The peace of the earth be with you
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Ein Lied reist um die Welt: Eine schottische Diakonin begegnet bei einer Franziskanerin aus Guatemala diesem spanischen Segenslied. Davon bewegt, nimmt sie es mit in ihre Heimat, wo es in der Iona-Gemeinschaft eine englische Textfassung erhält. Von dort aus tritt das Lied seine Reise rund um den Globus an. Mit seinen eindrucksvollen Bildern aus der Natur – Erde, Himmel und Wasser – lädt es dazu ein, den göttlichen Frieden zu empfangen und im eigenen Inneren wachsen zu lassen. Besonders im wiederholten, meditativen Singen entfaltet der klangvolle Satz seine stille, verbindende Kraft.
Text:
nach dem spanischsprachigen Lied »La paz de la tierra esté contigo« aus Guatemala
Satz:

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Wissenswertes zu "The peace of the earth be with you"
Christine Carson lernte „La paz de la tierra“ 1996 in Guatemala von einer guatemaltekischen Franziskanerin kennen. Sie lebte dort in einem Dorf mit Menschen, die aus Honduras geflüchtet waren. Nachdem Carson nach Schottland zurückgekehrt war, machte sie das traditionelle Lied aus Guatemala in der Iona-Gemeinschaft bekannt. John L. Bell erarbeitete eine metrische Übersetzung, die zur Melodie passte, und harmonisierte den Gesang. Das nun englischsprachige Lied wurde erstmals in There Is One Among Us (Glasgow 1998) veröffentlicht.
Die Iona-Gemeinschaft ist eine ökumenische Gemeinschaft mit Sitz auf der Insel Iona an der Westküste Schottlands sowie in Glasgow. Seit den 1980er Jahren ist die liturgische Erneuerung des Gottesdienstlebens ein wichtiger Schwerpunkt, zu dem auch das Schreiben neuer Lieder gehört. Fragen von Frieden und Gerechtigkeit werden in den Liedern ebenso thematisiert wie die ganzheitliche Sicht des keltischen Christentums auf die Schöpfung. Einige Lieder greifen auf die keltische Musiktradition zurück, während andere Einflüsse aus verschiedenen Teilen der Welt aufnehmen. Viele der Lieder sind kurz und einfach gehalten; daneben finden sich jedoch auch Formen mit Strophen und Refrain.
- Liedrecherche von Christian Finke -
In dem kurzen Segenstext wird der Wunsch nach Frieden zum Ausdruck gebracht – einem Frieden, der sowohl auf Erden als auch in den Himmeln („of the heavens“), in den Flüssen und in den Tiefen des Meeres existiert. Der Text umfasst die gesamte Schöpfung und ist damit im keltischen Christentum sowie in der Tradition verwurzelt, die die Iona-Gemeinschaft prägt. Die Verheißung des Friedens richtet sich – ähnlich wie im Aaronitischen Segen – an ein kollektives „you“. Biblische Bezüge zur Friedensthematik finden sich u. a. in 4. Mose 6,24 ff., Johannes 14,27, Psalm 121,3–8 und Philipper 4,7.
Der spanische Text lautet:
La paz de la tierra esté con tigo
la paz de la cielos también.
La paz de los nos esté con tigo
la paz de los mares tambieén.
La paz profunda cayendo sobre ti.
La paz profunda creciendo en ti.
Deutsche Übertragung:
Der Friede der Erde sei mit dir
und der Friede des Himmels;
der Friede der Flüsse sei mit dir
und der Friede der Meere.
Tiefer Friede möge sich auf dich legen,
Gottes Friede in dir wachsen.
Die zum vierzeiligen Text gehörende Melodie besteht aus zwei unterschiedlichen Melodiebögen (Form: aa bb), wobei sowohl der erste als auch der zweite Melodiebogen jeweils wiederholt wird. Der einfache Tonverlauf innerhalb eines begrenzten Tonumfangs von einer Septime wirkt sanglich und zugleich meditativ.
Der zur Melodie gesetzte vierstimmige Chorsatz – vergleichbar mit Liedern aus Taizé – kann auch als instrumentale Begleitung verwendet werden.
Der Gesang eignet sich für Themenbereiche wie Aussendung, Segen, Frieden Gottes, den Friedensgruß der Gemeinde (beim Abendmahl oder zum Ausgang) sowie für Schöpfung und Umwelt. Er kann gut etwa bei Konfirmationen oder in Neujahrsgottesdiensten verwendet werden.
Vergleichbar mit Liedern aus Taizé ist ein mehrmaliges Singen der Verse sinnvoll, auch mit Möglichkeiten dynamischer Variation oder in gesummter Form. Der Bass des Chorsatzes in der zweiten Hälfte des Liedes erfordert dabei eine gewisse Einübung.
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