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In meinem Leben

Nr. 345 RT Bayern-Sachsen • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

Der neue Text verbindet die vertraute Melodie von „Blessed Assurance“ mit einer Sprache, die unmittelbar in die Gegenwart spricht. Was im amerikanischen Original als persönliches Glaubenszeugnis erklingt, wird hier zu einer Einladung, den eigenen Lebensweg im Licht von Gottes Begleitung zu betrachten: Wo habe ich Trost erfahren? Wo wurde mir neue Hoffnung geschenkt? Wo hat Gott Spuren hinterlassen?

Text:

Nikola Schmutzler (*1977), 2022/2024

Melodie:

Phoebe Palmer Knapp (*1839–†1908), 1873

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Wissenswertes zu "In meinem Leben"

Der Text entstand 2022 als „Konfi-Lied“ für einen Konfirmationsjahrgang und wurde auf die Melodie „Blessed Assurance“ der amerikanischen Komponistin Phoebe Knapp geschrieben.

 

- Liedrecherche von Nikola Schmutzler und Martina Hergt -

Der Text lässt sich verschiedenen Kategorien zuordnen. Seinem Ursprung nach ist er ein Bekenntnislied, kann aber ebenso als Trostlied verstanden und gesungen werden. Ausgangspunkt ist der originale englische Text, der die christliche Existenz als so lebensbestimmend beschreibt, dass sie zur eigenen Geschichte wird („this is my story“), von der zu singen und zu erzählen selbstverständlich ist („this is my song“). Vor diesem Hintergrund entstand der Text 2022 als Lied für einen Konfirmationsjahrgang, verbunden mit der Aufgabe, nach Spuren von Gottes Wirken im eigenen Leben zu suchen und davon zu erzählen; vgl. 2 Kor 5,20: „So sind wir nun Botschafter:innen an Christi statt; denn Gott ermahnt durch uns.“

 

Der Text verbindet zentrale Elemente christlichen Glaubens – Abendmahl, Zehn Gebote, Gebet, Kreuz und Auferstehung sowie die Nächstenliebe – mit der Zusage und Erfahrung von Gottes Liebe und Fürsorge, die sich im eigenen Leben gezeigt hat und sich auch künftig wieder zeigen wird. Der zweite Teil des Liedtextes ist so angelegt, dass sich Aussage und Wirkung zunehmend steigern und verstärken. Er beginnt mit Erinnerung und Vergewisserung („ist das geschehn“), geht über in Bitte und Hoffnung („wird das geschehn“), führt zum persönlichen Bekenntnis („an meinem Leben sollst du es sehn“) und mündet schließlich in eine Verheißung („wird das geschehn“). So lädt der Text dazu ein, Gottes Wirken im eigenen Leben wahrzunehmen und zur Sprache zu bringen. Auf diese Weise kann er auch als persönliches Glaubensbekenntnis verstanden und gesprochen werden.

Die Dur-Melodie ist sehr eingängig und klar gegliedert. Sie bewegt sich überwiegend in kleinen Tonschritten und leicht nachvollziehbaren Intervallen, wodurch sie schnell erlernt werden kann und bis heute große Popularität besitzt. Charakteristisch ist der beschwingte Dreiertakt, der der Melodie einen ruhigen, wiegenden Fluss verleiht und zugleich Freude und Zuversicht ausstrahlt.

 

Der Aufbau folgt einer klaren Liedform mit wiederkehrenden musikalischen Motiven. Besonders im zweiten Teil (im Original der Refrain)  hebt sich durch seine größere Weite und stärkere melodische Bewegung hervor. Dadurch gewinnt das Lied an Ausdruckskraft und emotionaler Intensität und unterstützt den Charakter eines persönlichen Glaubenszeugnisses.

 

Die harmonische Anlage bleibt weitgehend schlicht und basiert überwiegend auf den Grundfunktionen von Tonika, Subdominante und Dominante. Gerade diese musikalische Einfachheit trägt dazu bei, dass das Lied gemeinschaftlich gut singbar ist und sehr beliebt ist.

Das Lied eignet sich als Vergewisserungs- und Trostlied. Ebenso kann es im Zusammenhang mit dem Glaubensbekenntnis eingesetzt werden. Aufgrund seiner modernen, alltagsnahen Sprache und seiner Entstehungsgeschichte eignet sich das Lied besonders gut für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden.