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Wenn Glaube bei uns einzieht (Weil der Himmel bei uns wohnt)

Nr. 213 • Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder

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Unter freiem Himmel auf dem Schlossplatz in Oldenburg erlebte dieses Lied 2004 seine Uraufführung. Rund 10.000 Menschen nahmen am Abschlussgottesdienst eines Landeskirchentages teil und sangen von ihrem Glauben in dieser Welt, von der Liebe und von der Hoffnung einer lebendigen Gemeinde im Hier und Jetzt – „… weil der Himmel“ schon „bei uns wohnt.“

Text:

Martina Wittkowski (*1964), 2004

Melodie:

Ralf Grössler (*1958), 2004

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Wissenswertes zu "Wenn Glaube bei uns einzieht (Weil der Himmel bei uns wohnt)"

Das Lied entstand im Jahr 2004 im Rahmen der Vorbereitungen des Landeskirchentages der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg. Das Motto lautete: „Mehr Himmel auf Erden …“. Seine Uraufführung erlebte das Lied beim Abschlussgottesdienst auf dem Schlossplatz in Oldenburg, an dem rund 10.000 Menschen teilnahmen.

 

 

- Liedrecherche von Thomas Schmidt -

Es handelt sich um ein dreistrophiges Lied mit weitgehend identischem Text und Aufbau. Jede Strophe besteht aus zwei Sätzen, die jeweils wiederholt werden. Dadurch entsteht eine eindrucksvolle Entsprechung zwischen dem „Öffnen des Horizonts“ und dem „Wohnen des Himmels“ bei den Menschen. In den drei Strophen wird jeweils nur ein zentrales Wort ausgetauscht: Glaube, Liebe, Hoffnung. Darin klingt 1. Kor 13,13 an, wobei die paulinische Reihenfolge „Glaube – Hoffnung – Liebe“ verändert wird: Die Liebe nimmt die Mittelstellung zwischen Glaube und Hoffnung ein und erhält dadurch besonderes Gewicht.

Die fröhlich schwingende und zugleich hymnenhafte Melodie im 6/4-Takt beginnt mit einem Sextsprung aufwärts zur Dur-Terz und wird von dort bei dem Wort „uns“ rasch bis zur Oktave weitergeführt. Die Wiederholung übernimmt zunächst dieselbe melodische Gestalt. Lediglich der zweite Satz („wir fangen an zu leben …“) erfährt in seiner Wiederholung eine melodische Umspielung, gleichsam eine Verlebendigung, bevor am Schluss bei „Himmel bei uns wohnt“ eine Beruhigung eintritt. Dabei wird beim Wort „Himmel“ sinnfällig noch einmal der Spitzenton der Melodie erreicht. Ihren besonderen Reiz erhält die Melodie durch die Synkopen bei den Worten „Glaube“, „Liebe“, „Hoffnung“ sowie „einzieht“.

Die musikalisch intendierten Betonungs- beziehungsweise Schwerpunktverschiebungen bei den Worten „Glaube“ (Strophe 1), „Liebe“ (Strophe 2) und „Hoffnung“ (Strophe 3) verlangen von den Begleitenden an Orgel oder Klavier besondere rhythmische Führungssicherheit. Keinesfalls sollten diese Stellen lediglich als Hemiolen im Sinne eines Wechsels zwischen 6/4- und 3/2-Takt aufgefasst werden; dadurch erhielte das Lied einen schwerfälligen Charakter, und das Drängende des „Einzugs“ ginge verloren.

Mittlerweile existieren zahlreiche Arrangements für Chor und Bläser in unterschiedlichen Ausgaben, darunter auch ein groß angelegtes Arrangement für Orchester in der Strube-Ausgabe „Musik für festliche Gelegenheiten“.

 

Inhaltlich eignet sich der Einsatz des Liedes überall dort, wo das Hohelied der Liebe thematisch eine Rolle spielt. Auch bei Open-Air-Gottesdiensten – also unmittelbar unter dem Himmel – entfaltet das Lied aufgrund seines hymnischen Charakters und seiner bildhaften Sprache eine besondere Wirkung.