Erfreue dich, Himmel, erfreue dich Erden
Nr. 5 • Singt von Hoffnung
- Kommt atmet auf /
- Gotteslob /
- Singt Jubilate /
- EGplus
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Dieses fröhlich-tänzerische Lied besingt in einfacher Sprache und mit wunderbaren Bildern der Schöpfung den großen Lobgesang, in dem alles Trennende zwischen irdischem und himmlischem Gesang aufgehoben ist – Jubel und Freude verbinden.
Text:
Straßburg 1697 (Strophe 1+4)
Melodie:
Augsburg 1659 | Bamberg 1691

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Wissenswertes zu "Erfreue dich, Himmel, erfreue dich Erden"
Das Lied wurde 1697 in einem Straßburger Gesangbuch als Weihnachtslied veröffentlicht. Es verbindet einen erstmals 1669 in Augsburg erschienenen Text mit einer 1691 in Bamberg veröffentlichten Melodie. Im Zuge der Arbeit am Gesangbuch Gotteslob für die katholischen Bistümer in Deutschland und Österreich (erschienen 1975) entstand aus dem ursprünglich kurzen Weihnachtslied eine erweiterte, freudige Liedfassung zu Psalm 148. Maria Luise Thurmair ergänzte den ursprünglichen Liedtext um weitere Strophen und behielt dabei die überlieferte Melodie bei.
- Liedrecherche von Thomas Schmidt -
Ein ursprünglich kurzes Weihnachtslied aus dem 17. Jh. (heute die Strophen 1 und 4) wurde durch die Erweiterung um die Strophen 2–3 von Maria Luise Thurmair zu einem Rahmenlied ausgebaut, das Motive aus Psalm 148 aufgreift. Dabei wirkt die letzte Strophe wie das Ziel aller Strophen: Die Welt der Gestirne, die Natur und die Menschenwelt – alles mündet in den Zusammenklang der Elemente sowie in den irdischen und himmlischen Gesang. Im gemeinsamen Loben ist alles Trennende zwischen irdischem und himmlischem Gesang aufgehoben – Jubel und Freude verbinden.
Im ursprünglichen Text aus dem 17. Jh. ist bereits der Kehrverscharakter der jeweiligen zweiten Strophenhälfte angelegt:
1. Erfreue dich, Himmel, erfreue dich, Erde;
erfreue sich alles, was fröhlich kann werden.
Auf Erden hier unten, im Himmel dort oben:
den gütigen Vater, den wollen wir loben.
2. Erd, Wasser, Luft, Feuer und himmlische Flammen,
ihr Menschen und Engel, stimmt alle zusammen:
Auf Erden hier unten, im Himmel dort oben:
das Kind in der Krippe, das wollen wir loben.
Maria Luise Thurmair übernimmt in ihrer Ergänzung die Schlusszeile „den gütigen Vater …“ und ersetzt auch die ursprünglich weihnachtlich geprägte Formulierung „das Kind in der Krippe …“ durch die wiederkehrende Wendung „den gütigen Vater“. Dadurch tritt der spezifisch weihnachtliche Bezug etwas zurück.
Die Dur-Melodie besitzt einen fröhlich-tänzerischen Charakter mit Punktierungen und Sequenzelementen und erinnert stilistisch an eine barocke Arie. Sie steht im 6/4-Takt. Sie umfasst vier Choralzeilen und hat einen großen Tonumfang (eine Oktave). Am Ende der zweiten Choralzeile moduliert sie zur Dominante; dies erzeugt dramaturgische Spannung beim Übergang zum Kehrvers. Die letzte Choralzeile ist als lange aufsteigende Linie zum höchsten Ton gestaltet. So bildet der Schluss des Liedes gleichsam seinen Höhepunkt – bei „den gütigen Vater, den wollen wir loben“.
Das Lied kann als Psalmlied gesungen werden (auch wenn Psalm 148 kein Wochenpsalm ist). Im Kirchenjahr hat es seinen ursprünglich weihnachtlichen Bezug verloren; es eignet sich jedoch gut für Erntedankgottesdienste sowie für Gottesdienste zu Themen wie Schöpfung, Natur, Loben und Danken.
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