Wer nur den lieben Gott lässt walten
Nr. 369 • Evangelisches Gesangbuch
- freiTöne /
- Gotteslob
Ich liege und schlafe und erwache; denn der HERR hält mich.
Mit einem Bildimpuls ins Gespräch über ein Lied kommen
Diese Skizze der Tübinger Künstlerin Barbara Flick stammt aus dem Zyklus „Anker im Licht“. Wie viele ihrer Arbeiten entstand sie aus unmittelbar vorausgehenden, von Musik begleiteten Körperbewegungen, deren Schwung sich sichtbar auf die Leinwand überträgt. Das Bild eröffnet viele Deutungsmöglichkeiten: Ein Anker scheint sich tief im Boden oder im Meer zu gründen. Von ihm führt ein Halteseil nach oben. In der Rundung des Bildes könnte eine Figur liegen – vielleicht wie in einer Hängematte geborgen und getragen. Manche entdecken darin auch ein Kreuz oder ein Symbol der Dreieinigkeit. Das Bild lässt Raum für eigene Gedanken, Erfahrungen und Glaubensbilder. In Verbindung mit dem Lied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ kann das Bild ein Impuls sein, über Vertrauen, Halt und Geborgenheit ins Gespräch zu kommen. Passt die Darstellung zum Lied? Welche Assoziaztionen weckt das Bild in Verbindung mit dem Liedtext? Welche Zeile des Liedes verbindet ihr mit dem Bild? Was gibt Menschen Halt? Wo wirkt das Bild ruhig, getragen oder gehalten?
Ich liege und schlafe und erwache; denn der HERR hält mich. Psalm 3,5
Klicke auf die Bildkachel und schau, was passiert.


Quelle: Barbara Flick, 1949 in Dillingen a.d. Donau geboren, aufgewachsen bei Künstlern, bei Orgelbauern und bei echten Bauern, schöpferisch tätig seit ihrer Kinderzeit, gefördert von ihrer Patin Prof. Hilda Sandtner, Lehrstuhlinhaberin für Kunsterziehung in Augsburg und Stifterin des Textilmuseums Mindelheim. Von ihr inspiriert wurde sie zur begeisterten Textilfachfrau und -designerin. Es entstanden Bildteppiche, Textildrucke, Batiken und Malereien. Ein 15- jähriger Umweg über Optik- und Brillendesign führte sie direkt an die Freie Kunstschule in Nürtingen zur Bildhauerei. Auf diesem Wege wurde sie zur Dipl. Kunsttherapeutin und freien Malerin. Wertvolle Impulse bekam sie aus Psycho- und Bibliodrama, Theater, Musik und Lyrik. Sie ist eine sensible, temperamentvolle Künstlerin, Lebenskünstlerin und Überlebenskünstlerin, ein Mensch, der anderen Menschen ohne Vorurteile, mit erwartungsvoller Neugier und erfrischendem Humor begegnet. Das hat für alle, die mit ihr zu tun haben, etwas Befreiendes.
Idee: , 
Gedanken zum Lied
Textimpuls aus 500 JAHRE EVANGELISCHES GESANGBUCH
„Quis cantat bis orat“ und „Ora et labora“ – „Wer singt, betet doppelt“ und „Bete und arbeite“: Zwei bekannte Aussprüche aus dem frühen Mittelalter. Der eine wird dem Kirchenvater Augustin zugeschrieben, der andere den Benediktinern in den Mund gelegt.
Der Liederdichter Georg Neumark dürfte sie gekannt haben; sie klingen an in den Worten: „Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu…“ So beschließt Neumark sein Lied, das er aus Dankbarkeit für die Anstellung als Hauslehrer nach langer, verzweifelter Suche in Zeiten des 30jährigen Kriegs, dichtete.
Er selbst schreibt als einleitende Worte vor sein Lied: „Trostlied. Dass Gott einen Jeglichen zu seiner Zeit versorgen und erhalten will. Nach dem Spruch: Wirf dein Anliegen auf den Herrn/ der wird dich wohl versorgen/ etc.“ (Ps. 55, 23)
Zuspruch. Vertrauen. Beten. Singen. Handeln.
Idee:
Das Wochenlied im evangelischen Gottesdienst
Liturgischer Kalender
Dieses Lied ist als Wochenlied für den 15. Sonntag nach Trinitatis vorgesehen.
Das Wochenlied – früher auch Graduallied genannt – ist ein zentraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Es gehört neben dem Psalm, dem Wochenspruch und den Lesungstexten zum Proprium des jeweiligen Sonn- oder Feiertages, also zu den wechselnden Stücken eines Gottesdienstes.
Das Wochenlied steht in engem inhaltlichem Zusammenhang mit den biblischen Lesungen und dem theologischen Schwerpunkt des jeweiligen Tages. Es vertieft und deutet die Botschaft des Sonntags auf musikalische Weise.
In der Regel werden zwei Lieder als Auswahl vorgeschlagen.
Mehr erfahren zur Prägung des jeweiligen Sonn- bzw. Feiertages und zum Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wochenlied?

Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de | Herausgeber: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)
Idee: