Ja, ich will singen (Kanon)
Nr. 111 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
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Diese fröhliche und gut singbare Kanonmelodie vermittelt Freude am Leben mit Gott. Sie nimmt den Text von Psalm 89,2 auf, der sich klangvoll einprägt, an vielen Stellen des Kirchenjahres gesungen und bereits mit Kindern eingeübt werden kann. Und wie bei jedem Kanon gilt: Zusammen klingt es am schönsten!
Text:
Melodie:

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Wissenswertes zu "Ja, ich will singen (Kanon)"
Der Kanon wurde in den Liederbüchern Unser Kinderliederbuch (1986, Oncken-Verlag), Singt mit uns (1987, Hänssler-Verlag), Neue Gemeindelieder (1993, Oncken-Verlag), und Feiern & Loben (2003, Hänssler-Verlag), aufgenommen und verbreitet, teilweise mit einer von Paul Ernst Ruppel gesetzten Ober- und Bassstimme.
- Liedrecherche von Markus Leidenberger -
Der Ursprung des Textes ist Psalm 89,2: „Ich will singen von der Gnade des Herrn ewiglich und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für.“ Das einleitende „Ja“ ist eine Hinzufügung des Autors. Es unterstreicht, dass der Singende bzw. die Singende das „Ich“ des Psalmisten übernimmt und auf die eigene Person anwendet. Die Verwendung von „Wahrheit“ statt „Treue“ lässt an eine Ergänzung aus Psalm 100,5 denken. Dort heißt es: „Denn der Herr ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.“
Die beiden Teile des Textes bestehen jeweils aus drei Abschnitten. Der zweite Textabschnitt wiederholt jeweils den ersten, wodurch eine Intensivierung der Aussage entsteht.
Die Melodie ist in einen durch punktierte Ligaturen (Bindebögen, die zwei oder mehr Noten verbinden und ein fließendes Spiel anzeigen) belebten 3/2-Takt gefasst. Bereits der Auftakt auf der zweiten Zählzeit zeigt eine gewisse Aktivität an. Der erste Teil führt aus der Tiefe nach oben. Der zweite Abschnitt imitiert den ersten einen Ton höher. Der dritte Abschnitt beruhigt sich durch längere Notenwerte in Halben. Der zweite Teil beginnt mit dem höchsten Ton d’’ und führt durch Gegenbewegungen sowie Ligaturen nach unten zum Ausgangston und schließlich zum Grundton g’. Dabei wird der Sprung des Auftakts wieder aufgegriffen.
Die fröhliche und gut singbare Dur-Melodie vermittelt Freude am Leben mit Gott. Die Möglichkeit, die Melodie im zweistimmigen Kanon zu singen, schlägt dabei den Bogen vom „Ich“ zum „Wir“.
Psalm 89,2 ist der Hallelujavers am 17. Sonntag nach Trinitatis. Der Kanon kann an die Stelle des liturgischen Hallelujaverses treten oder an anderer Stelle des Gottesdienstes darauf verweisen. Der 89. Psalm ist der Psalm des 1. Sonntags nach Epiphanias. Der Kanon kann, gegebenenfalls zunächst einstimmig gesungen, den gesprochenen Psalm gliedern oder rahmen. Mit seiner Betonung des Singens passt er sehr gut zum Sonntag Kantate oder zu einem offenen Singen. Mit seinem Verkündigungscharakter könnte er eine Predigt oder den ganzen Gottesdienst einleiten oder beschließen.
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