Friedenskind | Peace Child
Nr. 187 •
Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
Nr. 79 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
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Dieses engagierte Lied, entstanden zur Weihnachtszeit 1990 im Kontext des Golfkriegs, ist um die ganze Welt gereist und stellt die Friedensbotschaft von Weihnachten bewusst in den Kontrast zu einer von Gewalt geprägten Gegenwart. Die neuseeländische Autorin verbindet die Geburt des Heilands mit der Hoffnung auf Frieden, Gerechtigkeit und einen umfassenden Schalom für unsere Zeit. So wird das Lied zu einem unverzichtbaren und aktuellen Baustein im Zusammenklang mit den überlieferten Weihnachtsliedern.
Text:
Melodie:

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Wissenswertes zu "Friedenskind | Peace Child"
Der englische Text erschien erstmals – noch ohne Melodie – im Liederbuch Every Corner Sing. The Hymns of Shirley Erena Murray (Hope Publishing Company, Carol Stream/Illinois, 1992). Murray schrieb dazu: „Das ist in meinem Kopf mit dem Golfkrieg verbunden … Ich begann in der Weihnachtszeit 1990 darüber nachzudenken.“ Viele Musiker:innen wurden durch das Gedicht zu Vertonungen angeregt (u. a. Daniel Charles Damon, Rob Glover, Ron Klusmeier, Patrick Michaels, Bernadette Farrell). Vier Jahre nach der Erstveröffentlichung des Textes entstand die Melodie von Amanda Husberg. Hartmut Handt übertrug das Lied – nachdem er es im Anschluss an eine Tagung in den USA kennengelernt hatte – gemeinsam mit seinem Sohn Arne Handt ins Deutsche. Der Text lag 2001 in fertiger Form vor.
Das Kind, dessen Name „Heiland“ lautet, wird in der Stille geboren und sogleich mit einer Welt voller Gewalt konfrontiert. Aus den Zeilen spricht die Hoffnung, dass dieses Kind Gottes Verheißung und unseren Traum („hearing a dream“ erinnert an Martin Luther Kings berühmte Rede „I have a dream“) verwirklichen möge, sich als Heiland zu zeigen und als Friedefürst auch in unsere Welt heute zu kommen. Im englischen Original tritt noch stärker hervor, dass das Friedenskind in unsere gegenwärtige Dunkelheit („to our dark and our sleep“) kommen möge und dass Gottes Schalom zugleich „in Liebe gehüllt“ ist („wrapped in love“).
Als biblische Bezugspunkte können Verse aus Jesaja 9,6 sowie aus Lukas 2,7.11.14 und Lukas 9,46–48 herangezogen werden.
Die ruhige, wiegende Melodie im Dreiertakt verläuft in zwei großen Bögen. Der erste Bogen (bis „you come“ / „kommst du“) atmet in der langen, fast zweitaktigen Grundnote aus. Der zweite Bogen führt nach einem zweifachen, sequenzierenden Anlauf zu einem leicht signalhaften, bestätigenden und zugleich beruhigenden Ende, dem die Aussagen „Heiland“, „Traum“ und „Frieden/Schalom“ entsprechen.
Der gesamte Tonumfang übersteigt die Septime nicht, in den einzelnen Zeilen nicht den Quintraum. Auch die Harmonisierung unterstützt die gute Fasslichkeit und schnelle Erlernbarkeit der Melodie.
Das Lied eignet sich für die Advents- und Weihnachtszeit, besonders für die Christnacht zur Feier der Geburt des Kindes, des Heilands. Darüber hinaus kann es bei Gelegenheiten gesungen werden, die thematisch mit Gewalt und Krieg, Hoffnung und Träumen sowie Frieden und einem umfassenden Schalom verbunden sind.
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