Bewegungsidee zum Lied
aus „Bewegungen zu Liedern und Gebeten aus dem Gotteslob“
Die Tanz- und Bewegungsidee von Monika Mehringer ist einfach und kann gut von Kindern mitvollzogen werden.


Quelle: www.kinderpastoral.de Gesammelt und illustriert von Monika Mehringer, Fachbereich Kinderpastoral, Erzbistum München und Freising, Stand Juli 2016
Idee:
Ein Text und viele Melodien
Textimpuls aus 500 JAHRE EVANGELISCHES GESANGBUCH
„Von guten Mächten wunderbar geborgen“ – am Ende dieses Kalenders steht das beliebteste Kirchenlied. Zumindest gilt das für die etwa 10.000 Menschen, die ihre persönlichen Lieblingslieder für ein neues Evangelisches Gesangbuch im Rahmen der Aktion #schickunsdeinlied benannt haben. Dabei hat Dietrich Bonhoeffer bekanntlich gar kein Lied gedichtet. Er schreibt vielmehr ein Gedicht an Maria von Wedemeyer, kurz vor Weihnachten 1944. Erst später erscheinen viele Vertonungen, darunter die so unterschiedlichen Melodien von Otto Abel (1959, EG 65), Kurt Grahl (1976, siehe Katholisches Gebet- und Gesangbuch Gotteslob 430) und Siegfried Fietz (1970, EG 541 sowie zahlreiche Anhänge und Beihefte zum Evangelischen Gesangbuch).
Ein Lied, das am Ende eines Tages oder Jahres und am Ende eines Lebens gesungen wird. Und zugleich ein Lied, das erwartungsfroh weiß: Da kommt noch etwas! In diesem Sinn ist „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ auch ein Advents- und Weihnachtslied, das vom Licht singt, das in die Finsternis gekommen ist und immer wieder kommt: „Dein Licht scheint in der Nacht.“ Das Lied bringt so das Bild aus dem Prolog des Johannesevangeliums (Joh 1,5) in singbare Worte: „Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen.“ Bonhoeffers Worte lassen etwas erahnen und fühlen vom „hohen Lobgesang all deiner Kinder“, immer dann, wenn sich die „Stille nun tief um uns breitet“.
Es ist gut, dass wir zwei ganz unterschiedliche Melodien im Evangelischen Gesangbuch finden, die jeweils auch verschiedene Aspekte des Textes besonders zum Klingen bringen: die Dunkelheit der Welt und das Licht, das in der Dunkelheit scheint – die Klage der „aufgeschreckten Seelen“ und das „Heil, für das du uns geschaffen hast“ – den Kelch des Leides und himmlischen Klang der Lobgesänge. Ob als letzte Strophe im Lied oder als mehrfach wiederholter Refrain – in beiden Vertonungen klingt die zuversichtliche Gewissheit „Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“
Idee: