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Vorbei sind die Tränen

Nr. 28 • EGplus

  • freiTöne /
  • Durch Hohes und Tiefes /
  • Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder /
  • Singt Jubilate

Unbändige Sing- und Lebensfreude im charakteristischen Latin-Stil lassen dieses Lied zu einem kraftvollen Gesang werden. In eindrücklichen Bildern zeichnet es den Weg von Leid und Angst hin zu Trost und Erneuerung und verbindet die Hoffnung auf Gottes neue Welt mit Erfahrungen im Hier und Jetzt – eine Perspektive, die unmittelbar ansteckend wirkt. Wer könnte da noch ruhig sitzen bleiben?

Text:

Lothar Teckemeyer (*1948), 2004

Melodie:

Satz:

Wolfgang Teichmann (*1952), 2004

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Wissenswertes zu "Vorbei sind die Tränen"

Das Lied entstand im Jahr 2004 im Vorfeld des 30. Deutschen Evangelischen Kirchentages im Mai 2005 in Hannover. Die Kirchentagslosung lautete „Wenn dein Kind dich morgen fragt …“ (5. Mose 6,20). Nach seiner Erstveröffentlichung im Kirchentagsliederheft Lebens-Weisen fand das Lied Eingang in zahlreiche neuere Sammlungen.

 

 

- Liedrecherche von Christian Verwold  -  

Die beiden ersten Strophen beschreiben das neue Leben im Reich Gottes. Ausgehend von Offb 21,4 („Gott wird abwischen alle Tränen …“) wird die neue Zeit vor Augen gemalt: Tränen, Weinen, Schmerz, Elend, Hass und Streit, Herrschsucht, zerstörerische Macht, drohende Fäuste – all das wird es dort nicht mehr geben. Der gemeinsame Strophenabschluss bekräftigt: „Das Neue (…), es ist da im Hier und Jetzt.“ Die dritte Strophe ist bereits im angesagten „Hier und Jetzt“ angekommen: In wenigen, im Präsens gehaltenen Sätzen wird aufgezählt, was das neue Sein kennzeichnet, um mit der Feststellung zu schließen: „Gott (…) ist bei uns im Hier und Jetzt.“ Ein zentraler Satz der dritten Strophe bringt den Charakter des gesamten Liedes auf den Punkt: „Er [Gott] tröstet, er lacht.“ In der Verschränkung von Zukunft und Gegenwart ist im Refrain – bis in die Zeitformen hinein – nicht mehr vom Vergangenen die Rede („nichts bleibt, wie es ist“), sondern von einer gegenwärtigen Entwicklung: Alles wird sich umfassend verändern („Himmel und Erde werden neu, nichts bleibt, wie es ist“), auch hier in Anlehnung an Offb 21,1.

Im charakteristischen Latin-Stil gehalten (da ding-ding, da ding-ding, da ding-ding, da ding) vermittelt die Melodie unmittelbar eine große Sing- und Lebensfreude. Sprunghaft aufsteigende Abschnitte und sich wiederholende, in Sekundschritten absteigende Melodieteile wechseln sich ab. Die Beschreibung des Hier und Jetzt in den Strophen sowie die angedeuteten Veränderungen bewegen sich im Tonraum zwischen h und g′, während sich der dreistimmig aufblühende Refrain bis zum c″ hinaufschwingt und – unterstützt durch das Latin-Feeling – die Hoffnungsbotschaft dynamisch und prägnant transportiert.

Je nach Schwerpunktsetzung passt das Lied besonders gut zum Ende des Kirchenjahres (Toten- bzw. Ewigkeitssonntag), etwa auch in einer collageartigen Inszenierung des Lesungstextes aus Offb 21. Entsprechend seiner Entstehung im Zusammenhang mit der Kirchentagslosung von 2005 „Wenn dein Kind dich morgen fragt …“ (5. Mose 6,20) eignet sich das Lied zudem für Gottesdienste, die Fragen der Zukunft bzw. Zukunftsangst thematisieren.

Aufnahmen von "Vorbei sind die Tränen"

Vorbei sind die Tränen
mit Chor und Instrumentalbegleitung

Projektchor mit allen Generationen der Lutherkantorei Bad Harzburg, Rainer Buhl (Gitarre), Alexander Trommer (Cachon), Musikalische Leitung und Klavier: Karsten Krüger