Danket dem Herrn! Wir danken dem Herrn
Nr. 333 •
Evangelisches Gesangbuch
Nr. 188 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
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Das hymnische Dank- und Loblied verbreitet eine festliche Atmosphäre und ist vielleicht gerade wegen seiner reduzierten und geradlinigen Art besonders beliebt. Man benötigt einen großen Atem für den weiten Tonumfang und die ausgedehnten Melodiebögen dieses Lob- und Dankliedes. Besondere Klangpracht entfaltet der Satz mit einem Bläserchor oder in voller Orgelbegleitung.
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Satz:

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Wissenswertes zu "Danket dem Herrn! Wir danken dem Herrn"
Karl Friedrich Schulz veröffentlichte 1812 eine erste Fassung im Leitfaden bey der Gesanglehre nach der Elementarmethode. Die heutige Melodiefassung unterscheidet sich vom Original durch die Wiederholung der letzten Textzeile und weicht in der vierten Zeile von der Vorlage ab. Auch der Chorsatz ist unterschiedlich.
Die heutige Fassung findet sich erstmals in Johann Heinrich Volkenings Kleiner Missionsharfe von 1852. In ein landeskirchliches Gesangbuch wurde sie erstmals 1883 in Sachsen in die Abteilung „Geistliche Volkslieder“ aufgenommen. Das Deutsche Evangelische Gesangbuch von 1915 ordnet das Lied den „nicht für den Gemeindegottesdienst“ bestimmten Liedern zu. Im Evangelischen Kirchengesangbuch war es nicht enthalten.
Eingang fand es in das Evangelische Gesangbuch von 1993, in das freikirchliche Gesangbuch Feiern & Loben sowie in das Mennonitische Gesangbuch.
- Liedrecherche von Markus Leidenberger -
Die biblischen Grundlagen für das Lied finden sich in Psalm 118,1 (Strophe 1), in Psalm 103,2 (Strophe 2), in Klagelieder 3,22-23 (Strophe 3), in Jesaja 6,3 (Strophe 4), in Offenbarung 7,11.12 (Strophe 5), und schließlich im Psalm 96,1 (Strophe 6), welcher auch Anknüpfungspunkte zu vorhergehenden Strophen (Psalm 96,7-9) hat. Die erste Strophe übernimmt Psalm 118, 1 wörtlich. Dadurch kommt sie ohne Reim zu einer in sich geschlossenen wirkenden, poetischen Form. Knappe, nur viersilbige Aufforderung eröffnen alle Strophen. Sie werden jeweils in veränderter Form von der Gemeinschaft aufgenommen und hymnisch entfaltet.
Die Melodie wird mit einem Dur-Dreiklangsruf vom tiefsten zum höchsten Ton eröffnet. Der anschließende Sprung führt sie in den oberen Bereich, in dem sie bis zum Schluss verbleibt. Das Lied ist vermutlich von Anfang an mehrstimmig gepflegt worden. Daraus ergibt sich eine erhabene, hymnische Haltung, mit der Melodie und Satz gesungen werden. Inhalt und Musik gehen hier Hand in Hand.
Zum Aussingen der weiten Melodiebögen benötigt man einen vollen Atem; am besten singt man das Lied im Stehen.
Sowohl Sprache als auch Melodie sind dem gefühlvoll-pathetischen Geist des Klassizismus verpflichtet. Gerade ihre reduzierte, geradlinige Art und Weise verleiht ihnen eine Wirkung, die auch gegenwärtig (erneut) anschlussfähig erscheint. So kann das hymnische Dank- und Loblied das ganze Jahr über als Dankopferlied oder zu festlichen Anlässen eingesetzt werden. Vorgeschlagen ist es als Wochenlied zum 14. Sonntag nach Trinitatis. Überliefert ist, dass Schulz die eröffnende Aufforderung seinen Schülern vorgesungen hat, die anschließend antwortend fortsetzten. Der einstimmige Beginn des danach vierstimmigen Satzes deutet diese Praxis an. Vorsängerinnen und Vorsänger sowie Antwortchor oder Antwortgemeinde können das Singen des Liedes weiter beleben und seinen liturgischen Charakter unterstreichen.
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Danket dem Herrn! | Evangelisches Gesangbuch Nr. 333, Strophe 1

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