Der Abend kommt
Nr. 673 •
EG-Regionalteil Württemberg
Nr. 11 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
- Durch Hohes und Tiefes /
- Kommt atmet auf /
- Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
Der Melodie näher kommen
Annäherungen
Die Vermittlerin bringt eine Blockflöte mit und ins Bewusstsein: Der Komponist ist Flötist. Blockflöten gelten als Anfängerinstrument. Die Haltung des Komponisten Hufeisen zu seinem Hauptinstrument ist Würde. So schreibt er: „Ich stehe vor so einer Holzflöte mit Würde. Das Hölzle war ein Baum.“ (siehe www.hufeisen.com/Der-Kuenstler/Biografie-und-Musik-92459.html)
Wir erlangen eine Vorstellung von dem tiefsten Ton der Melodie, wenn auf einer C-Flöte das h fehlt und wir dieses durch Singen ersetzen. Schön ist es natürlich mit einer F-Flöte diesen Lerneffekt nicht haben, dafür die Melodie in bequemer Lage ganz darstellen zu können. Wir spielen, singen die Quarte des Anfangs „mit Würde“ und mit noch etwas mehr Haltung (Atemstütze) bereiten wir die Sexte vom e´ zum c´´ am Übergang zur 3. Zeile vor. Leider zerstückelt der Atem an dieser Stelle in der 1. Strophe den Satz – für die anderen Strophen passt es aber gut.
Quelle: eingesendet von Markus Leidenberger
Idee:
Singanlässe
Anmerkungen
Das Lied eignet sich als Ausklang bei Abendgottesdiensten oder in Gruppen. Es kann auch sehr gut mit Kindern als Abendgebet gesungen werden.
Welche Erfahrungen hast du mit dem Lied gemacht? Tausche dich mit anderen darüber aus.
Idee:
Liedbetrachtung
Gedanken zum Liedtext
In Angst vor dunklen Nächten führt dieses Abendlied wunderbar behutsam durch die Nacht.
Beginnend mit der Gewissheit, dass auch bei einbrechender Dunkelheit, wenn sich Menschen in ihre Häuser zurückziehen, niemand von Gott alleine gelassen wird, dürfen wir vertrauensvoll in die Abendstunden gehen.
In den beiden Strophen zur Nacht verschweigt der Text des Liedes nicht die Ängste und Tiefen, die für manche Menschen die Nächte prägen. Diese Tiefen sind gesehen von Gott, sind aufgehoben und zugleich in die Bitte eines Abendgebets gelegt, dass Gott mit uns durch die Nacht gehen möge, sein Friede bei uns bleibt und sein Licht auch in der Dunkelheit spürbar wird.
Dass dieses Licht, Gottes Licht, uns in einen neuen Morgen führen möge, prägt die vierte Strophe, die in behutsamer Zuversicht auf den neuen Tag verweist, den wir mit Gottes Güte beginnen dürfen.
Idee:
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Den Licht-Denkraum ausloten
Annäherungen
Jesus sagt von sich: Ich bin das Licht der Welt (Joh 8,12)
und auch: Ihr seid das Licht der Welt (Mt 5,14)
Strophe zwei verbindet beide Aussagen: „und wir von deinem Licht durchdrungen sind“.
Wer hat schon wahrgenommen, dass in dem Wort Licht – ich drinsteckt? L-ich-t.
Wer Licht sieht, sieht es mit seinem ICH.
Wer Licht ausstrahlt, wirkt mit seinem ich, mit seiner Person.
Dein helles Licht – auf das die vierte Strophe und damit das ganze Lied hinsteuert – rückt das Lied, das von der Nacht ins Licht führt, in einen eschatologisch, endzeitlichen Ewigkeitsraum gemäß Offenbarung 22,5: „Und wird keine Nacht mehr sein, und sie werden nicht bedürfen einer Leuchte oder des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
Quelle: eingesendet von Markus Leidenberger
Idee:
Der Gedankenwelt des Textdichters näher kommen
Annäherungen
„Wo wir auf dunklen Wegen irrgegangen“ in der 2. Strophe erinnert an Jesaja 53,6: „Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg“.
Jörg Zink promovierte 1955 bei Helmut Thielicke in Hamburg zum Thema „Der Kompromiss als ethisches Problem“. – Ist das „ein jeder sieht auf seinen Weg“ nicht ein Problem unserer Tage. Sind wir in unserer Gesellschaft noch kompromissfähig? Ist die Kompromisslosigkeit der Haltungen (jeder versucht seine Sicht durchzusetzen oder er wechselt die Blase, die Gruppe, die Gemeinde, die Partei) ein Weg, der in die Irre führt? Zink war als früherer Soldat im 2. Weltkrieg später friedenspolitisch aktiv. Was sagt seine Haltung uns heute?
Quelle: eingesendet von Markus Leidenberger
Idee:
Meditation
Annäherungen
Wir kommen körperlich zur Ruhe, beenden Bewegungen von Armen, Beinen, Kopf und Händen, schließen die Augen und stellen uns innerlich die Bilder vor einer Abenddämmerung, die Dunkelheit der Nacht (mit oder ohne Sternenhimmel), die schöpferische Stille ohne Motorenlärm und Vogelgezwitscher, und geben dem seelischen Frieden Platz.
Wir atmen tief ein uns aus. Wir nehmen uns Zeit.
Wie wäre es, wenn der Gott des Friedens bei uns einzöge?
Wir lesen, bedenken, summen, singen Strophe 1 und 3.
Quelle: eingesendet von Markus Leidenberger
Idee: