Lied vermitteln

Atme in uns, heiliger Geist

Nr. 57 • Durch Hohes und Tiefes

  • freiTöne /
  • Himmel, Erde, Luft und Meer /
  • Gotteslob /
  • Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
Idee 1/1

... und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase

Mit einem Bildimpuls ins Gespräch über ein Lied kommen

Diese Skizze der Künstlerin Barbara Flick trägt den Titel „Freier Atem“. Die schwarze Farbe wurde aufgetragen und anschließend mit unterschiedlicher Intensität in verschiedene Richtungen geblasen. Dadurch entstehen Spuren von Bewegung, Ausbreitung und Lebendigkeit. Das Bild kann für sich genommen – etwa in einer Bildbetrachtung – ein Impuls sein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Hier öffnet sich ein weiter Deutungshorizont: vom Odem, den Gott dem ersten Menschen einhauchte und ihn dadurch zum Leben erweckte, bis hin zum Wind des Heiligen Geistes, der Menschen bewegt, verändert und zum Singen bringt.

 

In Verbindung mit dem Lied „Atme in uns, Heiliger Geist“ können folgende Fragen und Impulse hilfreich sein: Was erinnert im Bild an Atem, Wind oder Bewegung? Wohin scheint sich die Farbe auszubreiten? Wirkt die Bewegung eher sanft, kraftvoll, chaotisch oder befreiend? Welche Zeile des Liedes passt besonders gut zu dem Bild? Wo erlebt ihr Atem als etwas Lebensspendendes? Was könnte es bedeuten, dass Gottes Geist „in uns atmet“? Welche Veränderungen entstehen, wenn Wind oder Atem etwas in Bewegung bringen?

 

Mögliche Vertiefungen: Probiert aus, selbst Farbe mit Strohhalmen zu pusten und beobachtet, welche Formen entstehen. |  Achtet beim Singen auf euren Atem: Wann trägt er? Wann wird er ruhig oder kraftvoll? | Sprecht oder schreibt den Satz weiter: „Wenn Gottes Atem in uns wirkt, dann …“

 

Da machte Gott der HERR den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. 
1. Mose 2

 

Klicke auf die Bildkachel und schau, was passiert.

Quelle: Barbara Flick, 1949 in Dillingen a.d. Donau geboren, aufgewachsen bei Künstlern, bei Orgelbauern und bei echten Bauern, schöpferisch tätig seit ihrer Kinderzeit, gefördert von ihrer Patin Prof. Hilda Sandtner, Lehrstuhlinhaberin für Kunsterziehung in Augsburg und Stifterin des Textilmuseums Mindelheim. Von ihr inspiriert wurde sie zur begeisterten Textilfachfrau und -designerin. Es entstanden Bildteppiche, Textildrucke, Batiken und Malereien. Ein 15- jähriger Umweg über Optik- und Brillendesign führte sie direkt an die Freie Kunstschule in Nürtingen zur Bildhauerei. Auf diesem Wege wurde sie zur Dipl. Kunsttherapeutin und freien Malerin. Wertvolle Impulse bekam sie aus Psycho- und Bibliodrama, Theater, Musik und Lyrik. Sie ist eine sensible, temperamentvolle Künstlerin, Lebenskünstlerin und Überlebenskünstlerin, ein Mensch, der anderen Menschen ohne Vorurteile, mit erwartungsvoller Neugier und erfrischendem Humor begegnet. Das hat für alle, die mit ihr zu tun haben, etwas Befreiendes.

Idee: Martina HergtHans-Peter Braun