Lord, I lift Your name on high | Herr, Dein Name sei erhöht
Nr. 284 • Durch Hohes und Tiefes
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Dieses eingängige Lied eines christlichen Singer-Songwriters aus Kalifornien besingt die Mitte des christlichen Glaubens: Jesus Christus – seinen Weg ans Kreuz und seine Auferstehung.
Text:
Melodie:

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Wissenswertes zu "Lord, I lift Your name on high | Herr, Dein Name sei erhöht"
Der Titel ist erstmals im Jahr 1989 veröffentlicht worden. Ort der Erstveröffentlichung war eine Aufnahme durch die Maranatha! Singers unter dem Label Maranatha! Music auf dem Album Double Praise 12.
Rick Founds schrieb das Lied während seiner Morgenandacht: Er las die Heilige Schrift auf seinem Computer, während im Hintergrund der Fernseher lief. Dabei griff er zur Gitarre und begann zu spielen; so entstand das Lied aus dieser persönlichen Andachtssituation heraus.
- Liedrecherche Thomas Melzl -
Primärer biblischer Bezugstext ist der sogenannte Philipperhymnus (Phil 2,6–11):
Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, wurde den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Das Lied lässt sich einerseits als vorweggenommene Einlösung der im letzten Vers in Aussicht gestellten Bekenntnissituation verstehen. Es ist selbst Teil dieses Bekenntnisses zur „Ehre Gottes“. Andererseits nimmt das Lied die im Philipperhymnus beschriebene Bewegung Gottes auf. Es besingt die Menschwerdung Gottes, das Erlösungswerk am Kreuz, die Grablegung und die Auferstehung, die mit der Himmelfahrt in eins gesehen wird.
Es lassen sich auch weitere biblische Bezüge erkennen:
- Die auffällige Wendung, den „Namen des Herrn zu erhöhen“, findet sich in mehreren Psalmen, z. B. Ps 34,4: „Preiset mit mir den HERRN und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!“, oder Ps 99,5: „Erhebet den HERRN, unsern Gott, betet an vor dem Schemel seiner Füße; denn er ist heilig“, oder Ps 145,1: „Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich.“
- Die Aussage, dass der Herr in seinen Gläubigen „lebt“, ist auf Paulus zurückzuführen, der dies z. B. in Gal 2,20 formuliert: „Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.“
Die Melodie ist prägnant, eingängig und klar auf Gemeindesingbarkeit hin konzipiert. Sie bewegt sich überwiegend in schrittweisen Fortschreitungen und verwendet nur wenige größere Intervallsprünge, die gezielt an strukturell wichtigen Stellen eingesetzt werden. Der Tonumfang bleibt moderat und ist auch für ungeübte Sänger gut zu bewältigen.
Charakteristisch ist die periodische Gliederung in kurze, symmetrische Phrasen, die sich eng am Text orientieren. Die melodischen Motive sind stark repetitiv angelegt und fördern durch Wiederholung und Sequenzierung die schnelle Einprägsamkeit. Harmonisch basiert das Lied auf einer einfachen, zyklisch wiederkehrenden Akkordfolgen, die eine stabile tonale Grundlage schafft und aber eher als Hintergrund für die Präsenz des Textes zu beschreiben ist. Rhythmisch ist das Stück gleichmäßig und benötigt ein mittleres Singtempo.
Auffällig ist die melodische Zuspitzung im Refrain, in dem die Singlage in der Tonhöhe deutlich ansteigt und dadurch eine gesteigerte Ausdrucksintensität erzeugt wird. Diese Form eines dynamisch-melodischen „Build-ups“ ist typisch für Worship-Songs und unterstützt die emotionale Beteiligung der singenden Gemeinde.
Das Lied eignet sich für verschiedene Kontexte, insbesondere dort, wo Lobpreis, innere Sammlung und persönliche Anbetung im Mittelpunkt stehen. Durch die Thematisierung von Kreuz, Auferstehung und Himmelfahrt kann es auch insbesondere in der nachösterlichen Freudenzeit gesungen werden.
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