Lied entdecken

Das Wasser der Erde wird zum Wasser des Himmels

Nr. 50 • Singt von Hoffnung
Nr. 154 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

  • Durch Hohes und Tiefes /
  • Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder

Ein fröhliches, mitreißendes Lied, das sich besonders gut für Taufen und Tauferinnerungen in Gottesdiensten oder Tauffeiern eignet. Auch wenn seine musikalische Gestalt etwas anspruchsvoller ist und zu Beginn eine sichere Singleitung erfordert, lohnt sich der Einsatz unbedingt: Mit seiner sprühenden Lebendigkeit und eingängigen Kraft nimmt es die Singenden schnell mit und lässt die Freude über das Taufgeschenk hörbar werden.

Text:

Jürgen Grote (*1959), 2003

Melodie:

Jürgen Grote (*1959), 2003

Landkarte der Liedschöpfer:innen

Spannende Hintergründe zu den beteiligten Personen und ihren Lebenswegen entdecken.

zur Landkarte

Passende Stichworte zum Weiterstöbern

Wissenswertes zu "Das Wasser der Erde wird zum Wasser des Himmels"

Das Lied entstand 2003 und wurde 2005 im Liederbuch "Bunte Fäden in meinem Leben" von Jürgen Grote erstmals veröffentlicht.  

Der reimlose Text ist im Kehrvers in den Silbenmaßen 13–11–13–10 und in den Strophen in 11–11–12–12 gegliedert. Der innere Zusammenhalt des dichten Textes ergibt sich aus der konsequent durchgeführten Thematik des Wassers als Zeichen der Taufe: Jede Strophe wird mit dem Wort „Wasser“ eröffnet. Die zweite Strophenhälfte beginnt jeweils mit „Das Zeichen der Taufe“ und schließt zudem mit den Worten: „Das Zeichen der Taufe schließt den Himmel uns auf.“

 

Das Bild des geöffneten Himmels im Zusammenhang mit der Wassertaufe gründet in den biblischen Berichten von der Taufe Jesu (vgl. Mt 3,16: „Da Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen.“; vgl. auch Mk 1,10; Lk 3,21–22; Joh 1,32–33).

Die Melodie ist von fröhlichen Rhythmen geprägt. Der Kehrvers setzt unmittelbar auf dem oberen Grundton c'' ein. Anschließend umspielt die Melodie das mittlere g' auf verschiedene Weise, bevor sie schließlich abwärts zum unteren Grundton c' führt. Die erste und die dritte Zeile sind melodisch identisch.

 

Die Melodie der Strophen variiert den Kehrvers unter Verzicht auf punktierte Rhythmen. Auch hier sind die erste und die dritte Zeile – bis auf die zusätzliche Auftaktnote – melodisch identisch. Am Schluss führt die Melodie über den oberen Grundton hinaus bis zum d''. Dies kann als musikalisches Zeichen für den geöffneten Himmel gedeutet werden. Zugleich wirkt dieser offene Strophenschluss wie eine nachdrückliche Aufforderung zur Wiederholung des Kehrverses, mit dem das Lied beginnt und endet.

Die Zuordnung des Liedes zu Taufe und Taufgedächtnis ist eindeutig. Es kann auch ohne aktuelle Taufe eingesetzt werden, wenn Texte im Mittelpunkt stehen, die mit dem Themenfeld Taufe verbunden sind, etwa in der Osternacht oder am sechsten Sonntag nach Trinitatis.

 

Da das Lied aufgrund seiner Langzeilen und inneren Melodievarianten nicht ganz leicht zu erlernen ist, bietet es sich an, eine Singgruppe einzusetzen, die das Lied vorträgt, während die Gemeinde eingeladen wird, den Kehrvers oder innerhalb der Strophen den stets gleichlautenden Abschnitt „Das Zeichen der Taufe schließt den Himmel uns auf“ mitzusingen. Eine weitere hilfreiche Möglichkeit besteht darin, das Lied von zwei Gruppen im Wechsel zeilenweise singen zu lassen.

Aufnahmen von "Das Wasser der Erde wird zum Wasser des Himmels"

Das Wasser der Erde
mit Gesang, Gitarre, Mundharmonika und Percussion

Conny Beyer (Gitarre, Gesang), Carsten Hauptmann (Percussion, Mundharmonika, Gesang)