Getauft auf deinen Namen
Nr. 170 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
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Lässig und schwingend im Swing kommt dieses Lied daher. Es trägt zahlreiche biblische Bezüge zum Themenfeld Taufe in sich. Aufgrund seiner einfachen Textstruktur und der eingängigen Melodie lässt es sich schnell mitsingen und entfaltet ein fröhliches Zusammenspiel von theologischer Tiefe und musikalischer Leichtigkeit.
Text:
Melodie:

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Wissenswertes zu "Getauft auf deinen Namen"
2011 fragte Eckart Bücken Carl-Walter Petersen an, ob er seinen Text „Getauft auf deinen Namen“ vertonen würde; 2012 erschien das Lied erstmals im Strube-Verlag; 2015 wurde es in das Gesangbuch „glauben hoffen singen“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten aufgenommen.
- Liedrecherche von Markus Leidenberger -
Der Text schöpft aus den Berichten von der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer (Matthäus 3,13–17; Markus 1,9–11; Lukas 3,21–22; Johannes 1,32–34). Hier sind die Verknüpfungen von Taufe, Heiligem Geist und der Liebe Gottes angelegt. Der Beginn „Getauft auf deinen Namen“ geht auf den Taufbefehl Jesu zurück (Matthäus 28,18–19): „Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Johannes der Täufer ruft zur Umkehr und zu neuem Leben. Jesus weist Nikodemus darauf hin, dass jemand neu geboren werden müsse aus Wasser und Geist (Johannes 3,5). Paulus spricht von der Taufe als Ende des alten und Beginn neuen Lebens (Römer 6,1–11). Strophe 3 erinnert an die Kindersegnung Jesu (Markus 10,13–16; Matthäus 19,13–15; Lukas 18,15–17) und an das Wort, das dem Taufbefehl folgt: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28,20). Die Dichtung besteht aus vier Strophen mit jeweils zwei Sätzen, wobei die vierte Strophe die erste wortgleich wiederholt. Die Sätze umfassen jeweils 7 + 6 = 13 Silben. Dadurch wirken sie wie Prosa, sind jedoch am Ende gereimt. In großer Verdichtung werden die zentralen Aussagen zur Taufe auf überzeugende und zugleich selbstverständlich wirkende Weise zusammengeführt.
Die Melodie hebt mit einem ausdrucksstarken Aufwärtssprung (einer Sexte) an, um anschließend auf zwei Tönen hin und her zu pendeln. Dieses Motiv wird für die ersten sieben Silben entwickelt und für die folgenden sechs Silben rhythmisch variiert wiederholt. Die Fortführung des Textes erhält eine weitere Variation, indem die Melodie eine Stufe höher ansetzt und bei gleichbleibendem Rhythmus kurz nach oben ausschwingt. Mit der dritten Landung auf dem Ton a′ ist die Mitte des Liedes erreicht; ab hier folgt die Wiederholung des Textes. Ein Sprung (eine Quinte) zum höchsten Ton der Melodie sowie darunterliegende Wechselnoten kennzeichnen den dritten Melodieabschnitt. Der vierte Melodieabschnitt greift zunächst den bekannten Rhythmus auf und führt dann schrittweise zu einem hinausgezögerten Schlusston. Die aktiven Auftakte, verbunden mit einem lässigen Swing, erzeugen eine positive Atmosphäre. So unterstreicht die Melodie sowohl das Geborgensein im Empfangenen als auch das daraus erwachsende aktive Leben der Getauften.
Das Lied ist aus der Ich-Perspektive der Getauften formuliert. Das gemeinschaftliche Singen unterstreicht die persönliche Beziehung des einzelnen Menschen zu Gott, die in der Taufe begründet ist. Sein liturgischer Ort liegt daher vor allem im Gottesdienst nach einer Taufe oder bei einem Taufgedächtnis. Die Melodie trägt auch ohne Begleitung; eine dezente Begleitung, die den Swing unterstützt, ist jedoch in jedem Fall hilfreich.
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