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Du hast uns deine Welt geschenkt

Nr. 612 • EG-Regionalteil Bayern-Thüringen

  • Durch Hohes und Tiefes /
  • Himmel, Erde, Luft und Meer /
  • Singt Jubilate /
  • EG-Regionalteil Rheinland-Westfalen-Lippe /
  • Kinderkirchenlieder "Immer und überall" (ELKB) /
  • EG-Regionalteil Niedersachsen-Bremen

Es ist ein großes, fröhliches Dankgebet: Dieses kindgerechte Lied lädt mit seiner eingängigen Melodie und der einfachen Gestaltung sofort zum Mitmachen mit Stimme, Ohren und Händen ein. So nimmt es alle mit hinein, die Gott für die Schönheit seiner Schöpfung danken möchten.

Text:

Rolf Krenzer (1936 – 2007), 1983/84

Melodie:

Detlev Jöcker (*1951), 1983/84

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Wissenswertes zu „Du hast uns deine Welt geschenkt“

Das Lied entstand 1983. Rolf Krenzer übersandte Detlev Jöcker einen neuen Liedtext, den dieser vertonte. Erstmals veröffentlicht wurde das Lied 1984 im Liederheft Heut ist ein Tag, an dem ich singen kann (Münster) sowie auf der gleichnamigen Musikkassette. Es verbreitete sich rasch und wurde bereits in den 1990er Jahren in mehreren Regionalteilen des Evangelischen Gesangbuchs aufgenommen. Heute ist es über konfessionelle Grenzen hinaus verbreitet und wird vor allem als Kinderlied geschätzt und gesungen.

Schon in der Originalfassung finden sich alle neun Strophen des Liedes. In den ersten sieben Strophen wird in der zweiten Zeile jeweils mit Begriffspaaren wie „Himmel – Erde“, „Länder – Meere“ oder „Sonne – Sterne“ gespielt. Die übrigen drei Zeilen bleiben refrainartig unverändert. Die beiden Schlussstrophen richten den Blick auf das auch „mir“ bzw. „uns“ geschenkte Leben. In einigen Liederbüchern sind diese beiden Strophen nicht abgedruckt; sie gehören jedoch zur Originalfassung des Liedes. Seit 1996 wird in der letzten Zeile häufig anstelle des Wortes „Herr“ die Bezeichnung „Gott“ verwendet.

Die Melodie ist einfach und kindgerecht gestaltet. Die erste und die dritte Zeile sind melodisch identisch und bewegen sich innerhalb des engen Tonraums einer Quarte. Der Sprachrhythmus des Wortes „geschenkt“ wird durch eine synkopische Rhythmusgestaltung aufgegriffen. Beim Wort „Welt“ erfolgt ganz bewusst ein Harmoniewechsel zur Subdominante. Die zweite Zeile erweitert den Tonraum bis zur Septime und führt kurz zuvor in den Dominantbereich, wodurch eine gesteigerte musikalische Spannung entsteht. Die Substantive der jeweiligen Begriffspaare werden durch halbe Noten hervorgehoben und erhalten dadurch einen natürlichen musikalischen Akzent.

Das Lied kann einstimmig gesungen und von Klavier, Orgel oder Gitarre begleitet werden. Es eignet sich sowohl für das Singen im Sitzen als auch im Stehen. Sein besonderes Profil erhält es jedoch durch die spielerischen Bewegungsgesten, die den Liedinhalt veranschaulichen und das gemeinsame Singen unterstützen. Damit Gesang und Bewegungen sicher miteinander verbunden werden können, ist eine sorgfältige Vorbereitung sinnvoll.

 

Das Lied eignet sich insbesondere für Kinder- und Familiengottesdienste sowie für den Einsatz in Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und Kindergruppen. Inhaltlich lässt es sich in Unterrichts- und Gottesdienstreihen zu den Themen Schöpfung, Dankbarkeit, Umwelt, Gemeinschaft und Miteinander einbinden.

 

Als weiterführende Gestaltungsmöglichkeiten bieten sich Bilder oder Collagen zur Schöpfung an, die den einzelnen Liedstrophen zugeordnet werden können. Darüber hinaus können eigene Bewegungen entwickelt oder zusätzliche Strophen im Stil des Liedes verfasst werden, wodurch die kreative Auseinandersetzung mit dem Liedinhalt gefördert wird.

Liedrecherche: Christian Finke

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