Lied vermitteln

Die Kerze brennt, ein kleines Licht

Nr. 21 • Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder

  • freiTöne /
  • Durch Hohes und Tiefes /
  • Himmel, Erde, Luft und Meer /
  • Singt Jubilate /
  • EGplus
Idee 3/3

Liedbetrachtung

Gedanken zum Liedtext

Wie oft im Leben sind es nicht die kleinen zunächst auf den ersten Blick unscheinbaren Gegebenheiten, die uns als Menschen innerlich berühren und verändern? Kleine Momente, die für uns wie ein kleines Licht in der Dunkelheit werden und aber dann gerade in dieser Dunkelheit so hell strahlen, dass sie uns zu einem Hoffnungszeichen werden. Ein Lächeln der Nachbarin an der Wohnungstür, die freundliche Dame die uns beim Einkaufen die Tür aufhält, ein lang ersehnter Regen nach heißen Sommertagen, eine warme Tasse Tee an einem verregneten Novembertag, eine Begegnung im Zug mit einem fremden Menschen der uns unvoreingenommen und freundlich von seinem Tag erzählt.  Manchmal sind es genau diese kleinen Dinge, die für uns zu einem Licht werden. Und wir dürfen darin ermutigt sein, dass auch wir ein Licht sein dürfen, dass auch wir ein solches Licht zu anderen Menschen tragen können – ohne viel Aufwand, ohne viel zu tun. Vielleicht ist es das Lächeln an der Wohnungstüre, vielleicht eine Nachricht an eine lang stillstehende Freundschaft, vielleicht etwas ganz anderes. Wir dürfen in jedem Tag neu auf Menschen zugehen und mutig sein, wo uns Jesus ermutigt, ein solches kleines großes Licht zu werden.

 

… wir staunen und hören: „Fürchte dich nicht“

Die zweite Liedzeile trägt einen Zuspruch in sich, der sich durch so viele ermutigende Bibelstellen trägt. 
„Fürchte dich nicht, ich bin mit dir“, spricht Gott beim Propheten Jesaja.
„Fürchtet euch nicht“, sprechen die Engel zu den Hirten und bringen ihnen als erste die Weihnachtsbotschaft. 
Die beiden Bibelstellen verbindet, dass Gott nicht einfach so einen Zuspruch spricht, und Menschen ohne Angst weitergehen sollen. Nein, Gott spricht die Worte mit der Zusage, dass er uns begleitet. Du brauchst keine Angst zu haben, weil da einer ist, der mitgeht. 

„Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; Weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit“  (Jes 41,10)

In Jesus wird es für uns Menschen ganz deutlich wie nah Gott mit uns Menschen mitgehen möchte und wie er uns durch Leid begleitet. Immanuel – Gott mit uns, ist der Name, der Jesus zugeschrieben wird. „Fürchtet euch nicht“, sprechen die Engel den Hirten zu, „Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ (Lk 2, 10-11)

Den Hirten, gerade ihnen, die so weit am Rand der Gesellschaft leben, gerade ihnen sprechen die Engel zu, dass Gott mit ihnen ist, dass ihnen der Heiland geboren ist. 

 

… erzählen und singen, wie alles begann

Das ist Gemeinde – gemeinsam erzählen und singen, sich erinnern an alte Geschichten, und diese Geschichten ins Heute tragen. In unser Heute, wo sie uns bewegen, berühren, Fragen aufwerfen und neu besprochen und bedacht werden wollen. Wie wertvoll und schön es ist, wenn wir im Kleinen und Großen das Teilen leben dürfen. Das Weitererzählen der Geschichten der Menschen lange vor uns und das Teilen von unserem Erleben mit Gott heute

 

… in Gottes Namen fangen wir an

Und so dürfen will all das, was wir in den vorangegangenen Zeilen gespürt haben – ein Licht zu Menschen tragen, Gottes Zuspruch der Begleitung und gemeinsam Gemeinde leben – unter Gottes Schutz leben und in seinem Namen unsere Aufgaben erfüllen. 

Idee: Kristina Sänger

Idee 2/3

Zur Eröffnung

Gesungenes trinitarisches Votum zum Beginn

Die Gruppe entzündet die Kerze und singt sich dabei zu, was jetzt kommt: staunen, hören, erzählen, singen, ermutigt werden. Zusammengefasst: In Gottes Namen fangen wir an. Manchmal scheuen sich Kindergottesdienst-Teamer:innen, z. B. ein trinitarisches Votum zum Beginn selbst vor der Gruppe zu sprechen. Das Lied füllt genau diese Lücke und macht die Kinder selbst zu kleinen liturgischen Experten, die wissen, dass eine gemeinsame Begrüßung Kraft schenkt. Auch für Erwachsene ist das kurze Lied gut nutzbar, zumal es musikalisch durch die Septakkorde und das offene Ende nicht kindlich wirkt. 

 

Gestaltungsideen:

  • zum Gesang eine Kerze anzünden

  • oder das Lied dreimal singen und als trinitarischen Akt drei Kerzen entzünden …

  • Das Lied kann natürlich auch als Kanon gesungen und so musikalisch entfaltet werden. 

 

Idee: Ute Springer

Idee 1/3

Ritual zum Anfang des Kindergottesdienstes

Anregung zum Lied aus der Reihe „EGplus-Impulse“

Der Einsatz des Liedes als Weg zum Kindergottesdienst oder als Ritual im Kindergottesdienst wird in dieser Idee von Andrea Braner beschrieben.

 

 

Zur Singidee auf EGplus-Impuls

 

 

Lust aufs Ausprobieren?

 

Idee: Andrea Braner

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