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Halleluja-Reggae [Regionalteil]

Nr. 344 RT Bayern-Sachsen • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

Ein „schaukelnder“ Groove, eine Melodie, die sofort ohne Noten ins Ohr geht, sowie eine Portion entspannter Lässigkeit machen dieses Halleluja im Reggae-Gewand zu einem besonderen Ereignis – nicht nur in Kinder-, Jugend- und Familiengottesdiensten. Da das Halleluja in so vielen Varianten im gottesdienstlichen Geschehen eingesetzt werden kann, gibt es unzählige Singanlässe und Besetzungsmöglichkeiten. Und ganz nebenbei darf man gerne die Hände bewegen, mitschwingen, mitklatschen oder sogar tanzen.

Text:

Martin S. Müller (*1973), 2009/2010

Melodie:

Martin S. Müller (*1973), 2009/2010

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Wissenswertes zu "Halleluja-Reggae [Regionalteil]"

Das „Halleluja“ entstand 2009/2010 als Teil der Komposition Kleine Latin-Messe. Sie wurde im Wutzler Verlag für 1–4-stimmigen Chor mit Klavier- und Percussionbegleitung im „Latin-Feeling“ veröffentlicht. Die Sammlung besteht aus deutschsprachigen liturgischen Stücken, die stilistisch verschiedene lateinamerikanische Musikrichtungen aufnehmen, darunter: Kyrie – Mambo, Gloria – Calypso, Halleluja – Reggae, Credo, Sanctus – Samba, Agnus Dei.

 

Reggae ist eine Musikrichtung, die in den späten 1960er-Jahren in Jamaika entstanden ist. Typisch für Reggae ist sein ruhiger, gleichmäßiger Rhythmus mit besonderer Betonung auf den Offbeats, also den Zählzeiten zwischen den Hauptschlägen. Dadurch entsteht ein „schaukelnder“ Groove, der leicht und entspannt wirkt. Häufig ist der Bass sehr präsent und trägt die Musik. Reggae ist keine klassische Kirchenmusik, hat aber starke spirituelle Wurzeln. Er wurde besonders vom Rastafari-Glauben geprägt, einer religiösen und spirituellen Bewegung, die in den 1930er-Jahren in Jamaika entstand. Viele Reggae-Lieder handeln von Gott („Jah“), Hoffnung, Frieden und Gerechtigkeit. Auch wenn Reggae nicht liturgisch ist, trägt er häufig eine religiöse und weltanschauliche Botschaft in sich.

 

- Liedrecherche von Michael Ende und Martina Hergt - 

Der Text ist ein dreistrophiges Lied mit Halleluja-Refrain. Inhaltlich wird Gott als Herr und Schöpfer der Welt beschrieben, der diese wunderbar regiert, erfüllt und begleitet. Der gereimte Liedtext mit regelmäßigem Versmaß drückt in einfachen, leicht verständlichen Worten ein tiefes Vertrauen in einen liebenden Gott aus.

Die Melodie steht in der Dur-Tonalität. Sie ist bewegt und verläuft überwiegend in Sekunden- und Terzschritten; der Tonumfang bewegt sich innerhalb einer Oktave. Wichtige Worte wie „Welt“, „Licht“, „Gott“, „Tod“ und „Herr“ am Ende der Strophe werden durch einen Quintsprung hervorgehoben. Das „Halleluja“ im Refrain besteht aus einem Viertonmotiv, das in der Wiederholung sequenziert und rhythmisch abgewandelt wird. Typisch für Reggae spielt der Offbeat eine große Rolle: Die Refrains beginnen auf Zählzeit 2, die Strophen auf der „und“-Zählzeit nach 1. Die Wirkung ist eine ausgelassene Fröhlichkeit mit einer Prise Lässigkeit.

 

Das harmonische Spiel mit Quintfallsequenzen (Folge von Akkorden, die jeweils um eine Quinte nach unten weitergehen) sowie der Einsatz von Zwischendominanten (Akkorde, die vorübergehend wie eine „Zwischen-Tonika“ wirken und zu einem Zielakkord hinführen) macht den Klang farbig und interessant.

Das Halleluja-Reggae ist für den gottesdienstlichen Gebrauch konzipiert, besonders für Kinder-, Jugend- und Familiengottesdienste sowie für Band- oder Combo-Besetzung. Durch den klaren Refrain und den einfachen Textaufbau eignet es sich für Wechsel zwischen Vorsänger/in, Chor bzw. Kinderchor und Gemeinde. Der Refrain kann auch als Ruf zwischen Lesungen oder als eigenständiges Halleluja-Lied im Wortgottesdienst verwendet werden. Das Reggae-Feeling lädt zu Körperbewegungen (Mitklatschen, Tanzen) ein.

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