Lied vermitteln

Herbei, o ihr Gläub'gen

Nr. 45 • Evangelisches Gesangbuch
Nr. 73 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

Idee 7/7

Anbetungsgesten

Anregung zum Lied aus der Reihe „EGplus-Impulse“

Bei dieser Singidee von Bernhard Kießig wird der Refrain des Liedes durch einfache Anbetungsgesten körperlich erfahrbar und die  Gemeinde beteiligt sich mit Bewegungen (dazu muss das Gesangbuch weggelegt werden):

  •  „O lasset uns anbeten“ – linke Hand mit der Handfläche nach oben ausbreiten
  • „o lasset uns anbeten“ – rechte Hand mit der Handfläche nach oben ausbreiten 
  • „o lasset uns anbeten“ – beide Hände berühren sich in einer Gebetshaltung mit den Handflächen vor der Brust 
  • „den König“ – beide Hände in die Höhe heben.

 

 

Zum Beitrag auf EGplus-Impuls

 

Idee: Bernhard Kießig

Idee 6/7

Strukturierung eines Gottesdienstes durch die Charakteristik der Strophen

Liturgischer Baustein

Das Lied kann an verschiedenen Stellen des Gottesdienstes gesungen werden.

 

Strophe 1 - Versammlung Staunen zum Beginn
Strophe 2 - zur eingehenden Betrachtung
Strophe 3 - zur Anbetung
Strophe 4 - reflektierte Zusammenfassung und Lob

 

Zusammenhängend musiziert, passt es eher an den Beginn eines Gottesdienstes.

Idee: Christoph Schilling

Idee 5/7

Variationen des Liedgesangs mit Gruppen

Es bietet sich an, die Strophen einer kleinen Gruppe zuzuordnen und den Refrain (keine Liedblätter erforderlich!) einer größeren Gruppe zu übertragen, die zudem noch unterteilt werden kann, da der Refrain dreimal zur Anbetung aufruft.

Idee: Christoph Schilling

Du hast auch eine Vermittlungsidee?
Dann schick sie uns zu!

Zum Kontaktformular
Idee 4/7

Liedtextfassung von Joseph Mohr

Weitere Umdichtungen der lateinischen Liedvorlage „Adeste fideles“

Aus der lateinischen Vorlage erwuchs Rankes Umdichtung ins Deutsche. Sein Text kommt – nicht eben typisch für ein Lied von solcher Verbreitung – ohne Reime aus. Dem hat man mit dem Lied „Nun freut euch, ihr Christen, singet Jubellieder“ abgeholfen. Dies ist eine Neudichtung durch Josef Mohr 1873 und u. a. im aktuellen Gotteslob unter der Nr. 241 aufzufinden. Die Fassung Mohrs unterliegt derselben Melodie, hat die gleiche Strophenzahl sowie einen ähnlichen Aufbau und Inhalt. Es unterscheidet sich von Rankes Text durch Reime von Zeile eins zu drei, durch sprachliche Glättung und durch den Ersatz des freudig betroffenen „O!“ durch „Kommt!“ – mithin durch einen Wechsel vom Staunen zum (Auf-)Fordern. Der Liedtext wirkt gefälliger, büßt jedoch einen Teil seiner Originalität ein. 

 

Nun freut euch, Ihr Christen, singet Jubellieder
und kommet, o kommet nach Bethlehem.
Christus, der Heiland, stieg zu uns hernieder.
Kommt, lasset uns anbeten; Kommt, lasset uns anbeten;
Kommt, lasset uns anbeten den König, den Herrn.

O sehet, die Hirten eilen von den Herden
und suchen das Kind nach des Engels Wort.
Geh'n wir mit ihnen, Friede soll nun werden:
Kommt, lasset uns anbeten; Kommt, lasset uns anbeten;
Kommt, lasset uns anbeten den König, den Herrn.

Der Abglanz des Vaters, Herr der Herren alle,
ist heute erschienen in unserm Fleisch:
Gott ist geboren als ein Kind im Stalle.
Kommt, lasset uns anbeten; Kommt, lasset uns anbeten;
Kommt, lasset uns anbeten den König, den Herrn.

Kommt, singet dem Herren, singt, ihr Engelchöre.
Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen.
Himmel und Erde bringen Gott die Ehre:
Kommt, lasset uns anbeten; Kommt, lasset uns anbeten;
Kommt, lasset uns anbeten den König, den Herrn.

 

 

Wie wäre es, beide Textfassungen wahrzunehmen und darüber mit anderen ins Gespräch zu kommen?

Idee: Christoph Schilling

Idee 3/7

Das Wochenlied im evangelischen Gottesdienst

Liturgischer Kalender

Dieses Lied ist als Tageslied für das Christfest vorgesehen.

Das Wochen- oder Tageslied – früher auch Graduallied genannt – ist ein zentraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Es gehört neben dem Psalm, dem Wochenspruch und den Lesungstexten zum Proprium des jeweiligen Sonn- oder Feiertages, also zu den wechselnden Stücken eines Gottesdienstes.

Das Wochenlied steht in engem inhaltlichem Zusammenhang mit den biblischen Lesungen und dem theologischen Schwerpunkt des jeweiligen Tages. Es vertieft und deutet die Botschaft des Sonntags auf musikalische Weise.

In der Regel werden zwei Lieder als Auswahl vorgeschlagen.

Mehr erfahren zur Prägung des jeweiligen Sonn- bzw. Feiertages und zum Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wochenlied?

 

Zum Liturgischen Kalender

Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de | Herausgeber: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)

Idee: Martina Hergt

Idee 2/7

Theologie trifft Musik: Lieder im Gespräch

Ein Beitrag aus der Reihe "Der Wochenliederpodcast"

Dieses Lied ist Kathrin im Sommerurlaub begegnet, in Italien bei 35 Grad in der Abenddämmerung. Die Entstehungsgeschichte ist ungeklärt, der Text eher so la la la, die Melodie ziemlich gewaltig. Was für eine Kombination! (Übrigens: Dass das Lied "Herbei, o ihr Gläub'gen" heißt und nicht "Herbei, o ihr Gläubigen" ist uns erst nach der Aufnahme aufgefallen.)

 

Im Wochenliederpodcast der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens nehmen sich eine Kirchenmusikerin und eine Theologin in jeder Folge eines der evangelischen Wochenlieder vor. Sie sprechen über Geschichte, Melodie und Text des Liedes und geben Anregungen, wie es im Gottesdienst eingesetzt werden kann. Gesprächspartnerinnen sind Martina Hergt von der Arbeitsstelle für Kirchenmusik in Sachsen und Kathrin Mette von der Sächsischen Ehrenamtsakademie. Gelegentlich begrüßen sie auch Gäste im Wochenliederpodcast.

Idee: Martina HergtKathrin Mette

Du möchtest mehr über dieses Lied erfahren?

Lied entdecken
Idee 1/7

Notenansicht

Herbei, o ihr Gläub'gen | Evangelisches Gesangbuch Nr. 45, Strophe 1
 

Idee: Verlag am Birnbach