Dass du mich einstimmen lässt in deinen Jubel, o Herr
Nr. 580 • EG-Regionalteil Bayern-Thüringen
- Durch Hohes und Tiefes /
- Himmel, Erde, Luft und Meer /
- Gotteslob /
- EG-Regionalteil Baden-Pfalz-Elsass-Lothr. /
- Singt von Hoffnung /
- EG-Regionalteil Württemberg
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Dieses Lied braucht keine großen Worte, auch wenn es von Großem singt. Bewusst wendet es sich in einer einfachen und biblisch geprägten Sprache an die Singenden und macht den lebenslangen Jubel und Lobpreis zu seinem Thema.
Text:
Melodie:

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Wissenswertes zu "Dass du mich einstimmen lässt in deinen Jubel, o Herr"
Die Erstveröffentlichung des Liedes erfolgte 1976 in der hauseigenen Liederheftreihe Mosaik (Präsenz-Verlag), herausgegeben von der Jesus-Bruderschaft Gnadenthal. Die Lieder der ökumenischen Kommunität sind bewusst so gestaltet, dass sie leicht mitsingbar sind und gemeinsames Singen fördern.
Verweis: Mosaik-Lieder - Kloster Gnadenthal
- Liedrecherche von Thomas Melzl -
Das Lied ist stark von biblischer Sprache und Bildwelt geprägt, bis hin zur Nachahmung alttestamentlicher Satzstrukturen (z. B. der Anschluss mit „und“). Zahlreiche Textstellen weisen direkte oder indirekte Bezüge zu Bibelversen auf. Da sich diese keiner bestimmten Übersetzung eindeutig zuordnen lassen, ist anzunehmen, dass die Verfasserinnen und Verfasser mit den biblischen Urtexten vertraut waren.
Einige Beispiele:
- Dass du mich einstimmen lässt in Deinen Jubel > Ps 106,5, Neues Leben. Die BibelDeiner Engel und himmlischen Heere > Ps 148,2, Hoffnung für alle
- Das erhebt meine Seele > Lk 1,46, Luther 2017
- Großer König > Ps 47,3, Luther 2017
- Du kennst meinen Weg > Ps 142,4, Luther 2017
- Du ebnest die Bahn > Jes 26,7, Einheitsübersetzung 2016
- Durch die Wüste > 2. Mo 13,18, Luther 2017
- Du reichst mir das Brot und du reichst mir den Wein > Ps 80,6, Neue Genfer Übersetzung
- Du sendest den Geist > Lk 24,49, Neues Leben. Die Bibel
- Du machst mich ganz neu > Ps 104,30, Luther 2017
- Zeig mir den Weg > Ps 5,9, Neues Leben. Die Bibel
- Deine Freude zu verkünden > Jes 52,7, Luther 2017
- Ich preise dich Herr > Ps 30,2, Luther 2017
- Ich schenke dir mein Leben > Joh 17,19, Hoffnung für alle
Der Liedtext zeigt Parallelen zu Psalm 23: Wie dort führt der Weg durch schwierige Zeiten (hier: Wüste statt finsteres Tal), endet aber in stärkender Gottesbegegnung (Tisch/Abendmahl) und Zuversicht. Zudem greifen die Motive von Abendmahl und Pfingsten zentrale heilsgeschichtliche Themen auf und markieren liturgische Einsatzmöglichkeiten im Kirchenjahr. Darin bildet sich so etwas wie das Motiv einer persönlichen Bekehrungs- und Glaubensgeschichte ab. Das Lied zeichnet den Weg eines Glaubenden nach, der auch die Erfahrung von Durststrecken kennt. In solchen Zeiten der scheinbaren Gottesferne verlässt Gott jedoch diejenigen nicht, die er berufen hat, sondern schenkt ihnen Möglichkeiten der Gottesbegegnung, der Umkehr und des Neuanfangs. Dies wiederum führt dazu, sich gestärkt und mit Zuversicht auf den Lebensweg zu begeben, mit dem Ziel, auch anderen Menschen an dieser Erfahrung Anteil zu geben. Auf diese Weise wird das Lied insgesamt zum Ausdruck des Dankes eines Menschen, der sein Leben ganz in Gottes Hände gelegt hat.
Die Textform ist sehr einfach gehalten: Sechs (in manchen Ausgaben auch nur vier oder fünf) kurze Strophen, die jeweils aus zwei Verszeilen bestehen und Gottes Handeln am Menschen beschreiben, wechseln sich mit einem längeren vierzeiligen Kehrvers ab, der den Lobpreis Gottes durch den Menschen thematisiert.
Die Dur-Melodie ist bewusst schlicht und funktional gestaltet. Sie kann nach einmaligem Einhören aufgrund der vielen Tonwiederholungen und einer einfachen Harmonik sofort nachgesungen werden. Häufige Wiederholungs- und Sequenzbildungen unterstützen die Einprägsamkeit. Sie passt sich der Textform an und unterstützt auf natürliche Weise wichtige Wortbetonungen. Die Tonlage der Strophen ist grundsätzlich höher als die des Kehrverses. Das erhöht die Aufmerksamkeit und unterstreicht den Wechsel von persönlicher Erfahrung (Strophen) hin zum gemeinsamen Lob (Kehrvers).
Das Lied eignet sich für den Gebrauch im Pfingstgottesdienst, da es die Bitte um den Heiligen Geist ausdrücklich aufgreift („Du sendest den Geist…“). Ebenso kann es in Abendmahlsgottesdiensten verwendet werden, da es mit den Motiven von Brot und Wein zentrale eucharistische Inhalte thematisiert. Darüber hinaus ist es an allgemeinen Sonntagen im Kirchenjahr gut einsetzbar, etwa als Lied des Vertrauens und der Nachfolge oder – insbesondere am Sonntag Kantate – als Ausdruck des jubelnden Lobpreises.
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