Du schöner Lebensbaum des Paradieses | Paradicsomnak te szép élő fája
Nr. 96 • Evangelisches Gesangbuch
Liedpredigt mit zwei Passionsliedern
aus "Göttinger Predigten im Internet"
Zwei Passionslieder – „Wenn meine Sünd’ mich kränken“ und „Du schöner Lebensbaum des Paradieses“ – stehen im Mittelpunkt der theologischen und kirchenmusikalischen Anregungen von Alexander Völker und Thomas Schmidt.
Vielleicht regt dich diese Vorlage an eine eigene Liedandacht oder Liedpredigt zu schreiben.
Idee: , 
Singidee und Vertiefung
Bild vom Baum aufgreifen: 1. Strophe
Als Vorspiel spielt die Orgel liegende modale Akkorde – ein „Klangteppich“ entsteht. Die Gemeinde wird eingeladen, zu den Orgelklängen Vogelgezwitscher (leichtes Pfeifen), eine sanfte Windbrise sowie raschelnde Äste- und Blättergeräusche frei zu erzeugen. Anschließend wird das Lied einstimmig „normal“ gesungen.
Leidenscharakter mit Dissonanzen erzeugen: 2. Strophe
Alle beginnen gemeinsam das Lied zu singen. Im Verlauf bleibt jedoch jede*r an einer beliebigen Stelle auf einem Ton stehen.
Verfehlung der Menschen: 3. Strophe
Das Lied wird in unterschiedlichen Tempi gesungen – ein klangliches Wirrwarr entsteht. Am Ende halten alle den letzten Ton, bis sich die Stimmen wieder aufeinander gesammelt haben.
Heilungscharakter: 4. Strophe
Organum-Singen wie bei den gregorianischen Chorälen des 9.–11. Jahrhunderts: Die Gemeinde wird in zwei Gruppen geteilt, die die Melodie im Abstand einer Quarte oder Quinte zueinander singen.
Lob- und Dankgesang: 5. und 6. Strophe
Diese beiden Strophen gehören zusammen und werden als Lob- und Dankgesang im mehrstimmigen Kanon gesungen. Die Gruppen können sich beliebig aufteilen und zu jedem Takt neu einsetzen. Wer fertig gesungen hat, hört einfach auf.
Idee:
Improvisatorische Liedkantate
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“
Das Material enthält mehrere variantenreiche Durchführungsideen zur Liedstrophe: z. B. Summen zur Einstimmung (zentrale Töne vorab klären), einen ruhigen, laut-leisen Wechsel in der zweiten Strophe, ein Akkord-Halten als Klangraum für die dritte Strophe, eine Wort-Weitergabe in der vierten Strophe, Tonverlängerungen in der fünften und eine reizvolle Schichtung in Form eines Quintorganums in der sechsten Strophe.
Die methodisch-didaktischen Impulse eignen sich besonders für Gemeinde-, Dekanats- oder Gruppenarbeit im liturgischen bzw. musikalischen Kontext.
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Das Lied in der Originalsprache (Ungarisch) anhören
Evangélikus Kántorképző Intézet
Die schöne Einspielung findet sich auf dem Kanal Evangélikus Kántorképző Intézet des Mandák-Hauses in Fót . Dort hat das Kantorenausbildungs- und Kirchenmusikinstitut der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn seinen Sitz. Es entstand einst aus der Not, doch diese Not hat sich seit mehr als sieben Jahrzehnten als Quelle vielfältiger Segnungen für Einzelne sowie für kleinere und größere Gemeinschaften erwiesen.
Idee:
Theologie trifft Musik: Lieder im Gespräch
Ein Beitrag aus der Reihe "Der Wochenliederpodcast"
Bei diesem ursprünglich ungarischen Passionslied sind wir an unsere Grenzen gekommen, was die Aussprache von Textern und Komponisten angeht. Dafür gab es wieder jede Menge Entdeckungen zu Text und Melodie.
Im Wochenliederpodcast der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens nehmen sich eine Kirchenmusikerin und eine Theologin in jeder Folge eines der evangelischen Wochenlieder vor. Sie sprechen über Geschichte, Melodie und Text des Liedes und geben Anregungen, wie es im Gottesdienst eingesetzt werden kann. Gesprächspartnerinnen sind Martina Hergt von der Arbeitsstelle für Kirchenmusik in Sachsen und Kathrin Mette von der Sächsischen Ehrenamtsakademie. Gelegentlich begrüßen sie auch Gäste im Wochenliederpodcast.
Idee: , 
Choralandacht
aus der Reihe des WDR 3
Noch bevor das Lied ertönt, lädt diese Choralandacht ein, sich auf starke Symbole einzulassen: Der „Lebensbaum“ als Bild für Erlösung und neues Leben, das „Gotteslamm“ als Zeichen für Hingabe und Sinnsuche. In unseren Zeiten großer Unsicherheit greifen Text und Musik auf überlieferte religiöse Bilder zurück – und eröffnen dabei ein Hoffnungsfeld, in das wir treten dürfen. Aus dem Ungarn des 17. Jahrhunderts kommend, verbindet dieses Lied Vertreibung wie Verheißung, Tod und Auferstehung, Angst und Frieden.
Viel Freude beim Lesen oder Reinhören! Vielleicht inspiriert Dich diese Vorlage eine eigene Liedandacht zu schreiben.
Die Choralandachten auf WDR 3 sind kurze, geistlich gestaltete Radiobeiträge, die in der Mediathek des Senders auffindbar sind. In diesen etwa zehnminütigen Sendungen erklingt zunächst ein Choral – ein klassisches Kirchenlied – gefolgt von einem besinnlichen Impuls aus Kirche und Glaube.
Quelle: www.kirche-im-wdr.de
Idee:
Du möchtest mehr über dieses Lied erfahren?
Lied entdeckenDas Wochenlied im evangelischen Gottesdienst
Liturgischer Kalender
Dieses Lied ist als Wochenlied für den Sonntag Reminiszere vorgesehen.
Das Wochenlied – früher auch Graduallied genannt – ist ein zentraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Es gehört neben dem Psalm, dem Wochenspruch und den Lesungstexten zum Proprium des jeweiligen Sonn- oder Feiertages, also zu den wechselnden Stücken eines Gottesdienstes.
Das Wochenlied steht in engem inhaltlichem Zusammenhang mit den biblischen Lesungen und dem theologischen Schwerpunkt des jeweiligen Tages. Es vertieft und deutet die Botschaft des Sonntags auf musikalische Weise.
In der Regel werden zwei Lieder als Auswahl vorgeschlagen.
Mehr erfahren zur Prägung des jeweiligen Sonn- bzw. Feiertages und zum Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wochenlied?

Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de | Herausgeber: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)
Idee:
Singanlässe – Kirchenjahr
Anmerkungen
Das Lied ist eines der beiden Wochenlieder zum Sonntag Reminiszere, an dem das Gebet für verfolgte Christ:innen im Mittelpunkt stehen kann. Im Kontext von Fürbitten lassen sich einzelne Strophen verwenden. Über die Passionszeit hinaus eignet es sich auch für Buß- und Beichtgottesdienste. Schließlich bietet es sich an für einen Wechselgesang zwischen Chor und Gemeinde.
Welche Erfahrungen hast du mit dem Lied gemacht?
Idee: