Weil irgendwas in mir
Nr. 168 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
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Dieses zuversichtliche Lied verbindet die leise Sehnsucht nach Gott mit der Zusage seines erneuernden Handelns. Es lädt dazu ein, den Neuanfang in Christus als fortwährenden Weg zu verstehen – besonders im Horizont von Taufe und Konfirmation. Durch seine schlichte musikalische Form ist es leicht mitsingbar und eignet sich gut für den Gemeindegesang.
Text:
Melodie:

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Wissenswertes zu "Weil irgendwas in mir"
Das Lied wurde beim Taufliederwettbewerb 2023 der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Dort ist es mit Text und Melodie von Matthias E. Gahr sowie einem Satz von Michael Schütz gelistet. Das Lied erschien im Strube Verlag. Aufgrund seines spezifischen Bezugs auf Taufe bzw. Konfirmation ist es bislang insgesamt noch wenig verbreitet.
Das Lied besteht aus zwei Strophen und einem Refrain. In der ersten Strophe wird zunächst die Gottessehnsucht thematisiert, die jedem Menschen innewohnt. Diese Bewegung erscheint tastend und suchend und beschreibt eine innere Sehnsucht, die sich als Hinweis auf das Wirken des Heiligen Geistes deuten lässt (vgl. Joh 6,44: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht“). In der zweiten Strophe rückt Gott selbst und sein Handeln in den Mittelpunkt: „Deine Nähe bleibt“ verweist auf die Treue Gottes (vgl. Hebr 13,5); „Neue Wege beschreibt“ steht für Berufung und Orientierung; „Quelle … Segenswort“ greift biblische Bilder aus Ps 36,10 („Denn bei dir ist die Quelle des Lebens“) sowie Motive aus der Segenspraxis bei Taufe und Konfirmation auf.
Der Refrain, der aus einer vierfach wiederholten Textzeile besteht, beschreibt den Neuanfang in Christus (vgl. 2 Kor 5,17: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur“). Die Wiederholung unterstreicht den prozesshaften Charakter dieses Neuanfangs: Er wird nicht als einmaliges Ereignis verstanden, sondern als immer wieder neu zu vollziehender Weg im Sinne einer prozesshaften Spiritualität – Glaube als Weg, nicht als statischer Zustand. Der sprachlich bewusst einfach gehaltene Text, insbesondere die Repetition im Refrain, verleiht dem Lied einen meditativen Charakter, vermeidet komplizierte Begriffe und wirkt dadurch leicht verständlich und emotional ansprechend. Das Lied ist daher gut für den Gemeindegesang geeignet.
Das Lied steht in C-Dur und weist modale Anklänge auf. Sein Tonumfang umfasst eine Oktave (c–c′). Die Strophen sind durch ruhige, syllabische (jede Textsilbe erhält einen Ton) Bewegungen sowie durch Phrasenwiederholungen mit nahezu gleichmäßigen Achtel- und Viertelwerten geprägt. Die verwendeten Vier-Takt-Phrasen gliedern sich jeweils in einen Teil A und einen Teil B, wobei Teil B innerhalb jeder Phrase rhythmisch und melodisch identisch wiederholt wird und leichte synkopische Verschiebungen enthält.
Der Refrain ist insgesamt aufsteigend angelegt und erfährt mit der dritten Wiederholung eine dezente Steigerung. In den ersten Takten arbeitet er mit einer konstanten Achtelphrase, bevor in den folgenden Takten das melodische und rhythmische Motiv B der Strophe aufgegriffen wird, das lediglich in der dritten Wiederholung melodisch variiert erscheint. Das in Strophe und Refrain verwendete Tonmaterial ist überwiegend diatonisch und verzichtet vollständig auf chromatische Abweichungen.
Melodie und Text greifen stimmig ineinander; dadurch ist das Lied gut mit der Gemeinde singbar und entfaltet eine insgesamt zuversichtliche Ausstrahlung.
Dieses Lied spricht von einer tiefen Sehnsucht nach Gott – einer Sehnsucht, die oft leise beginnt und doch das ganze Leben prägt. In den Strophen wird erfahrbar, wie Gottes Nähe spürbar wird, wie er neue Wege eröffnet und unser Leben mit seinem Segen erfüllt. Der Refrain bringt dies auf den Punkt: „Werde ich neu in dir – und immer wieder neu.“ Darin klingt die Zusage an, die in Taufe und Konfirmation gefeiert wird: Gott macht uns neu – nicht nur einmal, sondern immer wieder, Tag für Tag.
So wird das Lied zu einem gesungenen Gebet: als Dank für das, was Gott in uns begonnen hat, und als Bitte um seine weitere Begleitung. Es eignet sich besonders als Tauflied, kann aber ebenso bei Konfirmationen oder in vergleichbaren gottesdienstlichen Kontexten gesungen werden. Durch seine einfache musikalische Form mit wiederkehrenden melodischen und rhythmischen Bausteinen ist das Lied unmittelbar mitsingbar – gegebenenfalls sogar ohne Noten.
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