Anmerkungen
Beim Singen wechseln sich traditionell vier Gruppen oder Solisten (oft in den vier Ecken einer Kirche stehend) zum Anfang der Liedstrophen ab – häufig in Dialogform: Engel, Hirten, Menschen antworten einander. Dann folgt Chorgesang und im Refrain stimmt die Gemeinde (mehrstimmig) ein. In Siebenbürgen, Thüringen und Sachsen ist diese Tradition noch heute lebendig. Im Erzgebirge hat sich der Brauch des „Umsingens“ in der Christmette am Weihnachtsmorgen noch erhalten. Zuerst wurde das Lied in Lateinschulen Böhmens, Mitteldeutschlands und Schlesiens bzw. im städtischen Kontext, zu dem solche Schulen gehörten, in den Weihnachtsgottesdiensten gesungen. In verschiedenen Gottesdienstordnungen des 16. Jahrhunderts wird das Quempassingen der Weihnachtsmesse, der Christmette oder Christvesper zugeordnet. Eine Wiederbelebung des Brauchs erfolgte durch die Singbewegung des 20. Jahrhunderts und mit der 1930 erfolgten Ausgabe der Weihnachtsliedersammlung „Das Quempas-Heft“ wurde das Lied millionenfach verbreitet. Noch heute heißt es: „Der Quempas geht um“ und das „Quempas-Singen“ steht auch für gemeinsames weihnachtliches Liedersingen.
Komm mit anderen ins Gespräch darüber, welche persönlichen Erfahrungen sie mit dem Lied verbinden und welche Einsatzmöglichkeiten sie sehen.
Idee:
Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“
Dieser Impuls von Christa Kirschbaum beleuchtet eingehend den Weihnachtsgesang „Quem pastores laudavere“ – „Den die Hirten lobeten sehr“ – und die protestantische Singpraxis des Quempas-Singens.
Idee:
Den die Hirten lobeten sehre | Evangelisches Gesangbuch Nr. 29, Strophe 1
Idee: