Ich sage Ja, zu dem, der mich erschuf
Nr. 158 • Evangelisches Gesangbuch
Nr. 172 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)
- Gotteslob /
- EGplus /
- EG.E Evangelisches Gesangbuch - Ergänzungsheft /
- Kinderkirchenlieder "Immer und überall" (ELKB)
Ja sagen?
Gesprächsimpulse zur Erschließung des Liedes
Über die folgenden Fragen lassen sich Gespräche über das Lied eröffnen:
- Was unterscheidet eine Erwachsenen- von einer Säuglingstaufe?
- Was bedeutet Konfirmation?
- Wozu kann ich Ja sagen? Wozu nicht?
- Wer sagt Ja zu wem? siehe Strophe 4
Idee: , 
Wie klingt mein Ja?
Eigene Vertonungen von „Ich sage ja“
Im Lied erscheinen verschiedene Melodien zu den Worten „Ich sage Ja“ – jeweils vier Töne auf den vier Silben:
in Strophe 1 zu Beginn von Zeile 1,
in Strophe 1 zu Beginn von Zeile 2,
in Strophe 4 zu Beginn von Zeile 3.
Anregungen zur Weiterarbeit:
Wie könnte dieser Satz noch klingen? Erfinde eigene kleine Melodien und beschreibe deren unterschiedliche Wirkungen!
Welche Wirkung entfalten die im Lied verwendeten Tonfolgen? Warum hat der Komponist und Texter Okko Herlyn sie wohl gewählt?
Wer sich mit Akkorden auskennt, kann ausprobieren: Wie verändern verschiedene Harmonien die Wirkung der Silbe „Ja“?
Idee:
solistisch – dialogisch – bekennend
Gestaltungsideen fürs Singen
Das Lied bietet viele Möglichkeiten der Gestaltung:
- Die Strophen können von einer kleinen Gruppe oder solistisch gesungen werden; die Schlusszeile – oder auch nur deren Wiederholung – singt die ganze Gemeinde.
- Die letzte Zeile des Liedes lässt sich als Ostinato zu den (solistisch gesungenen) Strophen hinzufügen – entweder auf den Text der ersten oder der letzten Strophe. Mit etwas Mut zu den entstehenden Dissonanzen (z. B. in Zeile 2) kann die Harmonisierung beibehalten werden.
- Der Liedtext kann als Glaubensbekenntnis gesprochen werden; die Wiederholung der letzten Zeile wird dabei gesungen.
Idee:
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Glaube – Taube – Wasser
Singideen mit Kindern
Ein Gespräch über die Themen des Liedes (Glaube, christliches Leben, Trinität, Taufe, Abendmahl) kann mit Kindern gestaltet werden, indem:
- die Inhalte mit klassischen Symbolen veranschaulicht werden (Taube, Kreuz, Kelch, Brot, Wasser),
- das Lied immer wieder angehört oder angestimmt wird (gesummt oder gesungen),
- bei dem Wort „Ja“ eine bejahende Geste oder Bewegung (z. B. Daumen nach oben) eingeführt wird,
- die Kinder die letzte Zeile wiederholen und diese ggf. mit passenden Gesten begleiten.
Idee:
Singanlässe – Kirchenjahr
Anmerkungen
Das Lied ist als Wochenlied für den 6. Sonntag nach Trinitatis vorgeschlagen, der ganz im Zeichen der Taufe steht. Es enthält zahlreiche Bezüge zu den biblischen Texten dieses Sonntags. Doch nicht nur im Zusammenhang mit Taufe und Tauferinnerung wird es gern gesungen: Auch bei Konfirmationen, Trauungen, Schulgottesdiensten und als Credolied eignen sich die bekenntnishaften Strophen hervorragend. Okko Herlyn hat den Text bewusst dialogisch angelegt: Die letzte Zeile kann wie ein Refrain gesungen werden, in den die Gemeinde nach solistischem Vortrag einstimmt. Die eingängige Melodie geht schnell ins Ohr – und entwickelt sich leicht zum Ohrwurm.
Welche Erfahrungen hast du mit dem Lied gemacht? Wann hast du das Lied gesungen? Tausche dich mit anderen darüber aus.
Idee:
Predigtskizzen: Gott sagt JA und lächelt
Anregung zum Lied aus der Reihe „EGplus-Impulse“
Dieser Impuls eignet sich besonders für Gottesdienste, Konfirmand:innenarbeit oder Andachten, in denen das „Ja“ als bewusste Entscheidung verstanden wird.
Idee:
Du möchtest mehr über dieses Lied erfahren?
Lied entdeckenDas Wochenlied im evangelischen Gottesdienst
Liturgischer Kalender
Dieses Lied ist als Wochenlied für den 6. Sonntag nach Trinitatis vorgesehen.
Das Wochenlied – früher auch Graduallied genannt – ist ein zentraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Es gehört neben dem Psalm, dem Wochenspruch und den Lesungstexten zum Proprium des jeweiligen Sonn- oder Feiertages, also zu den wechselnden Stücken eines Gottesdienstes.
Das Wochenlied steht in engem inhaltlichem Zusammenhang mit den biblischen Lesungen und dem theologischen Schwerpunkt des jeweiligen Tages. Es vertieft und deutet die Botschaft des Sonntags auf musikalische Weise.
In der Regel werden zwei Lieder als Auswahl vorgeschlagen.
Mehr erfahren zur Prägung des jeweiligen Sonn- bzw. Feiertages und zum Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wochenlied?
Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de | Herausgeber: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)
Idee:
Ich sage Ja
Textimpuls aus 500 JAHRES EVANGELISCHES GESANGBUCH
Ausnehmend melancholisch kommt sie daher, die Melodie – und mit ihr das ganze Lied: Sie dreht in Moll ihre kleinen Kreise, nicht einmal ein Leitton hebt sie in eine fröhlichere Sphäre. Das mag überraschen angesichts des Titels: »Ich sage ja« – zu Gott, zu seiner Schöpfung, zu Gottes Liebe und zu den Sakramenten. Geschrieben hat das Lied Okko Herlyn: Der Autor war lange Jahre Gemeindepfarrer in Duisburg, später Professor für Theologie in Bochum, aber auch Liedermacher.
Hier singt niemand, der zu allem »Ja« sagt: Die Inhalte des Lieds sind wohlüberlegt, das »Ja« ist kein zufälliges, höchstens ein zögerliches. Nachdenklich, bedachtsam – aber keineswegs bedächtig: Dafür spricht die kluge Formgebung, die jeweils den letzten Vers wiederholen lässt und so der Aussage der Strophen Nachdruck verleiht. Und am Ende macht Okko Herlyn noch einmal deutlich, dass ein anderer schon längst »Ja« gesagt hat, noch bevor wir uns dazu entschieden haben oder (wie bei der Taufe von Kindern) es selbst äußern können.
Quelle: Hrsg. vom Verband Evangelische Kirchenmusik in Württemberg. München: Strube Verlag, 2023/24, VS 9197
Idee: