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Die Himmel erzählen die Ehre Gottes (Kehrvers)

Nr. 90 • freiTöne
Nr. 89.1 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

  • Kommt, atmet auf /
  • Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder /
  • Singt Jubilate

Der wiegende Sechsachteltakt, die bewegte Melodie in Dur-Tonalität, die leicht singbare Stimmführung und der einfache mehrstimmige Satz verleihen dem Kehrvers einen fröhlichen und sonnigen Charakter sowie eine tänzerische Leichtigkeit. Zugleich lädt er die Singenden ein, in das Lob der ganzen Schöpfung mehrstimmig einzustimmen – ein Lob, das Himmel und Erde aufleben lässt.

Text:

Jan Janssen (*1963), 2008

nach Psalm 19,2 (Kehrvers)

Melodie:

Fritz Baltruweit (*1955), 2008

Satz:

Fritz Baltruweit (*1955), 2008

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Wissenswertes zu "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes (Kehrvers)"

Textautor Jan Janssen und Komponist Fritz Baltruweit waren beide über viele Jahre eng mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag verbunden. Janssen wirkte als Kirchentagspastor, Baltruweit prägte als Liedermacher und Musiker zahlreiche Kirchentage. Vor diesem Hintergrund entstand ihre Zusammenarbeit an dem 2008 veröffentlichten Psalm-Lied „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“. Der Text greift Psalm 19 in zeitgemäßer Sprache auf. Das Lied verbreitete sich rasch und ist heute in mindestens sieben verschiedenen Liederbuchausgaben nachgewiesen, darunter im Liederbuch freiTöne (Nr. 90).

 

- Liedrecherche von Markus Leidenberger -

Die erste Texthälfte des Kehrverses stammt wörtlich aus Psalm 19,2. In der zweiten Texthälfte deutet Jan Janssen die folgenden Verse des Psalms und fasst sie in zwei kurzen, gereimten Halbsätzen zusammen. Dabei wechselt er den Blick vom Himmel auf die Erde. Durch das himmlische Lob Gottes wird die Erde verändert: Sie lebt auf und wird licht.

 

Der Erprobungsband zum neuen Evangelischen Gesangbuch bietet den vierstimmigen Kehrvers des Liedes in der Rubrik „Allezeit – Psalmen singen und beten“ an. Anstelle der fünf Liedstrophen werden dort die Verse Psalm 19,2–7 in der Lutherübersetzung abgedruckt.

 

Die vollständige Liedfassung mit 5 Strophen (siehe freiTöne) ist eine moderne Psalmnachdichtung und folgt im Wesentlichen dem Weg von Psalm 19,2–7: vom Himmel über den Wechsel von Tag und Nacht bis hin zur Sonne. Dabei bleibt Janssen jedoch nicht bei einer bloßen Naturbetrachtung stehen. Er deutet die Bilder des Psalms so, dass sie für das Leben der Menschen heute sprechen. Aus der Beobachtung der Schöpfung wird eine Botschaft der Hoffnung: Gottes Herrlichkeit verändert die Welt, macht sie heller und eröffnet neue Perspektiven.

Die Melodie wurde von Anfang an in einem vierstimmigen Satz verbreitet. Die Wiederholung des ersten Texthalbsatzes wird durch eine entsprechende Wiederholung der Musik unterstrichen. Die Melodie hebt mit einem ausdrucksvollen Sprung einer großen Sexte an und steigt anschließend durch Tonwiederholungen schrittweise nach oben, bevor sie in einem abwärts gerichteten Durdreiklang zum Grundton zurückführt. Die zweite Satzhälfte umkreist ebenfalls schrittweise und unter Verwendung von Tonwiederholungen die zweite Stufe (den Ton g). Beim ersten Durchgang beginnt und endet die Phrase auf diesem Ton. Die Wiederholung setzt zunächst gleichlautend ein, bevor die letzten drei Töne zum Grundton führen.

 

Der wiegende Sechsachteltakt verleiht dem Kehrvers zusammen mit der leicht singbaren Stimmführung einen fröhlichen und sonnigen Charakter.

Der vierstimmige Kehrvers kann auch einstimmig (in der Sopranstimme) gesungen werden. Wo es möglich ist, sollte jedoch zum mehrstimmigen Singen ermutigt werden. Ein Tasteninstrument oder weitere Instrumente können dabei unterstützend eingesetzt werden.

 

Die Bezeichnung „Möglicher Kehrvers“ macht deutlich, dass der Kehrvers auch entfallen kann. Er kann vor und nach den gesprochenen Psalmversen oder nach jedem eingerückten Abschnitt gesungen werden. Um die Mehrstimmigkeit zu festigen, empfiehlt es sich, den Kehrvers zu Beginn mehrfach zu wiederholen. Dabei kann jeweils eine andere Stimme hervorgehoben werden.

 

Das Perikopenbuch ordnet Psalm 19 dem 25. März, dem Tag der Ankündigung der Geburt Jesu (Mariä Verkündigung), zu.

 

Darüber hinaus eignet sich das Lied für Gottesdienste und Andachten, in denen die Schöpfung Gottes im Mittelpunkt steht. Mit seinen Bildern von Himmel und Erde, Tag und Nacht lädt es dazu ein, Gottes Größe und Güte in der Schöpfung fröhlich zu besingen.

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