Lied vermitteln

Er ist erstanden, Halleluja

Nr. 116 • Evangelisches Gesangbuch

  • Gotteslob /
  • Kinderkirchenlieder "Immer und überall" (ELKB)
Idee 8/8

Hintergründe zur Liedentstehung

Bernhard Kyamanywa zur Geburtsstunde seines Textes

Gerade bei Liedeinführungen, einer Liedandacht oder Liedpredigt kann die Entstehungsgeschichte eines Liedes ein Türöffner für (neue) Zugänge zum Lied sein. Viele Menschen und Kirchengemeinden auf dem afrikanischen Kontinent pflegen eine lebendige Singkultur, die sich von der im mitteleuropäischen Raum unterscheidet. So schrieb Pastor Bernhard Kyamanywa sein Lied als Erzähllied in der traditionellen Form mit den Rollen von Vorsänger und Nachsänger. Auf die Frage nach seinem populären Lied sagte Pastor Kyamanywa:"Ich hatte das Bedürfnis, Gottes Wort zu verkünden, und ich freue mich, dass das Lied in anderen Teilen der Welt so populär geworden ist. Es wurde zu einem traditionellen tansanischen Lied geschrieben, und ich denke, es wurde gut aufgenommen, weil es mit Gesang und Orgelbegleitung großartig klingt." 

Idee: Redaktion mitsingen.de

Idee 7/8

Ein Lied als spannende Geschichte

In Rollen aufteilen und lebendig musizieren

In vielen Regionen Afrikas ist Gemeindegesang im Gottesdienst ein lebendiges, gemeinschaftsstiftendes Ereignis. Lieder werden nicht nur gesungen, sondern erlebt – mit Bewegung, Klatschen, Trommeln und oft in der Form eines dialogischen Call-and-Response zwischen Vorsänger und Gemeinde. Wiederholungen, spontane Variationen und improvisierte Elemente halten den Gesang frisch und einladend, sodass auch ohne Notenkenntnisse alle mitmachen können. Diese Kultur des Singens schafft Nähe, bindet Menschen aktiv ein und trägt die biblische Botschaft mit spürbarer Freude und Energie in die Herzen der Hörenden.

 

Unser Osterlied kommt aus Tansania, vermutlich aus der musikalischen Tradition des Volkes der Haya im Nordwesten des Landes. Pastor Bernhard Kyamanywa schrieb es im „afrikanischen Stil“ und stellte sich dabei einen Geschichtenerzähler und eine Gemeinde vor, die auf dessen Worte reagiert: Der Erzähler trägt die einfache Geschichte des Osterevangeliums vor, und die Gemeinde antwortet mit dem Refrain – wobei das Lied auch unisono gesungen werden kann.

 

Gestaltungsanregungen zur Auswahl

 

  • Wechselspiel: Einfaches Wechselspiel zwischen Strophen und Refrain entsteht, wenn die Gemeinde nur den Refrain singt (möglichst auswendig) und ein Erzähler bzw. Vorsänger die Strophen vorträgt.
  • Gesang in Rollen: Das Lied wird mit verteilten Rollen gesungen. Ein Engel und ein Erzähler übernehmen als Solostimmen bzw. Vorsänger die Strophen 1 bis 4. In Strophe 5 treten die Frauen als Solistengruppe auf. Die Jünger (Gemeinde) antworten in allen Fällen mit dem Kehrvers.
  • Bewegung: Das Lied wird mit verteilten Rollen gesungen (siehe Gesang in Rollen). Alle Singenden sitzen zunächst und stehen zum aktiven Singen sofort auf – also dann, wenn sie mit ihrem Liedbaustein an der Reihe sind – und setzen sich unmittelbar danach wieder hin.
  • Räumliche Inszenierung: Die Wirkung wird verstärkt, wenn die Singenden oder Singgruppen an verschiedenen Orten im Kirchenraum stehen. Der Engel singt zum Beispiel von der Empore, der Erzähler vom Lesepult, die Frauen aus dem Altarraum und die Gemeinde als Jünger von ihren Plätzen im Kirchenschiff.
  • Perkussive Begleitung: Eine Instrumentalgruppe erhält im Kehrvers eine perkussive Begleitung. Dazu können Trommeln oder eine einfache Bodypercussion eingesetzt werden, die während des Singens der Gemeinde begleitend ausgeführt werden.
  • Perkussive Improvisation: Im Familiengottesdienst oder in einer Gruppe werden perkussive Instrumente wie Klanghölzer oder Shaker an die Teilnehmenden verteilt. Zum Kehrversgesang wird damit improvisatorisch musiziert.
  • Bodypercussion - Gemeinsames Klatschen: Im Kehrvers wird am jeweiligen Zeilenende ein einfaches rhythmisches Klatschelement eingefügt. Dieses Element ist so leicht, dass es von allen während des Singens mühelos ausgeführt werden kann.

Idee: Martina Hergt

Idee 6/8

Singanlässe – Kirchenjahr

Anmerkungen

Das im ganzen Osterfestkreis einsetzbare Osterlied hat seinen besonderen Platz unter den Wochenliedern am Ostermontag gefunden. Es passt immer dann, wenn es fröhlich und etwas locker zugehen darf. Sicher ist es gern gesehen, wenn man afrikanische Gäste in der Gemeinde hat. Wechselgesang ist unbedingt erwünscht. Es kann dazu getrommelt, geklatscht oder getanzt werden. In ihrer ursprünglichen Form wurden diese Melodien mit improvisierten Einschüben gesungen. Schon Aufstehen und leichte Bewegung am Platz lassen ein dem Lied angemessenes „Feeling“ aufkommen. Die Notation mit vierstimmigen Harmonien und einem 3/4-Takt sollte nicht zu einem zu langsamen Tempo verführen. Das Lied hat einen lebhaften Puls pro Takt und braucht ein lebendiges Tempo.

 

Wo hast du dieses Lied schon gesungen? Spricht es dich an? Tausche dich mit anderen darüber aus.

Idee: Markus Leidenberger

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Idee 5/8

Oster-Prozession

Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG"

Als Prozessionslied singen, dazu durch die Kirche schreiten

 

 

Zum EG-Impuls

Idee: Christa Kirschbaum

Idee 4/8

Bodypercussion - bewegte Liedbegleitung

aus "Choral-Groove. Rhythmusspiele und einfache Körper-Begleit-Rhythmen zu Gesangbuchliedern""

In dieser Ausgabe findet sich zum Lied Er ist erstanden, halleluja eine Körperperkussions-Idee von Wolfgang Teichmann, die eine kreative Anregung für eine bewegte und rhythmisch lebendige Liedbegleitung bietet.

Idee: Wolfgang Teichmann

Idee 3/8

Choralandacht

aus der Reihe des WDR 3

„Mein liebster österlicher Stadion-Gesang vom Sieg Christi über den Tod stammt aus Tansania – komponiert als Wechselgesang zwischen Vorsängerin und Gemeinde“, so beginnt der Autor dieser Choralandacht. Eine Liedandacht voller österlicher Freude!

 

Lass Dich von dieser Anregung inspirieren – vielleicht entsteht daraus Deine eigene Liedandacht.

 

Zum Beitrag

 

 

Die Choralandachten auf WDR 3 sind kurze, geistlich gestaltete Radiobeiträge, die in der Mediathek des Senders auffindbar sind. In diesen etwa zehnminütigen Sendungen erklingt zunächst ein Choral – ein klassisches Kirchenlied – gefolgt von einem besinnlichen Impuls aus Kirche und Glaube.

 

 

Idee: Titus Reinmuth

Du möchtest mehr über dieses Lied erfahren?

Lied entdecken
Idee 2/8

Das Lied in den Originalsprachen (Suaheli und Englisch) kennenlernen

Tauche ein in die Klangwelt des Azania Front Lutheran Cathedral Main Choir

Mit „Mfurahini, Haleluya“ bringt dieser Beitrag die österliche Botschaft auf Suaheli und Englisch zu Gehör. Es erklingt mehrstimmige Osterfreude mit rhythmischer Begleitung und dem Chorklang des afrikanischen Kontinents. Das Lied wurde 2018 vom Azania Front Lutheran Cathedral Main Choir in Daressalam (Tansania) eingesungen.

Idee: Martina Hergt

Idee 1/8

Das Wochenlied im evangelischen Gottesdienst

Liturgischer Kalender

Dieses Lied ist als Tageslied für den Ostermontag vorgesehen.

Das Wochen- oder Tageslied – früher auch Graduallied genannt – ist ein zentraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Es gehört neben dem Psalm, dem Wochenspruch und den Lesungstexten zum Proprium des jeweiligen Sonn- oder Feiertages, also zu den wechselnden Stücken eines Gottesdienstes.

Das Wochenlied steht in engem inhaltlichem Zusammenhang mit den biblischen Lesungen und dem theologischen Schwerpunkt des jeweiligen Tages. Es vertieft und deutet die Botschaft des Sonntags auf musikalische Weise.

In der Regel werden zwei Lieder als Auswahl vorgeschlagen.

Mehr erfahren zur Prägung des jeweiligen Sonn- bzw. Feiertages und zum Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wochenlied?

 

Zum Liturgischen Kalender

Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de | Herausgeber: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)

Idee: Martina Hergt