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Meine Hoffnung und meine Freude (Taizé)

Nr. 143 • Singt Jubilate

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  • Kinderkirchenlieder "Immer und überall" (ELKB) /
  • EG-Regionalteil Württemberg

Dieser Gesang gehört zu den meistgesungenen Taizé-Gesängen im deutschsprachigen Raum. Er verbindet den Lobpreis Christi mit dem Ausdruck persönlichen Vertrauens. Die fließende Melodie hebt zentrale Glaubensworte wie „Hoffnung“, „Licht“ und „Zuversicht“ hervor und lädt die Singenden ein, in der Wiederholung zur Ruhe zu kommen.

Text:

Jacques Berthier (1923 – 1994)

Melodie:

Jacques Berthier (1923 – 1994)

Satz:

Jacques Berthier (1923 – 1994)

Bibelstellen:

Jes 12,2

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Wissenswertes zu „Meine Hoffnung und meine Freude (Taizé)“

Der deutsche Text war von Beginn an neben dem katalanischen Original („El Senyor és la meva força“) die bevorzugte Fassung dieses Taizé-Gesangs. In den Singheften der Communauté ist das Lied seit 1987 durchgehend nachweisbar. Nach 1993 ersetzt in den Publikationen der katalanische Titel den deutschen, der nach 2002 auch im Inhaltsverzeichnis nicht mehr erscheint. Der Gesang wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt; aktuell liegen etwa 14 Übersetzungen vor. Das Jugendtreffen zum Jahreswechsel 2000/2001 in Barcelona gab seiner Verbreitung einen weiteren starken Impuls. Heute gehört er zu den meistgesungenen Taizé-Gesängen im deutschsprachigen Raum.

In Worten der Selbstvergewisserung besingt der Beter Christus als seine Hoffnung, seine Freude, seine Stärke, sein Licht und seine Zuversicht. Die wiederholte Wendung „meine …“ bringt dabei die persönliche Beziehung zu Christus zum Ausdruck. Die ihm zugesprochenen Prädikate bezeichnen zugleich, was der Beter von ihm empfängt. Dem so Gepriesenen vertraut er sich ohne Furcht an. Die Wiederholung bekräftigt dieses Vertrauen und dient der eigenen Stärkung.

 

Mit seinen Christusprädikaten erinnert der Gesang an das Lied „Stern, auf den ich schaue“ (EG 407). Eine enge sprachliche und inhaltliche Parallele findet sich in Jesaja 12,2; möglicherweise diente dieser Vers als Inspirationsquelle: „Siehe, Gott ist mein Heil; ich vertraue und erschrecke nicht. Denn meine Stärke und mein Lied ist Gott, der HERR. Er wurde mir zum Heil.“

Die auftaktige Melodie schwingt sich zu Beginn des ersten vollständigen Takts zum Wort „Hoffnung“ auf. Der 3/4-Takt unterstreicht die zuversichtlich-fröhliche Grundstimmung. Im ersten Teil bewegt sich die Melodie zwischen Auf- und Abwärtsbewegungen; das Zielwort „Zuversicht“ wird durch die harmonische Wendung von d-Moll über A-Dur zurück nach d-Moll hervorgehoben. Im zweiten Teil spannt die Melodie einen Bogen bis zum Spitzenton d″ auf dem Wort „fürcht’“. Anschließend führt sie aus dem anfänglichen d-Moll zu einem gleichsam getrosten Schluss in F-Dur.

 

Die Dramaturgie des Melodieverlaufs trägt den Text und lässt seine Kernworte aufleuchten. In der Wiederholung des Gesangs finden die Singenden zur Ruhe.

 

 

Der Gesang hat keinen festgelegten liturgischen Ort. Als Lobpreis und Ermutigung zur Glaubenszuversicht ist er vielfältig einsetzbar; sein beschwingter Rhythmus legt besonders das Singen bei freudigen Anlässen nahe.

Liedrecherche: Christoph Schilling

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