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Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn (Kanon)

Nr. 337 • Evangelisches Gesangbuch

  • Gotteslob /
  • Kinderkirchenlieder "Immer und überall" (ELKB)

Erinnern die Grundtöne der letzten Zeile nicht fast an Pauken- und Glockenschläge? Der tänzerische Dreiertakt verleiht dem Kanon Schwung und Leichtigkeit – vielleicht ein Grund dafür, dass er so schnell ins Ohr geht und bis heute beliebt geblieben ist.

Text:

Paul Sturm (*1890–†1946), 1913

Melodie:

überliefert, vor 1913

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Wissenswertes zu "Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn (Kanon)"

Die heutige Fassung des Kanons wurde erstmals in dem Liederbuch Nun singet und seid froh! (Barmen 1913) abgedruckt, das für den „Bund Deutscher Bibelkreise“ herausgegeben wurde. Durch die Jugend- und Singbewegung fand der Kanon rasch weite Verbreitung, auch über konfessionelle Grenzen hinweg, und gilt heute als einer der bekanntesten kirchlichen Kanons überhaupt.

 

- Liedrecherche von Christian Finke -

Die miteinander kombinierten Worte aus Versen mehrerer Psalmen bringen den Kerngedanken zum Ausdruck, dass alle Völker Gott („den Herrn“) loben, sich seiner freuen und ihm dienen sollen. Grammatikalisch handelt es sich um vier Imperative, also Aufforderungen. Die Pronomen „seiner“ und „ihm“ beziehen sich auf „den Herrn“ und verstärken das männliche Gottesbild der Sprachform.

 

Die erste und die – in der Wortstellung leicht veränderte – dritte Zeile rahmen den Mittelteil und stellen so Freude und Dienen in das Zentrum des Kanons. Das Lied wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Die Melodie verläuft in drei Bögen mit jeweils geringem Tonumfang (4–4–4); der gesamte Tonumfangüberschreitet den Oktavraum nicht. Der beschwingte Dreiertakt – mit nur zwei Punktierungen, jeweils an derselben Stelle im zweiten Takt der ersten beiden Zeilen – vermittelt Freude und Lebhaftigkeit. Das Harmonieschema mit den Grundfunktionen von Tonika und Dominante strahlt Sicherheit und Beständigkeit aus.

 

Die dritte Zeile erinnert mit ihren Grundtönen an Pauken- und Glockenschlag. So wird fast tänzerisch jede Statik und Schwere überwunden.

Der Kanon ist bis heute wohl auch deshalb so weit verbreitet und beliebt, weil er schnell erfasst und leicht erlernt werden kann. Er eignet sich hervorragend für große Gruppen und lässt sich besonders gut in Kinder- und Familiengottesdiensten sowie zu Beginn oder am Ende gottesdienstlicher Feiern einsetzen.