Komm in unsre stolze Welt
Nr. 428 •
Evangelisches Gesangbuch
Nr. 40 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
- freiTöne
Betrachtung
Textimpuls aus 500 JAHRE EVANGELISCHES GESANGBUCH
Ein Adventsgedicht – so bezeichnete der Arzt und Schriftsteller Hans Graf von Lehndorff sein Lied.
Ein Adventsgedicht zum Sommeranfang. Es bittet eindringlich um Gottes Kommen, um sein Kommen in unsre Welt, in unser Land, in unsre Stadt, in unser Haus und in unser Herz. Die Sehnsucht nach der Ankunft Gottes, damit Friede und Rettung geschenkt werden und Kraft, Vertrauen, Licht und Wahrheit sich ausbreiten. Auch wenn dieses Gedicht erst über zwanzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden ist, so sind seine Worte mitgeprägt von den Erfahrungen, die Lehndorff als Lazarettarzt 1945 bei der Einnahme der Stadt Königsberg machen musste. Von ihm niedergeschrieben in seinem „Ostpreußischen Tagebuch“ – heute in 35. Auflage verlegt.
Advent 1967: Laut, schrill, selbstzentriert, geizig – so muss Lehndorff seine Welt der 60er Jahre erlebt haben. Sommer 2024: An Aktualität hat die Adventsbitte nicht verloren.
Deshalb zu allen Jahreszeiten das „Komm“ des Advents. Es findet Antwort in der Zusage: Er kommt, er kommt (EG 11, 7) oder wie Lehrndorff schreibt: „….Wahrheit, die auch noch in tiefer Nacht Menschenleben herrlich macht.“
Idee:
Theologie trifft Musik: Lieder im Gespräch
Ein Beitrag aus der Reihe "Der Wochenliederpodcast"
Das Lied "Komm in unsre stolze Welt" ist über 50 Jahre alt, aber kein bisschen altbacken. Martina mag am liebsten Strophe 3, Kathrin Strophe 4. Ursprünglich war das Lied als Adventslied gedacht, es passt aber auch zum Ende des Kirchenjahres und natürlich für den 4. Sonntag nach Trinitatis. Unbedingt am Sonntag singen!
Im Wochenliederpodcast der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens nehmen sich eine Kirchenmusikerin und eine Theologin in jeder Folge eines der evangelischen Wochenlieder vor. Sie sprechen über Geschichte, Melodie und Text des Liedes und geben Anregungen, wie es im Gottesdienst eingesetzt werden kann. Gesprächspartnerinnen sind Martina Hergt von der Arbeitsstelle für Kirchenmusik in Sachsen und Kathrin Mette von der Sächsischen Ehrenamtsakademie. Gelegentlich begrüßen sie auch Gäste im Wochenliederpodcast.
Idee: ,