Lied vermitteln

Mein Jesus, mein Retter | My Jesus, my Savior

Nr. 204 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

Idee 2/2

Liturgische Bausteine

zum Einsatz des Liedes in Gottesdienst und Andacht

1. Das Lied als Lobpreis- und Anbetungslied

Nach dem Begrüßungsteil oder im Anschluss an die Predigt, um – etwa in der Funktion eines Gloria oder als Antwort auf das gehörte Wort – den Lobpreis in den Mittelpunkt zu stellen.

 

2. Das Lied ineiner Danklitanei

In einer Predigt oder in einem Gebet mit Dank-Anrufungen (z. B. für Schöpfung, Rettung, Verheißung) kann die Gemeinde jeweils mit dem Refrain „Ruft zu dem Herrn, alle Enden der Welt …“ antworten.

 

3.  Das Lied mit einer Psalm- oder Schriftlesung kombinieren

Lesungsvorschläge: Psalm 98, Psalm 100, Phil 2,9–11 oder Offb 5.

Nach der Lesung kann der Übergang durch einen gesprochenen Aufruf gestaltet werden, etwa: „Darum stimmen wir ein in das Lob der ganzen Schöpfung …“. Anschließend wird das Lied gesungen. Der Wechsel von Wort und Gesang unterstreicht den psalmischen Charakter des Lobpreises und verbindet biblische Tradition mit gegenwärtiger Anbetung.

 

4.  Das Lied bei Taufen, Konfirmationen, Segnungen

In diesem Zusammenhang wird das Lied als Ausdruck der Freude über das neue Leben in Christus gesungen.

Ablaufidee: Nach dem eigentlichen Tauf- oder Segensakt kann zunächst der Vers, anschließend der Refrain gesungen werden, ggf. ergänzt durch einen wiederholten Halleluja-Ruf.

 

5.  Das Lied zum Abendmahl

Während der Austeilung kann das Lied instrumental und ruhig musiziert werden, alternativ singt die Gemeinde den Refrain. Dank und Hingabe werden dabei sowohl in ihrer persönlichen als auch in ihrer universalen Dimension erfahrbar.

 

6.  Das Lied in einer meditativen Variante – Stille Gebetszeit

Ein Chor oder eine Solostimme singt den Vers, die Gemeinde antwortet ausschließlich mit dem Refrain. Instrumentale Improvisationen zwischen den Wiederholungen eröffnen Raum für Stille und persönliches Gebet.

Idee: Thomas Nowack

Idee 1/2

Impuls für eine Andacht

Manchmal brauchen wir keine großen Worte, nur diese Gewissheit: Jesus ist da, und er ist unser Halt. Unser Lob darüber kommt nicht nur aus uns, sondern aus der ganzen Schöpfung? All das für den Namen, der Leben schenkt. Wenn wir still werden, merken wir: Diese Hoffnung trägt uns durch alles. Sie ist größer als jede Sorge, tiefer als jede Angst. Heute darf ich jubeln – oder leise danken. Beides ist Lobpreis. Und ich darf wissen: Mein Leben ist sicher in ihm.

Idee: Thomas Nowack