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Wie ein Wind, der leise weht [Regionalteil]

Nr. 133 • Singt von Hoffnung
Nr. 301 RT Bayern-Sachsen • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

  • Kommt, atmet auf

Dieses neuere Abendlied verbindet mit seiner ruhigen, klangschönen Melodie den Rückblick auf den vergangenen Tag mit dem Vertrauen auf Gottes Schutz in der Nacht. Die Strophen geben Raum für Freude und Dank, aber auch für Schuld, Klage und Sorge. Dabei weitet sich der Blick vom täglichen Wechsel zwischen Tag und Nacht hin zur Hoffnung auf den ewigen Morgen.

Text:

Wolfgang Vorländer (*1952), 1984

Melodie:

Wolfgang Vorländer (*1952), 1984

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Wissenswertes zu „Wie ein Wind, der leise weht [Regionalteil]“

Das Lied entstand 1984, als Wolfgang Vorländer Gemeindepfarrer in Wuppertal war. Ab 1985 war Vorländer Bildungsreferent beim CVJM-Westbund. 1991 erschien das CVJM-Liederbuch Lebenslieder, in dem das Lied erstmals veröffentlicht wurde. In der Folge wurde es in mehrere weitere Lieder- und Gesangbücher aufgenommen, darunter Die Fontäne in Blau (1993), Leben aus der Quelle (2007), Singt von Hoffnung (2008) und Kommt, atmet auf (2011).

Der vielschichtige Liedtext besingt die Abendstimmung mit ihrem Rückblick auf das Gewesene und ihrem Ausblick auf den kommenden Morgen, der Hoffnung schenkt und die Nacht beschließt. Der Refrain spricht von Frieden und Schutz, die Gottes Hand gewährt. Jede Strophe greift einen Aspekt dieser abendlichen Betrachtung auf:

 

1. Strophe: Gott ist der Herr der Zeit, der die Kontinuität des Tageslaufs wahrt.
2. Strophe: Gott blickt auf die Menschen und vergibt ihre Sünden.
3. Strophe: Gott hört die Klagen und selbst die stummen Schreie der geplagten Menschen.
4. Strophe: Auch Freude und Frohsinn sind auf Gott ausgerichtet, der die Menschen nicht vergisst.
5. Strophe: Die Nacht bringt Angst und Sorge mit sich, doch Gott ist mächtiger.
6. Strophe: Die letzte Strophe richtet den Blick eschatologisch auf das Ende der Zeit: Der stetige Wechsel von Tag und Nacht endet, die letzte Nacht ist vorüber und der ewige Morgen bricht an.

 

Das Versmaß ist allerdings unregelmäßig, sodass die Melodietöne in jeder Strophe angepasst werden müssen.

Das Strophenlied mit Refrain besticht durch seine beruhigende Melodie. In den Strophen entfaltet sie sich in sanft tropfenden Dreiklangsmotiven, die jeweils durch Achtelauftakte eingeleitet werden. Aufgrund des unregelmäßigen Versmaßes variiert die Anzahl der Achtelnoten von Strophe zu Strophe, was beim Singen erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Dazu bildet der Refrain mit seinem hymnischen Ausdruck, den feierlichen Punktierungen und den beiden charakteristischen Quintfällen einen Kontrast. Auf diese Quintfälle erklingen die Reimwörter „geborgen“ und „Morgen“.

Dieses Abendlied eignet sich sehr gut für Abendgottesdienste und Abendandachten, als Tagesabschluss bei Freizeiten sowie für das Abendgebet zu Hause. Die Tonart E-Dur legt eine Gitarrenbegleitung nahe, die auch gut zur „tupfenden“ Melodieführung passt. Im Kehrvers kann die Begleitung voller und runder klingen als in den Strophen. 

 

Da die sechs Strophen inhaltlich aufeinander bezogen sind und eine Entwicklung nachzeichnen, sollte das Lied möglichst mit allen Strophen gesungen werden. 

Liedrecherche: Erik Dremel

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