Die Erde ist des Herrn
Nr. 654 •
EG-Regionalteil Bayern-Thüringen
Nr. 1184 | Vorläufige Liederliste • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
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Lied und Bild
Gesprächsimpulse
Diese Bild mit dem Titel "The Blue Marble” wurde am 7. Dezember 1972 von der „Apollo 17“- Crew auf dem Weg zum Mond aufgenommen. Der Blick auf die Erde aus dem Weltall zeigt die Schönheit unseres Planeten.
Das Bild kann eine Anregung für ein Gespräch in einer Gruppe über das Lied sein.
- Was bedeutet es, dass die Erde Gott gehört – und nicht uns?
- Wie verändert sich unser Blick auf die Welt, wenn wir sie als Gottes Eigentum verstehen?
- Wo hören wir in diesem Lied eher Zuspruch, wo eher Anspruch?
- Welche Verantwortung ergibt sich aus dem Lied für unseren Umgang mit Natur, Ressourcen und Mitmenschen?
- Wo könnte dieses Lied unser Denken oder Handeln verändern?
- Ist Bewahrung der Schöpfung für dich eher Glaubensfrage oder Lebensstil – oder beides?
- Wie wirkt die Aussage „Die Erde ist des Herrn“ auf dich – tröstlich, herausfordernd, befreiend?
- Welche Zeile oder welches Wort hat dich beim Singen besonders angesprochen? Warum?
- Welche Stimmung trägt das Lied für dich: Dank, Staunen, Verantwortung, Freude, Ehrfurcht?

Quelle: Bild: NASA, gemeinfrei
Idee: , 
Lieder begegnen sich
Die Kombination einzelner Liedstrophen mit Strophen aus anderen Liedern kann reizvoll sein.
Das Lied Es wird sein in den letzten Tagen (bisher EG 426) und Die Erde ist des Herrn sprechen miteinander, weil beide die Erde konsequent in Gottes Hand verorten. Während „Die Erde ist des Herrn“ die Gegenwart als Gottes gute Schöpfung beschreibt, richtet EG 426 den Blick auf die Zukunft Gottes, in der diese Schöpfung nicht preisgegeben, sondern erneuert wird.
Auch die apokalyptisch anmutenden Bilder von EG 426 führen nicht zur Weltflucht, sondern begründen Verantwortung: Weil Gott die Erde in den „letzten Tagen“ verwandeln will, ist der Mensch schon heute dazu berufen, sie zu bewahren und an Gottes Frieden mitzuwirken.
Idee:
Gedanken zum Lied der Woche
Kurzandacht
Mit den ersten Worten aus Psalm 24 „Die Erde ist des Herrn“ beginnt dieses Wochenlieder. Entstanden ist es ursprünglich im Zusammenhang mit dem Kirchentag 1985, der unter diesem Motto stand. Jochen Ries schrieb ein Lied, welches zunächst recht deutlich macht, dass die Erde nicht unser Eigentum, sondern uns nur anvertraut ist. Es ist eine Aufforderung an uns, in diesem Bewusstsein zu leben, ohne uns einfach nur zurückzulehnen und die Hände in den Schoss zu legen. In der ersten Strophe bleibt diese Aufforderung noch recht allgemein „Drum sei zum Dienst bereit“. In den folgenden beiden Strophen wird es dann schon konkreter: „Gebrauche deine Kraft“ /„Geh auf den andern zu“. Gleichzeitig wird aber immer wieder deutlich, dass ich nicht allein bin – zum „Ich“ kommt ein „Wir“ und vor allem kann ich auf Gottes Hilfe bei meinem Tun vertrauen. Die Melodie von Matthias Nagel verzichtet auf jegliche Schnörkel, ganz geradlinig folgt sie dem Text und lässt mich gleich einstimmen. Sie ist in Moll gehalten. Trotzdem unterstützt der aufwärts gerichtete zweite Teil der Melodie die Aufforderungen positiv.
Ich komme ins Nachdenken: Was kann ich gut, wo liegen meine Begabungen? Wie kann ich gut am Reich Gottes mitbauen? Das Thema dieses Sonntags sind die uns von Gott anvertrauten Gaben und wie wir sie einsetzen können. Die letzte Strophe des Liedes fasst es gut zusammen: Allen Schwierigkeiten zum Trotz, soll ich nicht die Geduld verlieren oder verzagen. Gerade in schwierigen Zeiten kann ich mich auf den Beistand Gottes verlassen: „Inmitten aller Schuld ist Gott am Werke. Denn der in Jesus Christ ein Mensch geworden ist, bleibt unsre Stärke.“
Idee:
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Wissenswertes zum Liedthema entdecken
Nachhaltigkeit und Kirche
Wir leben in einer Zeit der globalen Krisen, die immer mehr die Zukunft des Lebens auf unserem Planeten in Frage stellen. Die Herausforderungen, vor denen die Weltgemeinschaft steht, sind riesig.
Angesichts der Überschreitung der sogenannten planetarischen Grenzen in vielen Bereichen mit all ihren Folgen sind Mensch und Natur in allen Erdteilen mittel- und langfristig betroffen. Das Überleben der Menschheit und auch der Fortbestand der nichtmenschlichen Natur, wie wir sie heute kennen, ist in Gefahr.
Die Evangelische Kirche in Deutschland setzt sich zusammen mit vielen anderen für mehr Nachhaltigkeit sowie eine sozial-ökologische Transformation unserer Gesellschaft ein. Nachhaltigkeit umfasst dabei nicht nur Klimaschutz und Klimagerechtigkeit, sondern hat soziale, ökologische und ökonomische Perspektiven gleichermaßen im Blick. Nachhaltige Entwicklung zielt auf ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen - auch für künftige Generationen.
Auf der EKD-Themenseite zur Nachhaltigkeit finden sich wissenschaftliche Fakten, theologische Beiträge und kirchliche Positionen sowie aktuelle Informationen zur nachhaltigen Entwicklung und viele Beispiele, wie sich Christen und Kirchengemeinden engagieren.
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) befürwortet die „Ziele zur nachhaltigen Entwicklung“ (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen, die im Rahmen der Agenda 2030 globale Herausforderungen wie Armut, Umweltzerstörung und Ungleichheit angehen wollen. Die EKD sieht die SDGs als wichtige theologische und gesellschaftliche Bezugsgröße und versteht ihren Auftrag darin, in Kirche und Gesellschaft für Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung und eine nachhaltige Zukunft einzutreten

Quelle: www.ekd.de
Idee:
Gedanken zum Lied
Textimpuls aus 500 JAHRE EVANGELISCHES GESANGBUCH
Gottes Erde.
Gott hat uns seine Erde anvertraut.
Uns Menschen – fehlbar, doch voller Hoffnung.
Manchmal kraftlos, aber niemals allein.
Gott hat sie uns die Erde geliehen.
Soviel Vertrauen! Zu uns.
Frère Roger schrieb in einem seiner Gebete*:
Christus, in deinem Vertrauen zu uns liegt der Sinn unseres Lebens.
Uns, die wir sagen: „Ich glaube, Herr, komm meinem geringen Glauben zu Hilfe“,
bahnst du einen Weg, die Schöpfung mitzugestalten.
Auf diesem Weg läßt du uns selbst noch mit unserer Zerbrechlichkeit etwas bewirken.
*Frère Roger in einem Gebet in den Tagebuchaufzeichnungen vom 1.- 12. Januar 1977, zitiert nach: Roger, Frère, Blühen wird deine Wüste. Tagebuchaufzeichnungen, Herder Freiburg 1984, S. 17. Deutsche Übersetzung: Communauté von Taizé, Die französische Originalausgabe erschien 1982 unter dem Titel „Fleurissent les dèserts du cœur".
Idee:
Singanlässe - Kirchenjahr
Anmerkungen
Das Lied ist als Wochenlied für den 9. Sonntag nach Trinitatis vorgeschlagen. Die zugehörigen Lesungs- und Predigttexte verdeutlichen in vielfältiger Weise, wie Gottes Initiative menschliches Handeln hervorruft, ermöglicht und zugleich einfordert.
Idee:
Du möchtest mehr über dieses Lied erfahren?
Lied entdeckenLiedeinführung des Melodieschöpfers
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“
Der Komponist Matthias Nagel erzählt persönlich von der Entstehung seines Liedes und seinem Engagement für die Bewahrung der Schöpfung. Es erschien erstmals im Liederheft des Deutschen Evangelischen Kirchentages im Jahr 1985.
Könnte dieser Impuls ein interessanter Auftakt für eine Liedvorstellung oder -vertiefung werden?
Idee:
Liedeinführung
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EGplus“
„Wir müssen neue Wege für unser Leben auf dieser Erde finden. Es beginnt mit unserem inneren Bild. Erde – das ist nicht ein riesiger Raum, den ich erobern und ausbeuten kann. Erde – das ist dieser kleine blaue Planet im für uns unfassbaren Weltraum. Eine Kugel aus Gestein und Glut mit einer brüchigen Oberfläche. Und darum herum eine zarte Hülle, in der wir atmen können. Raum für Wind und Wolken, Regen und Sonnenschein. Dort, wo die Meere sind und das Land, mal trocken, mal grün – unser Zuhause. Lebensraum für alles, für alle, auch für uns Menschen.“
Eine Liedeinführung von Pfarrer Andreas Miksch aus Koblenz. Sie macht uns neu bewusst: Unsere Welt gehört nicht uns allein – sie ist Geschenk, Verantwortung und Spur göttlichen Wirkens zugleich.
Könnte dieser Impuls ein interessanter Auftakt für eine Liedvorstellung oder -vertiefung werden?
Idee:
Theologie trifft Musik: Lieder im Gespräch
Ein Beitrag aus der Reihe "Der Wochenliederpodcast"
Glaubt man dem Autor Jochen Riess und dem Komponisten Matthias Nagel, dann ist dieses Lied in nur 30 Minuten entstanden. Seine erste Zeile "Die Erde ist des Herrn" greift das Motto des Kirchentags von 1985 in Düsseldorf auf, der mitten in einer konfliktreichen Phase des Kalten Kriegs stattfand. Trotzdem ist der Text nicht von gestern, sondern passt auch noch in unsere Zeit, die sich ganz anderen Herausforderungen gegenübersieht als Mitte der 80er Jahre.
Im Wochenliederpodcast der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens nehmen sich eine Kirchenmusikerin und eine Theologin in jeder Folge eines der evangelischen Wochenlieder vor. Sie sprechen über Geschichte, Melodie und Text des Liedes und geben Anregungen, wie es im Gottesdienst eingesetzt werden kann. Gesprächspartnerinnen sind Martina Hergt von der Arbeitsstelle für Kirchenmusik in Sachsen und Kathrin Mette von der Sächsischen Ehrenamtsakademie. Gelegentlich begrüßen sie auch Gäste im Wochenliederpodcast.
Idee: , 

Landkarte der Liedschöpfer*innen
Zur LandkarteDas Wochenlied im evangelischen Gottesdienst
Liturgischer Kalender
Dieses Lied ist als Wochenlied für den 9. Sonntag nach Trinitatis vorgesehen.
Das Wochenlied – früher auch Graduallied genannt – ist ein zentraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Es gehört neben dem Psalm, dem Wochenspruch und den Lesungstexten zum Proprium des jeweiligen Sonn- oder Feiertages, also zu den wechselnden Stücken eines Gottesdienstes.
Das Wochenlied steht in engem inhaltlichen Zusammenhang mit den biblischen Lesungen und dem theologischen Schwerpunkt des jeweiligen Tages. Es vertieft und deutet die Botschaft des Sonntags auf musikalische Weise.
In der Regel werden zwei Lieder als Auswahl vorgeschlagen.
Mehr erfahren zur Prägung des jeweiligen Sonn- bzw. Feiertages und zum Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wochenlied?

Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de | Herausgeber: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)
Idee:
Lied trifft Text
Meditations- oder Gesprächsimpuls
Ein Klick auf das Bild: Das Zitat von Hannah Arendt dient als Impuls, um sich vertieft mit dem Inhalt des Liedes auseinanderzusetzen. Ob projiziert oder ausgelegt – es bietet einen möglichen Ausgangspunkt für ein Gespräch in einer Gruppe. Auf der Rückseite der Kachel ist eine Strophe oder ein Textausschnitt des Liedes abgedruckt.


Idee:
Lied zum Sonntag
Impulse aus der Reihe KIRCHE IM SWR
Wem gehört eigentlich die Erde? Dieser spannenden Frage geht Mechthild Alber nach – inspiriert von dem Lied „Die Erde ist des Herrn“. Ein Impuls, der zum Nachdenken und Mitsingen einlädt. Viel Freude beim Reinhören!
Die Beiträge LIED ZUM SONNTAG im SWR bieten Wissenswertes und persönliche Gedanken zu bekannten Kirchenliedern aus dem Gotteslob oder dem Evangelischen Gesangbuch. Häufig werden sie durch passende Musikeinspielungen ergänzt. Die Sendung ist Teil der kirchlichen Radiovorträge im SWR und entsteht im Wechsel zwischen katholischen und evangelischen Redaktionen. Viel Freude beim Reinhören!
Vielleicht inspiriert dich diese Vorlage dazu, selbst eine Andacht zu diesem Lied zu entwickeln.
Quelle: www.kirche-im-swr.de
Idee:
Test Titel
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