Halleluja (Latino-Halleluja)
Nr. 74 • freiTöne
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Eine fröhlich-ausgelassene Stimmung mit lateinamerikanischem Flair verbreitet dieser Halleluja-Ruf des „Latino-Halleluja“. Der Komponist selbst bezeichnet den musikalischen Stil der Melodie als „latin-inspirierten Pop“. Ganz gleich, um welchen Stil es sich handelt: Es macht einfach Spaß! Und vom Kind bis zum Erwachsenen können alle sofort mitsingen.
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Wissenswertes zu "Halleluja (Latino-Halleluja)"
Das Lied entstand 2013 aus dem grundsätzlichen Wunsch, neue, für die Gemeinde leicht zugängliche und unmittelbar umsetzbare Lieder zu schreiben. Wenig später wurde es in die Gospelmesse Give God Glory von Friedemann Wutzler integriert, innerhalb dieser erstmals veröffentlicht und 2014 uraufgeführt.
Überregionale Bekanntheit erlangte es 2015 durch die Aufnahme in das Kirchentagsliederheft Damit wir klug werden und besonders 2017 durch die Aufnahme in das Liederbuch freiTöne zum Reformationsjubiläumsjahr. Im selben Jahr erschien es auch in Glory to God. Gospel liturgisch, herausgegeben vom Verband für christliche Popularmusik in Bayern.
Es fand zudem Eingang in Ergänzungsliederhefte zum Evangelischen Gesangbuch – neben der deutschen und englischen Originalfassung auch mit einer französischen Übersetzung. Inzwischen liegen außerdem sorbische, ukrainische und niederländische Übersetzungen vor und es hat Eingang in katholische Liederausgaben gefunden.
- Liedrecherche von Stephan Lennig -
Der Text ist bewusst leicht fasslich gehalten und beschränkt sich daher – neben dem mehrfach wiederholten Halleluja-Ruf – auf kurze, prägnante Aussagen. In der deutschen Textfassung stellen die ersten Strophenhälften jeweils Aufforderungen dar, deren Begründung in der zweiten Strophenhälfte folgt.
Insgesamt fordert der Sänger seine Mitmenschen auf, durch Gesang (Strophe 1) und Feiern (Strophe 2) in das Gotteslob einzustimmen. Die dritte Strophe knüpft an das Stichwort „Singen“ der ersten an, indem sie das Loblied als Gabe des Dankes an Gott für seine Güte und gnädige Zuwendung beschreibt.
Der Refrain setzt die Aufforderung der Strophen zum Lobgesang um, indem er sie durch die siebenfache Wiederholung des Halleluja-Rufes in die Tat umsetzt.
Der Komponist selbst bezeichnet den musikalischen Stil der Melodie als „latin-inspirierten Pop“. Typisch lateinamerikanisch ist dabei vor allem der gleichbleibende Rhythmus des Refrains. Das gesamte Lied ist in kurze, zweitaktige Phrasen gegliedert, die jeweils nur einen Ambitus von maximal einer Terz aufweisen – mit Ausnahme der letzten Refrainzeile, die diesen Umfang um einen Halbton nach unten erweitert.
Melodisch beschränkt sich der Refrain auf ein einfaches Motiv aus synkopierten Tonwiederholungen im Rhythmus einer Son-Clave (3–2) sowie zwei folgenden Abwärtsschritten, das während des gesamten Refrains auf verschiedenen Stufen der Tonart sequenziert wird. Erst die Schlusszeile bringt in längeren Notenwerten eine Kadenz in der Grundtonart. Auch die Melodik der Strophen ist bewusst einfach gehalten, mit viertönigen, auftaktigen Motiven in wechselnder Bewegungsrichtung. Sowohl Strophe als auch Refrain erreichen jeweils zu Beginn der zweiten Hälfte durch Sequenzierung nach oben einen melodischen Höhepunkt. Erst am Ende der Strophen erklingt erstmals der Grundton der Melodie.
Eine Besonderheit des „Latino-Halleluja“ besteht darin, dass Strophen und Refrain gleichzeitig gesungen werden können. Dabei ergänzt sich der auftaktige Rhythmus der Strophen mit dem volltaktigen Motiv des Refrains zu einem durchlaufenden musikalischen Band, in dem der eine Teil jeweils die Pausen des anderen überbrückt. So entsteht mit einfachsten Mitteln eine klanglich ansprechende Mehrstimmigkeit, die durch die vom Komponisten dem Refrain beigegebene Männerstimme – die fast ausschließlich in Sextparallelen zur Melodie verläuft – noch erweitert werden kann.
Insgesamt verbreitet das „Latino-Halleluja“ eine fröhlich-ausgelassene Stimmung mit lateinamerikanischem Flair, die dem jubelnden Charakter des liturgischen Halleluja-Rufs gut entspricht. Melodik und Rhythmus sind unmittelbar aus der Sprachgestalt des Textes entwickelt und dadurch sehr leicht erlernbar.
Das „Latino-Halleluja“ hat seinen originären Platz in der gottesdienstlichen Liturgie als Begrüßung des Evangeliums. Mit seinem fröhlich-tänzerischen Charakter entspricht es dem jubelnden Sinn des Halleluja-Rufs für heutige Hör- und Singgewohnheiten möglicherweise unmittelbarer als die herkömmlichen gregorianischen Formen und schafft damit einen leichteren Zugang zur Liturgie des Gottesdienstes. Die leichte Umsetzbarkeit ermöglicht den Einsatz auch unter einfachen Bedingungen ohne professionelle musikalische Anleitung.
Neben der liturgischen Verwendung im engeren Sinne sind zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten des „Latino-Halleluja“ denkbar, nicht zuletzt auch im Kontext eines Konzerts, bei dem das Publikum zum Mitsingen eingeladen werden kann. In der Praxis zeigt sich, dass dabei die englische Textfassung manchen Menschen den Zugang zu den Glaubensaussagen des Liedes erleichtert.
Anregung zur Begleitung:
Aufgrund der Pausen und des synkopischen Rhythmus ist eine prägnante, im Metrum durchlaufende Begleitung notwendig. Dabei ist eine gleichbleibende Rumba-Figur in der Bassbegleitung wichtig, die in doppelter Geschwindigkeit einer Rumba gespielt wird. Eine zweitaktige Son-Clave (3–2) kann nicht nur das gesamte Lied unterstützen, sondern bildet auch das Grundgerüst für einen optionalen interaktiven Break: Dabei beginnen die Instrumente mit den Akkorden des Liedes jeweils auf dem ersten Takt der Son-Clave, während die Antwort der Gemeinde im darauffolgenden Takt durch einen Clap erfolgt.
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