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Wir warten im Advent

Nr. 61 • Kinderkirchenlieder "Immer und überall" (ELKB)
Nr. 304 RT Bayern-Sachsen • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

Eigentlich trägt der Advent als Bußzeit in seiner liturgischen Gestaltung bewusst kein Gloria. Hier versteht der Liedautor den Engelgesang aus der Weihnachtsgeschichte als Vorausschau auf Weihnachten. Der Advent wird so als Zeit des Wartens und der Erwartung erfahrbar, in der das noch ausstehende Heil bewusst offen gehalten wird und verheißungsvoll anklingt. In dieser Spannung des Wartens entsteht ein modernes Singangebot, ein neues Adventslied für große und kleine Menschen.

Text:

Thomas Riegler (*1965), 2013

Melodie:

Thomas Riegler (*1965), 2013

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Wissenswertes zu "Wir warten im Advent"

Das Lied entstand für den Kinderchor in Bad Neustadt und wurde im Advent 2013 dort erstmals im Familiengottesdienst aufgeführt.

 

- Liedrecherche von Thomas Riegler -

Im Zentrum steht der typische Adventsgedanke: das Warten auf das Kommen Gottes in Jesus Christus. Das Lied greift damit eine Grundspannung adventlicher Spiritualität auf: Noch ist das Heil nicht sichtbar da, aber es wird erwartet und ist verheißen.

 

Das Lied umfasst insgesamt zehn Strophen, von denen im Erprobungsband des EG-Regionalteils Bayern-Sachsen nur die Strophen 1–4 und 8 abgedruckt sind. Die Adventszeit ist traditionell eine Bußzeit, in der das Gloria entfällt. Das Gloria im Refrain des Liedes ist daher als Vorausschau auf Weihnachten zu verstehen. Am Ende des Refrains kann statt „wir warten im Advent“ auch der jeweilige Anfang der Strophe wiederholt werden (z. B. bei der 2. Strophe: „wir warten auf das Kind“).

 

Der Text ist in einer bewusst kindgerechten Sprache gestaltet, die durch kurze Sätze, einfache Begriffe und klare Bilder einen unmittelbaren Zugang ermöglicht.

Die Melodie in Moll ist in Bewegung. Im Refrain „hüpft“ sie in punktierten Rhythmen, in der Strophe verläuft sie mit Achtelketten und abschließenden Viertelnoten in den kleineren Melodiebögen etwas schlichter. In der Strophe folgen auf drei kurze Auftakte mit Achtelnoten ein längerer Auftakt mit einer Viertelnote. Dadurch wird der Schluss des Strophentextes besonders betont.Die Altstimme im Refrain ermöglicht eine einfache Zweistimmigkeit. Die Melodie prägt sich leicht ein und kann nach einmaligem Hören schnell von Groß und Klein mitgesungen werden.n.

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