Im Dunkel unsrer Nacht (Taizé) | Dans nos obscurités
Nr. 59 •
Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
Nr. 25 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
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Durch die Dunkelheit der Nacht hindurch, in Erwartung des kommenden Lichts, lädt dieser Gesang dazu ein, zu singen, zu wachen und zu beten – getragen von der Kraft und der beruhigenden Wirkung der Wiederholung. Vielen Menschen ist dieser Gesang aus der ökumenischen Communauté de Taizé zu einem Herzenslied geworden.
Text:
Taizé 1993 nach Hiob 29,3 und Psalm 18,29
Melodie:
Satz:

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Wissenswertes zu "Im Dunkel unsrer Nacht (Taizé) | Dans nos obscurités"
Der Gesang entstand in der Kommunität von Taizé und erschien vermutlich erstmals 1984; sicher nachweisbar ist er 1987 in „35 neue Gesänge aus Taizé“. Von dort aus verbreitete er sich rasch und wurde in zahlreiche Taizé-Liederhefte aufgenommen, unter anderem auch in das internationale ökumenische Liederbuch „Thuma Mina“ (München 1995).
Der französische Text greift zwei biblische Verse auf – Hiob 29,3 und Psalm 18,29 –, in denen Gottes Licht in der Finsternis besungen wird. Bemerkenswert ist dabei der Plural: Es heißt „in unseren Finsternissen“ und nicht „in meiner Finsternis“. Die Bitte, Licht zu entzünden, gründet in der Hoffnung und Erfahrung, dass Gott tröstet und stärkt und Menschen aus Klage und Not herausführt.
Der Taizé-Gesang ist eingängig gestaltet. Formal besteht er aus zwei Teilen mit jeweils vier Takten. Der Tonumfang der Melodie ist überschaubar und bewegt sich innerhalb einer Septime. Die Melodik entfaltet sich aus der Harmonik von Grund- und Nebenstufen: Im ersten Teil nimmt sie Anlauf zum höchsten Ton und führt kurz darauf zur Dominantstufe der Paralleltonart. Der zweite Teil erreicht den tiefsten Ton – den Leitton unter dem Grundton – und kehrt damit an den Ausgangspunkt zurück, sodass sich eine Wiederholung organisch anbietet. In Taizé-Heften wird als Charakterangabe „Meditativo“ genannt; die Dynamik ist mit „p – mf – p – pp – p“ abgestuft, das Tempo mit „Viertel = 63“ angegeben.
Gerade in der Wiederholung entfaltet dieser Gesang – wie viele Lieder aus der Taizé-Kommunität – seine kontemplative Kraft und verinnerlichende Wirkung und nimmt Geübte wie Ungeübte in eine beruhigende Klangwirkung hinein.
Das Lied ist der Rubrik „Nacht“ zugeordnet – sowohl im Blick auf die Tageszeit als auch auf die Osternacht. Im eigentlichen Sinn versteht es sich als Meditations- und Gebetsgesang, der durch seine Wiederholung in die Innerlichkeit führen will. Im gemeinsamen Singen kann er Vertrauen und Trost, Hoffnung und Zuversicht stärken. Diese Wirkung entfaltet sich besonders dann, wenn das Tempo ruhig bleibt. Der Gesang lässt sich zudem gut instrumental begleiten oder durch solistische Stimmen erweitern.
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