfang eines 
neuen Tages. Wie ein großes Geschenk aus Gnade
und Zuwendung taucht die aufgehende Sonne mein
Leben in ein neues Licht. In Dein Licht. 

 

Der Morgen, in den wir seit Ostern hineingehen, 
ist ein größerer Morgen, als das, was wir 
Menschen Tag für Tag erleben. 
Er ist Dein Morgen. 

 

Voller Licht, voller Farbe, voller Hoffnung.
Der Sonnenaufgang am Beginn eines neuen Tages
trägt unendlich viele Farben, unendlich viele 
Schattierungen. Und er trägt die Hoffnung, die uns
in Deinem Osterlicht geschenkt ist:
Die Erinnerung, dass wir gemeinsam mit Dir
in diesen Tag hineingehen dürfen und mit jedem 
Sonnenaufgang neu Empfangende werden,
von Deinem Morgen gesegnet und beschenkt.

Idee: Kristina Sänger

Idee 2/4

Das Wochenlied im evangelischen Gottesdienst

Liturgischer Kalender

Dieses Lied ist als Tageslied für den Tag der Auferstehung des Herrn – Ostersonntag vorgesehen.

Das Wochenlied – früher auch Graduallied genannt – ist ein zentraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Es gehört neben dem Psalm, dem Wochenspruch und den Lesungstexten zum Proprium des jeweiligen Sonn- oder Feiertages, also zu den wechselnden Stücken eines Gottesdienstes.

Das Wochenlied steht in engem inhaltlichen Zusammenhang mit den biblischen Lesungen und dem theologischen Schwerpunkt des jeweiligen Tages. Es vertieft und deutet die Botschaft des Sonntags bzw. des Feier-/Gedenktages auf musikalische Weise.

In der Regel werden zwei Lieder als Auswahl vorgeschlagen.

Mehr erfahren zur Prägung des jeweiligen Sonn- bzw. Feiertages und zum Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wochenlied?

 

Zum Liturgischen Kalender

Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de | Herausgeber: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)

Idee: Martina Hergt

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Idee 1/4

Theologie trifft Musik: Lieder im Gespräch

Ein Beitrag aus der Reihe "Der Wochenliederpodcast"

Ein tanzender Puls, im 6/8 Takt. Ein leuchtendes G-Dur. Christus, der sich dreht und lacht und außer sich ist vor österlicher Freude, der uns ansteckt und mitzieht und selber zum Tanzen bringt - so klingt das Wochenlied für Ostersonntag. Wir haben uns darüber mit Christiane Dohrn unterhalten. Christiane ist Pfarrerin in Leipzig und Gottesdienstberaterin ist sie auch.

 

Im Wochenliederpodcast der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens nehmen sich eine Kirchenmusikerin und eine Theologin in jeder Folge eines der evangelischen Wochenlieder vor. Sie sprechen über Geschichte, Melodie und Text des Liedes und geben Anregungen, wie es im Gottesdienst eingesetzt werden kann. Gesprächspartnerinnen sind Martina Hergt von der Arbeitsstelle für Kirchenmusik in Sachsen und Kathrin Mette von der Sächsischen Ehrenamtsakademie. Gelegentlich begrüßen sie auch Gäste im Wochenliederpodcast.

Idee: Martina HergtKathrin MetteChristiane Dohrn