

Anregung aus der Reihe „Mehr Miteinander“ des Chorverbandes (CEK)
Oft singen wir sitzend. Doch gerade mit Kindern lässt sich die Bildhaftigkeit des Liedes auch wörtlich umsetzen: Zum Beispiel, indem man wirklich nach vorn zur Krippe geht und dort die eine oder andere – besonders die erste – Strophe singt. Das Quodlibet aus „Ich steh an deiner Krippen hier“ und dem neuen Kehrvers „Ich mag nicht länger sitzen“ eröffnet dabei einen spielerischen und lebendigen Zugang.
Viel Spaß beim Blättern!


Quelle: „Ein Buffet mit musikalischen Häppchen – Gemeindegruppen singen miteinander.“ Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland e. V. (CEK) www.choere-evangelisch.de
Idee:
Eine einfache zweite Stimme singen
Die Gemeinde wir geteilt:
Eine Gruppe singt das Lied normal durch.
Eine zweite Gruppe singt von jeder Zeile nur die ersten beiden Töne und bleibt auf dem zweiten so lange stehen, bis die erste Gruppe diese Zeile beendet hat. Dann beginnen beide die nächste Zeile, wobei die zweite Gruppe wieder auf dem zweiten Ton stehen bleibt usw.
Die jeweils letzte Zeile einer Strophe wird gemeinsam ganz normal gesungen.
Die Begleitungsgruppe singt also nur die unterstrichenen Worte und bleibt jeweils so lange stehen, bis die Melodie die Zeile beendet hat:
Ich steh an deiner Krippen hier,
o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel und Mut, nimm alles hin
und laß dir’s wohlgefallen.
Idee:
aus der Reihe "SWR2-Weihnachtslieder"
Man möchte gerne glauben, dass Johann Sebastian Bach die Melodie diese anrührenden Weihnachtsliedes persönlich komponiert hat, aber vielleicht hat er sie nur bearbeitet.
In der Radioserie und im Podcast von SWR Kultur geben die Autorinnen und Autoren spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte bekannter Weihnachtslieder. Sie beleuchten, wie die Lieder entstanden sind, welche historischen und kulturellen Hintergründe sich mit ihnen verbinden und weshalb sie bis heute eine besondere Bedeutung im Weihnachtsbrauchtum haben.
Idee:
aus "Göttinger Predigten im Internet"
Paul Gerhardts Weihnachtslied „Ich steh an deiner Krippen hier“ führt die singende Gemeinde ganz unmittelbar an den Ort des weihnachtlichen Geschehens: Es nimmt das biblische Bild von der Krippe in Bethlehem und verwandelt es in eine persönliche Begegnung zwischen dem Lied-„Ich“ und dem neugeborenen Jesuskind, bei der der Glaubende mit dem ganzen Leben vor der Krippe steht und sich Gottes Liebe anvertrauen lässt.
Mit der Frage „Warum rührt uns dieses Lied so besonders an?“ nimmt Prof. em. Dr. Johannes Lähnemann die Hörenden mit hinein ins zentrale Geschehen der Weihnacht.
aus: Liedpredigt zu Ich steh an deiner Krippen hier, verfasst von Prof. em. Dr. Johannes Lähnemann, Goslar
Vielleicht regt dich diese Vorlage an eine eigene Liedandacht oder Liedpredigt zu schreiben.
Idee:
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“
„Denn wenn wir das Kind sehen in der Krippe, dann nicht mit vernebeltem Blick, der die Wirklichkeit rosa verklärt. Sondern mit einem Blick, der unsere Augen für die Realität schärft. Das Dunkle ansehen – das können solche, die an der Krippe stehen, weil sie in diesem Kind auch die Sonne sehen.“ — Doris Joachim-Storch, Liedpredigt in der Christnacht
Idee:
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“
Was passiert, wenn ein Liedtext auf einer anderen Melodie erklingt? Wie beschreiben wir die Wechselwirkungen von Melodie und Text?
Gerd Zacher stellt acht (bekannte) Melodien zur Auswahl, die alle im Versmaß und in der Form zu dem Liedtext von Paul Gerhardt passen könnten.
Viel Freude beim Ausprobieren und beim Austausch der Eindrücke und Erfahrungen mit anderen Singenden!
Idee:
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“
Andrea Bauer entwickelt in ihren „liturgischen Bausteinen“ verschiedene Möglichkeiten, das Gemeindelied flexibel und zugleich funktional in den Gottesdienstablauf einzubinden. So kann das Singen an unterschiedlichen liturgischen Schnittstellen verortet werden – etwa zum Psalm, im Anschluss an das Glaubensbekenntnis, im Rahmen der Fürbitten oder als improvisative Singidee im Rahmen des Schlussliedes.
Welche Impulse hast Du für Einbindung des Liedes in eine Andacht oder einen Gottesdienst?
Idee:
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“
Christa Kirschbaum berichtet am Ende ihrer Liedeinführung: „Dietrich Bonhoeffer hat das Lied während seiner Haft für sich entdeckt. Am 4. Advent 1943 schrieb er: ‚Ich hatte mir bisher nicht viel daraus gemacht. Man muss wohl lange allein sein und es meditierend lesen, um es aufnehmen zu können. Es ist in jedem Wort ganz außerordentlich gefüllt und schön. Ein klein wenig mönchisch-mystisch ist es, aber doch gerade nur so viel, wie es berechtigt ist; es gibt eben neben dem Wir doch auch ein Ich und Christus, und was das bedeutet, kann gar nicht besser gesagt werden als in diesem Lied.‘“
Spannende Entdeckungen beim Lesen!
Idee:
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“
Pfr. Johan La Gro schreibt: „ ‚Ich steh an deiner Krippen hier…‘ – eine Nahaufnahme von Weihnachten. Der Blick wird direkt auf die Krippe gelenkt. Nur die Krippe, sonst nichts. Keine Maria, kein Josef, keine Engel, keine Hirten. Nur die Krippe und das Kind. Die Perspektive dieses Liedes – die Krippe ganz nah herangezoomt – möchte ich mit Ihnen heute einnehmen. Vielleicht gelingt es uns so, einen neuen Zugang zur altbekannten Weihnachtsgeschichte zu finden.“ Ein anregende Liedpredigt aus der Evangelischen Kirchengemeinde Wadersloh.
Idee:

Ein Beitrag aus der Reihe "Der Wochenliederpodcast"
Ein Liebeslied für die Christnacht. Das ist "Ich steh an deiner Krippen hier". Martina und Kathrin sind hingerissen von diesem Lied und gleichzeitig froh, dass wir es nicht in seiner Originalfassung im Gesangbuch haben. Da wimmelt es nämlich vor Verkleinerungsförmchen.
Im Wochenliederpodcast der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens nehmen sich eine Kirchenmusikerin und eine Theologin in jeder Folge eines der evangelischen Wochenlieder vor. Sie sprechen über Geschichte, Melodie und Text des Liedes und geben Anregungen, wie es im Gottesdienst eingesetzt werden kann. Gesprächspartnerinnen sind Martina Hergt von der Arbeitsstelle für Kirchenmusik in Sachsen und Kathrin Mette von der Sächsischen Ehrenamtsakademie. Gelegentlich begrüßen sie auch Gäste im Wochenliederpodcast.
Idee: , 
Textimpuls aus 500 JAHRE EVANGELISCHES GESANGBUCH
Im diesem Andachtsimpuls von Steffen Paar für Heiligabend geht es nicht um das Perfekte, sondern um Bewegung: stehen – kommen – bringen – schenken – geben – hinnehmen – wohlgefallen. Wie an der Krippe sind wir einmal Hörende, einmal Verkündende, einmal Könige, einmal Esel. Am Ende darf unser eigenes Leben der Ort sein, an dem Gott Mensch wird.





Quelle: Hrsg. vom Verband Evangelische Kirchenmusik in Württemberg. München: Strube Verlag, 2023/24, VS 9197
Idee:
Liturgischer Kalender
Dieses Lied ist als Tageslied für die Christnacht vorgesehen.
Das Wochen- oder Tageslied – früher auch Graduallied genannt – ist ein zentraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Es gehört neben dem Psalm, dem Wochenspruch und den Lesungstexten zum Proprium des jeweiligen Sonn- oder Feiertages, also zu den wechselnden Stücken eines Gottesdienstes.
Das Wochenlied steht in engem inhaltlichem Zusammenhang mit den biblischen Lesungen und dem theologischen Schwerpunkt des jeweiligen Tages. Es vertieft und deutet die Botschaft des Sonntags auf musikalische Weise.
In der Regel werden zwei Lieder als Auswahl vorgeschlagen.
Mehr erfahren zur Prägung des jeweiligen Sonn- bzw. Feiertages und zum Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wochenlied?

Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de | Herausgeber: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)
Idee:
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“
Es geht ums Schenken in der Liedbetrachtung von Adelheid Wehrenfennig: „Schenken hat einen dreifachen Aspekt: Was schenke ich wem, und was möchte ich geschenkt bekommen? Welche meiner Wünsche werden erfüllt – und, damit kein Wunsch offen bleibt, was schenke ich mir selbst? Warum feiern wir eigentlich Weihnachten? Was hat das Fest mit Schenken zu tun?“
Eine ausführliche Liedbetrachtung, die vielfältige Anknüpfungspunkte für die Praxis bietet – sei es in Liturgie, Gemeindearbeit oder persönlicher Andacht.
Idee:
Ich steh an deiner Krippen hier | Evangelisches Gesangbuch Nr. 37, Strophe 1

Idee: