Kind, wir beten für dein Leben
Nr. 66 •
Himmel, Erde, Luft und Meer
Nr. 163 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
- EGplus /
- Kinderkirchenlieder "Immer und überall" (ELKB)
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Dieses Tauflied verbindet die eingängige und vielen Eltern vertraute Volksliedmelodie von „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“ mit einem berührenden, segensreichen Text in Anlehnung an Psalm 91: „Denn er hat seinen Engeln befohlen …“. In einfachen, wiederkehrenden Worten legt es der Gemeinde Fürbitte, Dank und Hoffnung für das Leben eines Kindes in den Mund.
Text:
Melodie:
Volkslied um 1809
Satz:

Landkarte der Liedschöpfer:innen
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Wissenswertes zu "Kind, wir beten für dein Leben"
Das Lied ist der die Taufe feiernden Gemeinde in den Mund gelegt. Es setzt einen der meistzitierten Taufsprüche um: „Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten“ (Psalm 91,11). Jede Strophe lässt sich in vier Abschnitte gliedern, die jeweils parallel aufgebaut sind. Sie beginnt mit „Kind, wir …“ und endet mit „… schickt den Engel auch zu dir“ (1./2. Strophe) bzw. „Gottes Engel ist bei dir“ (3. Strophe). Die Gemeinde betet, singt und dankt dabei für das Leben des Täuflings. Der zweite Abschnitt folgt der Gliederung von 1. Korinther 13,13 mit den Leitbegriffen „Glaube“ (1. Strophe), „Hoffnung“ (2. Strophe) und „Liebe“ (3. Strophe). Der dritte Abschnitt beginnt jeweils mit der Aufforderung „Lerne“ und nennt Fähigkeiten, die Eltern oder Paten ihrem Kind für seinen Lebensweg wünschen. Die Bitte um Gottes Geleit in Gestalt eines Engels beschließt jede Strophe.
Das Lied greift damit zentrale Wünsche von Eltern und Paten auf: Zeit, Kraft und Mut für das Leben. Zugleich werden Grundhaltungen christlicher Existenz entfaltet: Glaube bis in Ewigkeit, Hoffnung, die neue Kräfte schenkt, und Liebe unter Gottes Schutz. Der Zuspruch, dass Gott durch seinen Engel begleitet, vermittelt Geborgenheit und Vertrauen.
Die Wurzeln der Melodie liegen in der Volksliedtradition des frühen 19. Jahrhunderts. Sie ist verwandt mit bzw. entlehnt aus dem Liebeslied „So viel Stern’ am Himmel stehen“. Außerdem wurde sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit dem Soldatenlied „O du Deutschland, ich muss marschieren“ gesungen; auch zum Volkslied „Der Mai ist gekommen“ bestehen melodische Ähnlichkeiten. Bereits früh hat sich die Melodie eng mit dem Liedtext „Weißt du, wieviel Sternlein stehen“ von Wilhelm Hey verbunden. Charakteristisch sind Terzbewegungen, fallende Sekundschritte sowie Tonwiederholungen. Häufige rhythmische Wiederholungen und der geringe Ambitus von etwa einer Sexte machen das Lied auch für Kinder leicht singbar.
Peter Spangenberg hat seinen Text bewusst auf die sehr bekannte Melodie zu „Weißt du, wieviel Sternlein stehen“ geschrieben und damit einen besonders niederschwelligen Zugang zu diesem Tauflied geschaffen. Diese Neutextierung trägt im Subtext das vertraute Lied mit seiner Aussage, dass der angesichts des großen Sternenhimmels klein erscheinende Mensch sich bei Gott geborgen wissen darf. Der schwingende Dreivierteltakt strahlt Leichtigkeit aus. Die Größe der Wünsche und die Unverfügbarkeit Gottes erhalten so eine heitere, zuversichtliche Färbung, die dem Kind gleichsam tänzerisch überbracht wird.
Das Lied gehört in den Kontext eines Taufgottesdienstes. Es ist denkbar, die Strophen 1–2 – in denen es heißt „… schickt den Engel auch zu dir“ – vor der Taufe singen zu lassen und die 3. Strophe, in der es heißt „Gottes Engel ist bei dir“, nach der Taufe.
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