Lied vermitteln

Nun komm, der Heiden Heiland

Nr. 4 • Evangelisches Gesangbuch
Nr. 55 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

Idee 5/5

Wenn Dunkel und Licht zu Klängen werden

Ungeduld, Licht im Dunkel im Advent

Ungeduld und Licht im Dunkel können beim Singen der ersten und vierten Strophe von „Nun komm, der Heiden Heiland“ hörbar werden.

 

1. Ein Aspekt des Advents ist die Erwartung:

Es kommt noch etwas – zwischen Ungeduld und Zuversicht.

Genau diese Spannung können wir in zwei kurze Worte legen: „Nun komm!“

(g – Viertel und punktierte Halbe, immer wiederholen und zum Mitsingen einladen)

 

2. Singen Sie das „Nun komm!“ eindringlich – als hinge es allein von Ihnen ab, dass wirklich jemand kommt. (ggf. noch ein „d“ von Tenor oder Alt ergänzen lassen)

 

3. Jetzt singen wir das Lied in zwei Gruppen. Eine Gruppe singt die erste Strophe in einem großen Bogen, die andere setzt dazu unser Ruf-Ostinato „Nun komm!“.

(Gruppen einteilen, eine singt Ostinato, die andere darüber die erste Strophe; evtl. Gruppen in einem zweiten Durchgang tauschen lassen)

 

4. Doch die Erwartung ist ja nicht ohne Zuversicht. Advent heißt auch: Licht im Dunkel. Und die vierte Strophe erzählt uns, woher dieses Licht kommt.

(Strophe 4 gemeinsam singen)

 

5. Diesen Glanz, von dem wir eben gesungen haben, können wir auch hörbar machen: Wir singen die vierte Strophe gleich noch einmal – und dabei dürfen alle auf einem beliebigen Ton der Melodie einen Atem lang stehen bleiben, bevor sie wieder mit den anderen weitersingen. (Evtl. vorher kurz vormachen.)

 

6. Wenn wir jetzt die vierte Strophe erneut singen, achten Sie einmal auf den Glanz der Krippe. [Strophe 4 auf diese Weise singen; gerne wiederholen, mit dem Hinweis, andere Töne fürs Stehenbleiben zu nehmen, mutiger zu sein, … – und wieder zu lauschen]

Idee: Andreas Kastl

Idee 4/5

Radioserie und Podcast zum Lied

aus der Reihe "SWR2-Weihnachtslieder"

"Nun komm, der Heiden Heiland" - diesen Hilferuf verstehen wir, auch wenn er etwas ungewohnt ist in der Wortstellung. Ein Hilferuf, der sagen will: "Komm, Jesus, erlöse uns endlich aus unserer Not, aus unserem Nichtglauben".

 

In der Radioserie und im Podcast von SWR Kultur geben die Autorinnen und Autoren spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte bekannter Weihnachtslieder. Sie beleuchten, wie die Lieder entstanden sind, welche historischen und kulturellen Hintergründe sich mit ihnen verbinden und weshalb sie bis heute eine besondere Bedeutung im Weihnachtsbrauchtum haben.

Idee: Bettina Müller-Hesse

Idee 3/5

Interessante Hintergründe zum Lied entdecken

Spurensuche zum Kirchenvater Ambrosius von Mailand

Vorlage für Luthers Übertragung ist ein lateinischer Weihnachtshymnus des Bischofs Ambrosius von Mailand zugeschrieben wird. Was wissen wir über ihn? Es gibt Interessantes über Ambroisus zu entdecken.

Ambrosius von Mailand wurde um 339 in Trier in eine römische Senatorenfamilie geboren und erhielt eine juristische Ausbildung in Rom, bevor er eine politische Laufbahn einschlug. Um 370 wurde er Präfekt in der römischen Provinz Aemilia-Liguria mit Sitz in Mailand. Nach dem Tod des vorherigen Bischofs wurde er 374 überraschend und noch ungetauft zum Bischof von Mailand gewählt, nahm Taufe, Priesterweihe und Bischofsweihe innerhalb weniger Tage an und übte dieses Amt bis zu seinem Tod 397 aus. Als Bischof setzte er sich entschieden für die nicäische Christenlehre gegen den Arianismus ein, hatte großen Einfluss auf politischen und kirchlichen Streit, wirkte als Theologe und Schriftsteller und prägte die Liturgie, u. a. mit der sogenannten ambrosianischen Gesangstradition. Er gilt als einer der vier großen lateinischen Kirchenväter und wurde 1295 zum Kirchenvater ehrentitelt. 397 verstarb er in Mailand.

 

 

Zum Wikipedia-Beitrag

Quelle: Ambrosius von Mailand bei Wikipedia | Mosaik in Sant’Ambrogio in Mailand

Idee: Martina Hergt

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Idee 2/5

Das Wochenlied im evangelischen Gottesdienst

Liturgischer Kalender

Dieses Lied ist als Wochenlied für den 1. Sonntag im Advent vorgesehen.

Das Wochenlied – früher auch Graduallied genannt – ist ein zentraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Es gehört neben dem Psalm, dem Wochenspruch und den Lesungstexten zum Proprium des jeweiligen Sonn- oder Feiertages, also zu den wechselnden Stücken eines Gottesdienstes.

Das Wochenlied steht in engem inhaltlichem Zusammenhang mit den biblischen Lesungen und dem theologischen Schwerpunkt des jeweiligen Tages. Es vertieft und deutet die Botschaft des Sonntags auf musikalische Weise.

In der Regel werden zwei Lieder als Auswahl vorgeschlagen.

Mehr erfahren zur Prägung des jeweiligen Sonn- bzw. Feiertages und zum Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wochenlied?

 

Zum Liturgischen Kalender

Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de | Herausgeber: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)

Idee: Martina Hergt

Idee 1/5

Notenansicht

Nun komm, der Heiden Heiland | Evangelisches Gesangbuch Nr. 4, Strophe 1
 

Idee: Verlag am Birnbach