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Ubi caritas et amor (Taizé)

Nr. 651 • EG-Regionalteil Bayern-Thüringen

  • Durch Hohes und Tiefes /
  • EG-Regionalteil Österreich /
  • Himmel, Erde, Luft und Meer /
  • Gotteslob /
  • EG-Regionalteil Baden-Pfalz-Elsass-Lothr. /
  • EG-Regionalteil Nordelbien /
  • Singt Jubilate /
  • EG-Regionalteil Rheinland-Westfalen-Lippe /
  • Singt von Hoffnung /
  • EG-Regionalteil Württemberg

Das Ubi caritas bringt eine zentrale christliche Glaubensaussage auf den Punkt: Wo Menschen einander in Liebe zugewandt sind, ist Gott gegenwärtig. Der traditionsreiche Liedruf im schönen Klanggewand aus der Communauté von Taizé verbindet die Erinnerung an Jesu Fußwaschung mit dem Auftrag zu tätiger Nächstenliebe. In seiner schlichten, wiederholbaren Gestalt lädt er dazu ein, diese Zusage und diesen Auftrag singend zu vertiefen.

Text:

altkirchlich

Melodie:

Jacques Berthier (1923 – 1994)

Satz:

Jacques Berthier (1923 – 1994)

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Wissenswertes zu „Ubi caritas et amor (Taizé)“

Eine erste, schlichte und lange Zeit einzige zweistimmige Vertonung von Jacques Berthier entstand Mitte der 1980er-Jahre; eine zweite folgte etwa zehn Jahre später, um 1995.

Eng an die biblische Vorlage angelehnt, formuliert der Text eine knappe, grundlegende Aussage über Gott: „Gott ist Liebe“ (vgl. 1. Johannes 4,16). Der Vers wird fortgeführt: „… und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ Darüber hinaus lassen sich Bezüge zum Gleichnis vom Weltgericht erkennen, in dem sich Christus mit den Menschen identifiziert, denen tätige Nächstenliebe zuteilwird (Matthäus 25,31–46). Darin liegt auch ein Ansatz, den Text als Aufforderung zu tätiger Nächstenliebe zu verstehen.

 

Liturgisch ist das mehr als tausend Jahre alte „Ubi caritas …“ mit der Feier des Gründonnerstags und der Erinnerung an Jesu Fußwaschung verbunden.

„Ubi caritas..“ ist zweifach vertont. Es gibt eine schlichte Fassung in F-Dur, die Mitte der 1980er Jahre entstanden ist und im Gebrauch der Communauté konsequent nur zweistimmig auftaucht. Sie umspielt mit geringem Tonumfang den Grundton, moduliert aber beim Wort „amor - Liebe“ überraschend nach D-Dur. Gerade die schlichte Zweistimmigkeit ist für ungewöhnlich viele Ausschmückungen geeignet. Bei der Aufnahme in neuere Gesangbücher bzw. deren Anhänge ist daraus ein 4-stimmiger Satz geworden, harmonisch ganz nah am Original (siehe EGplus 128).

 

Seit ca. 1995 existiert noch eine weitere Melodie in E-Dur mit einem von Anfang an vierstimmigen Satz, der auf der Terz beginnt und auf der Dominante endet, somit etwas Leichtes, Schwebendes hat. Der geringe Tonumfang (nur Sekunde bis Dominante, 4 Töne) entspricht in seiner Schlichtheit dem unterlegten Text.

Liebe, insbesondere Nächstenliebe und Diakonie, steht im Mittelpunkt des Liedrufs. Daher eignet er sich besonders für Gottesdienste mit diesen thematischen Schwerpunkten.

 

Das mehr als tausend Jahre alte „Ubi caritas …“ hat seinen liturgischen Ort in der Gründonnerstagsfeier, in der an die Fußwaschung Jesu erinnert wird.

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